Symbolbild: Photo: Gemini
Liebe Schachfreunde, nachdem gestern die neue Elo-Liste erschien, wollen wir uns anschauen, wie das Verhältnis der Männer zu den Frauen in Abhängigkeit zur Spielstärke aussieht.

Die Auswertung war ganz einfach: wie viele Männer und Frauen in der internationalen Rangliste haben aktuell über 2400, dann über 2300, und schließlich runter bis zu 1.800. Natürlich hätte man das selbe auch mit der DWZ-Rangliste machen können, aber wir wollten uns an den internationalen Zahlen orientieren.
Natürlich verbreitern sich die Zahlen nach unten und verjüngen sich nach oben. Zum Beispiel gibt es in Deutschland 194 Männer über Elo 2400, aber nur zwei Frauen mit diesem Kriterium, nämlich Elisabeth (Pähtz) und Dinara (Wagner). Daraus ergibt sich eine Quote von etwas mehr als 1 Prozent. Oder anders formuliert: nur 1 Prozent der Frauen in der deutschen Rangliste kann mit den Männern mithalten, und da ist noch gar nicht berücksichtigt, dass die Männer auch über 2500 Elo und 2600 Elo legen, was ja bei den Frauen derzeit gar nicht in Reichweite ist.
Je breiter die Basis wird, umso größer wird auch der Frauenanteil, und steigt bis auf etwa 4,5 Prozent. Die Zahlen unter Elo 1800 haben wir allerdings hier nicht weiter betrachtet; vermutlich würde der Prozentsatz noch etwas weiter steigen.
Im Bild, also in der Grafik, sieht die Umsetzung dann wie folgt aus:

Die gestrichelte Linie bildet dabei die realen Prozentwerte ab, und die durchgezogene Linie den begradigten Durchschnitt.
Wie man sieht steigt der Anteil der Frauen kontinuierlich mit abnehmender Elozahl. Allerdings, und das ist bedenklich, nicht auf über 4,5 Prozent. Würde man umgekehrt noch eine Kategorie Elo größer als 2500 einführen, dann läge der Frauenanteil sogar bei null.
Wir haben uns daran gewöhnt, dass der Frauenanteil im Schach niedrig ist, aber dass er im gewählten Elobereich so niedrig ist, dass ist doch etwas betrüblich!
Was lernen wir daraus? Wir brauchen dringend spielstärkere Frauen im Schach, und natürlich insgesamt auch mehr Frauen, die Schach spielen! Und wie wird das erreicht? Genau diese Antwort wird uns heuer hoffentlich die Frauenstudie des DSB und der DSJ geben!
Oh weh, na da weinen wir doch gleich mal eine Runde mit und weil das Frauenschach so „betrüblich“ (in Bezug auf welcher Schieflage konkret, Herr Hertneck ?) ist, da verlegen wir das Internationale Frauentags Open nach gerade mal 2-maliger Durchführung vom verkehrstechnisch gut erreichbaren Augsburg nach Weißenhorn und nehmen dann ganz schnell die Ausschreibung vom Server, so das es wieder mal kein größeres Frauenturnier in DE gibt und machen am Jahresende schöne Zahlenbildchen und ELO Vergleiche, die dem Frauenschach auch nichts einbringen und warten auf eine wissenschaftliche Studie, die viel kostet, schon in ihren Ansätzen und Ausführenden heftig, möglicherweise berechtigt kritisiert wurde und sicher auch dem Frauenschach in DE keine „dringend spielstärkeren Frauen einbringt“. Herr Hertneck was treibt der DSB e.V. und seine Frauenreferentin eigentlich und wohin soll dieses herum eiern und herum spinnen noch führen? Sie gehören zur sog. Bayern-Fraktion im DSB e.V., zuletzt gab es sozusagen zu viel blau-weiße Einfluss nehmende Personen im Schach in Deutschland, die allerdings mit dem sog. Frauenschach ebenfalls wieder einmal besonders Stiefmütterlich oder Stiefväterlich umgegangen sind. Wenn ich mich nicht sehr irre, weiß man sehr wohl beim DSB e.V. warum der Frauenanteil im Schach, insbesondere im höheren ELO Bereich so niedrig ist, will dies aber nicht öffentlich aussprechen, sondern verfolgt hier eine Art Verheimlichungsstrategie ( an wen erinnert Sie das?) und da man bei einem ausufernden Problem, dass man zwar erkannt hat, aber nicht in den Griff bekommt bzw. bekommen will beim DSB e.V., jedoch nicht wie in der Bundespolitik üblich einen Bundesbeauftragten m/w/d ernennen kann, dem man dann ein brennendes Problem aufhalst und dieses weit von sich wegschiebt, deshalb bekommen wir jetzt als Alibi- und Schaumschlagaktion eine wissenschaftliche Studie. Was meinen Sie viele Personen diese Studie lesen und sich ernsthaft zukünftig damit befassen werden und Verbesserungen in die Praxis umsetzen werden ? Ich weiß nicht, ob ich diese Herangehensweise des DSB e.V.s und seiner Eliten und Führung als den Gipfel der Dummheit oder Dummdreistigkeit bezeichnen soll, allerdings gibt es mehrere Grundsätze des guten Managements und des klugen Handelns:
Managementgrundsatz Nummer 1: Gutes Management basiert auf Realitäten. Grundsatz des klugen Handelns: Übernehmen Sie nie die Leitung oder Führung einer Organisation, deren Charakter Sie verändern müssen. Diese o.g. Grundsätze wurden mehrfach von Geschäftsführern m/w/d und Präsidiumsmitglieder m/w/d im DSB e.V. schwer verletzt, insbesondere auch im Frauenschach. Denn dem Frauenschach auch noch Transgender überzubügeln, obwohl die Open Section ja neben zwei Geschlechtern, dem dritten und für Theoretiker dem vierten und fünften Geschlecht sozusagen schon jedem (denkbaren oder zusammen konstruierten) Geschlecht offen stand, wurde der Charakter des deutschen Frauenschachs, welches ohnehin in seinen Problemen verhaftet und in die Schranken verwiesen worden ist, sozusagen mit dem Hackebeilchen von oben nochmals geändert und etwas übergestülpt, was sich zukünftig noch als Sahnehäubchen der kaschierten und vor sich her geschobenen Problemberge erweisen könnte. Ich habe für so ein unprofessionelles Vorgehen kein Verständnis mehr, ja es brennt lichterloh am deutschen Frauenschachhimmel, aber alle warten erst mal, salbadern weiter bis die Feuerwehr gerufen wird, die dann zwangsläufig auch nichts mehr ausrichten kann.