Logo FIDE Kandidatenturnier. Quelle: FIDE
In gut 2 Monaten beginnt das Kandidatenturnier der Männer auf Zypern, doch hat die FIDE jetzt schon die Paarungen für die erste Runde erstellt, wie einer aktuellen Pressemeldung zu entnehmen ist:

Wir sehen wir hier witzigerweise eine Neuauflage der Partie Blübaum-Giri, die ja zuletzt in Wijk anstand, und von Matthias in einer äußerst scharfen Partie gewonnen wurde. Die Farbverteilung ist übrigens nicht wichtig, denn es wird doppelrundig mit vertauschten Farben gespielt.
Wir lieben keine Prognosen, aber natürlich interessiert jeden deutschen Fan, wie Matthias im Turnier abschneiden wird. Also fragen wir die KI:
Gekürzte Antwort von Claude AI:
Realistisches Ziel für Blübaum dürfte ein respektables Ergebnis im Mittelfeld sein. Das bloße Teilnehmen am Kandidatenturnier ist für einen deutschen Spieler schon eine historische Leistung – zuletzt schaffte das kaum ein Bundesbürger in diesem Format. Ein Turniersieg oder Platz 1–2 wäre eine Sensation; ein einstelliger Platz mit anständigem Score wäre ein voller Erfolg.
Gekürzte Antwort von Open AI:
Kampfstarker Außenseiter
Blübaum gilt nicht als bloßer „Mitläufer“ – seine Form 2025/2026 war stark (u. a. Überschreiten der 2700-Elo-Marke) und er hat bereits in hochkarätigen Feldern gute Ergebnisse erzielt. Das spricht dafür, dass er einzelne Partien gewinnen kann, besonders wenn ihn Favoriten unterschätzen oder sie in schlechter Form sind.
Punkte- und Platzierungsperspektive
- Mittelplatz in der Endtabelle ist ein plausibles Szenario: einige Remis, vielleicht 2–4 Punkte aus 14 Partien, abhängig von Eröffnungsauswahl, Vorbereitung und Tagesform.
- Überraschende Podiumsplatzierung wäre eine echte Sensation, aber theoretisch nicht völlig ausgeschlossen – solche Überraschungsergebnisse gibt es im Schach immer wieder.
Gekürzte Antwort von Perplexity AI:
Realistische Erwartungsspanne
- Historisch schneiden Debütanten im Kandidatenturnier oft solide ab, kämpfen aber selten sofort um den Turniersieg, weil Erfahrung auf diesem Niveau und sehr tiefe Vorbereitung der Top-Elite eine große Rolle spielen.
- Angesichts seiner aktuellen Form, Elo-Entwicklung und Spielanlage (sehr solide mit Schwarz, gute Vorbereitung gegen Favoriten) erscheint ein Ergebnis im Bereich „untere bis stabile Mitte des Feldes“ plausibel, z.B. kein letzter Platz, aber auch kein klarer Favorit auf den Turniersieg.
- Ein „Ausreißer nach oben“ (Mitspielen um Platz 1–2 bis in die Schlussrunden) ist nicht auszuschließen, wenn seine Vorbereitung sitzt und er weiter überperformt, wäre aber eher ein optimistisches Szenario als die Erwartungsbasis.
Die „Ki’s“ machen ihrem Namen alle Ehre. Chatbot = Plappermaul.
Insbesondere die Aussage „Ein einstelliger Platz wäre ein Erfolg, spottet bie 8 Teilnehmern einer gewissen Beschreibung.
Man sollte von einem Ochsen eben nur Rindfleisch erwarten.
Hallo, das Beispiel ist natürlich pikant, aber insgesamt ist die KI-Schiene aus meiner Sicht hier zu kritisch bewertet! Die KI kann schon sehr hilfreich sein, wenn es um Recherche von Fakten und die Erstellung von Beiträgen geht. Schon Franz Jittenmeier hat sie als Segen für seine Arbeit betrachtet, weil sie viel Arbeit abnimmt. Aber natürlich ist es richtig, dass die KI nicht perfekt ist, aber ist denn ein Mensch als Autor perfekt? Sicher nicht. Auch bei der Erstellung von Bildern, meist Titelbildern, ist sie mehr als hilfreich, da man so das Problem des Urheberrechts umgeht. Das einzige was aus meiner Sicht verwunderlich ist, dass die KI den Usern zum größten Teil immer noch kostenlos angeboten wird. Dahinter stehen Milliardeninvestitionen, die sich irgendwann einspielen müssen. Und gerade heute wurde gemeldet, dass Google eine hundertjährige (!) Anleide auflegt, um die Entwicklung der KI zu finanzieren.
Wer die FIDE-Mitteilung (https://www.fide.com/fide-candidates-2026-pairings-drawn-in-cyprus/) weiterliest, stellt unschwer fest, dass das zweite Bild mitnichten die Paarungen der ersten Runde anzeigt, sondern die Startnummern.
Die Paarungen der 1. Runde ergeben sich nach der Standardpaarungstafel (1-8, 2-7, 3-6, 4-5), Matthias Blübaum startet also mit einer Weißpartie gegen Wei Yi.
Ja, und damit sind natürlich auch die Paarungen _aller_ Runden bereits bekannt. Man findet sie auch bereits auf https://www.chess.com/events/2026-fide-candidates-open/games . Für Blübaum nach Weiß gegen Wei Yi Schwarz gegen Sindarov und Weiß gegen Esipenko – und (erst) dann die vier Gegner die sich weniger überraschend für das Kandidatenturnier qualifizierten.
Dabei wäre interessant, wie KIs (und auch Menschen) die Chancen von Sindarov einschätzen.