Landesverbände im Clinch mit dem Präsidium. Symbolbild Gemini KI.
Neue Wendung im „Hauptausschuss-Streit“, direkt von der Homepage des DSB zitiert:
Fünf Antragsteller wollen aus der für den 16. Mai in Frankfurt am Main turnusmässig angesetzten Sitzung des Hauptausschusses einen Bundeskongress machen.
Der Antrag an das Präsidium des Deutschen Schachbundes wurde von Jürgen Gersinska, Vizepräsident des Badischen Schachverbandes, Dirk Martens, Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein, Klaus-Jürgen Herlang, Vorsitzender des Hamburger Schachverbandes, Manfred Scheiba, Präsident des Deutschen Fernschachbundes und dem Berliner Verbandschef Paul Meyer-Dunker gestellt.
Begründet wird dieser von den Antragstellern in erster Linie mit finanziellen Gründen. Im Antrag heißt es, man halte „die getrennte Durchführung eines Hauptausschusses am 16. Mai sowie einen zusätzlichen außerordentlichen Bundeskongress wenige Wochen später für inneffektiv, kostenintensiv und organisatorisch nicht sachgerecht. Insbesondere angesichts der Vielzahl bedeutender nationaler und internationaler Veranstaltungen in den Jahren 2026 und 2027 (u.a. Kandidatenturnier, Olympiade, Schachgipfel, 150-Jahr.Jubiläum des Deutschen Schachbundes) sollten die finanziellen und personellen Ressourcen des Verbandes gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden.“ Eine Argumentation, die auch Alexander von Gleich im Rahmen seines angekündigten Rücktritts gewählt hatte.
Das Präsidium werde deshalb aufgefordert, den 16. Mai für diesen Bundeskongress zu nutzen „oder einen anderen Termin zeitnah für einen außerordentlichen Bundeskongress vorzuschlagen“.
Das DSB-Präsidium teilte als Reaktion darauf mit, man werde diesen Antrag „nun in Ruhe prüfen und die verschiedenen Optionen im Sinne des Deutschen Schachbundes bewerten“. Auch im Hinblick auf organisatorische Herausforderungen. So sind unter anderem aktuell nur Räumlichkeiten für rund 35 Hauptausschuss-Teilnehmer angemietet, benötigt würden bei einem Bundeskongress aber Kapazitäten für rund 100 Delegierte.
Völlig neue Akteure treten auf der Bühne der Tragikomödie auf, das ist das Spannendste an dieser Nachricht!