Symbolbild Veteranenprogramm. Gemini KI.
Der Weltschachbund hat schon vor über 10 Jahren eine sehr sympathische Aktion ins Leben gerufen: jährlich werden „Ehrenpreise“ an alternde und wenig begüterte (oder sogar in Not geratene) Schachveteranen, die älter als 65 sind, ausgereicht, und zwar in der Regel 2.500 USD pro Person. Insgesamt wurde seit Bestehen des Programms schon fast eine halbe Million Dollar ausgeschüttet.
Die diesjährigen Preisträger sind der liebevoll geschriebenen Pressemitteilung der FIDE zu entnehmen.
Hier die Richtlinien des Programms: das FIDE‑Veteranenprogramm (offiziell: FIDE Veteran / Veterans Support Program) unterstützt ältere Schachpersönlichkeiten finanziell, die sich über Jahre für den Schachsport eingesetzt haben.
Was das Programm leistet
- Die FIDE vergibt einmalige Geld‑Stipendien an ausgewählte Veteranen; die Gesamtsumme liegt in den letzten Jahren meist im Bereich von etwa 30.000–50.000 Euro pro Jahr, verteilt auf mehrere Empfänger.
- Die Unterstützung ist in erster Linie als soziale Hilfe gedacht, also für Personen mit prekärer finanzieller Situation, nicht als „Preisgeld“ für Turnierleistungen.
Wer kann unterstützt werden?
- Voraussetzung ist ein Mindestalter von 65 Jahren.
- Gefördert werden Spieler, Trainer, Organisatoren und Förderer des Schachs, die nachweislich einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Schachs geleistet haben (z.B. als Trainer, Jugendleiter, Turnierorganisator, Autor oder Funktionär).
- Zusätzlich muss eine instabile finanzielle Situation vorliegen; die FIDE betont ausdrücklich, dass das Programm Menschen helfen soll, die in Not sind.
Bewerbung und Ablauf
- Bewerbungen können von nationalen Verbänden, Vereinen oder auch Einzelpersonen eingereicht werden; sie enthalten in der Regel einen Lebenslauf der betreffenden Person und eine kurze Begründung.
- Die Unterlagen werden an das FIDE‑Sekretariat geschickt; es gibt jedes Jahr eine Frist, zuletzt im Januar/Februar bzw. März, je nach Ausschreibung.
- Eine FIDE‑Kommission oder ein Gremium wählt die Empfänger aus; die Entscheidungen werden anschließend öffentlich bekannt gegeben.
Historischer Hintergrund
- Das Programm läuft seit 2013 und wurde im Laufe der Zeit ausgebaut, z.B. durch höhere Gesamtsummen und zusätzliche Tranchen (z.B. 2020 auf rund 56.000 Euro erhöht).
- Die FIDE betont, dass es sich um eine Anerkennung und „Tribute“ an Persönlichkeiten handelt, die den Schachsport über Jahrzehnte geprägt haben, und gleichzeitig um eine soziale Verantwortung gegenüber älteren Mitgliedern der Schachfamilie.