Anbei die Endergebnisse der Deutschen Vereins-Jugendmannschaftsmeisterschaften 2025.
Weitere Infos: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm/
U10
| Pl. | Verein | Ø DWZ | Land | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | TSG Oberschöneweide | 1567 | BER | 12 |
| 2 | SC Kreuzberg | 1497 | BER | 12 |
| 3 | SK Germering | 1480 | BAY | 10 |
U12 Weiblich
| 1 | SK Bad Homburg | 1505 | HES | 14 |
| 2 | Schachzwerge Magdeburg | 1472 | S-A | 12 |
| 3 | SC Schwarz-Weiß Nürnberg Süd | 1285 | BAY | 9 |
U12
| 1 | Barnimer Schachfreunde | 1714 | BRA | 12 |
| 2 | TV Tegernsee | 1730 | BAY | 11 |
| 3 | Hamburger SK | 1793 | HAM | 10 |
U14
| 1 | SV Empor Berlin | 1856 | BER | 14 |
| 2 | SV Dresden-Striesen | 1759 | SAC | 11 |
| 3 | SK Kelheim | 1735 | BAY | 9 |
U16 weiblich
| 1 | SV Königsjäger Süd-West | 1749 | BER | 12 |
| 2 | SG Königskinder Hohentübingen | 1708 | WÜR | 12 |
| 3 | SF Roding | 1472 | BAY | 9 |
U16
| 1 | Stuttgarter SF | 2058 | WÜR | 12 |
| 2 | Düsseldorfer SK | 2027 | NRW | 10 |
| 3 | TSG Oberschöneweide | 1962 | BER | 10 |
U20 weiblich
| 1 | SF Essen-Werden 1924/80 | 1690 | NRW | 13 |
| 2 | Chemnitzer SC Aufbau’95 | 1720 | SAC | 11 |
| 3 | SC Kreuzberg | 1757 | BER | 10 |
U20
| 1 | SC Noris-Tarrasch Nürnberg 1873 | 2108 | BAY | 12 |
| 2 | Hamburger SK | 2189 | HAM | 11 |
| 3 | SV Erkenschwick | 2058 | NRW | 10 |
Dankeschön für die Ergebnisse der Bundesjugend-Mannschaftsmeisterschaften 2025 anhand der jeweils erst 3 Gewinner.
Die DWZ-Zahlen finde ich sehr aufschlussreich beim Vergleich der Offenen Klassen und der Mädchenklassen:
Z.B. ist die ist die U12 weiblich in etwa gleich DWZ-stark wie die U10 (männlich bzw. offen).
Gleiches Muster bei der U16 weiblich und der U 14 (männlich bzw. offen).
Bei der U 20 weiblich und der U 20 (männlich bzw. offen) beträgt der Unterschied signifikant ca. 400 DWZ-Punkte.
Man kann nicht behaupten, dass es da kein „Gender Gap“ gäbe.
Zur U12w sei gesagt, dass wenn man sich die Gewinnermannschaft aus Bad Homburg (https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u12w/sk-bad-homburg/) anschaut, die Spielerinnen an 2-5 im Jahr 2025 auch noch der Altersklasse U10 angehört haben.
Allgemein mag das aber stimmen, so genau habe ich mir das jetzt nicht angeschaut.
Man kann da jede Menge Statistik betreiben. Nach DWZ-Schnitt aller Teams war die U20w (Schnitt 1526 für 10 Teams) „fast“ vergleichbar mit der U12 (Schnitt 1547 für 20 Teams). Dabei sind auch in der U20w einige Vereine mit deutlich jüngeren Teams angetreten, z.B. der Vierte SG Solingen mit Jahrgang 2008, 2014, 2011 und 2010 – so viel jünger geht in der U12 kaum. Da fehlte die Spitzenspielerin Yaroslava Sereda (Jahrgang 2007, DWZ 2044). Generell bekamen nur wenige Vereine in der U20w überhaupt ein Team zusammen – es war ein offenes Turnier ohne Qualifikation auf Landesebene, dann fünf von zehn Teams aus NRW.
Einige andere Mädchen fehlten auch oder spielten in offenen Turnieren. Bei Doppelbauer Kiel hätte Katerina Bräutigam wohl zusammen mit Alexander Bräutigam in der U20 spielen können, stattdessen nominell schwächere Spieler an den hinteren Brettern. Bei Porz spielte Tamila Trunz statt in der U16w am Spitzenbrett der U16, für Michelle Trunz war dagegen kein Platz in der U20.
Fünf andere U20-Teams (von 16) hatten eine Spielerin unter Jungens – drei dieser fünf hätten wohl in allen U20w-Teams das Spitzenbrett bekommen, die beiden anderen in einigen Teams und sonst jedenfalls Brett 2. Als hypothetisches Team wären sie wohl locker deutscher U20w-Meister geworden – nach DWZ sortiert aus Nürnberg, Karlsruhe, Magdeburg, Bad Homburg und Reserve aus München.
Yelyzaveta Hrebenshchykova am Spitzenbrett von Tarrasch Nürnberg ist ja Ukrainerin, offenbar seit kurz nach der russischen Invasion in Deutschland. Zunächst hat sie sich dann stark verbessert, seit Ende 2022 stagniert sie tendenziell elomäßig. Nach einem Verbandswechsel wäre sie vielleicht dennoch Kandidatin für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Aber sie muss selbst entscheiden, ob sie ihre Zukunft langfristig in Deutschland sieht .- einige Ukraine-Flüchtlinge haben den Verband gewechselt, andere nicht oder noch nicht.
Generell: natürlich gibt es einen „Gender Gap“ betrifft Klasse und auch oder vor allem Masse. Ob das ein Problem ist und wenn ja was man dagegen tun kann und sollte wurde und wird ja bei anderen Artikeln diskutiert.