27.02.2026

1 Gedanken zu „Zugzwang in Deggendorf: Ziel knapp verfehlt!

  1. Ich hatte das jeweils live verfolgt. Samstag hatte Gerald seinen Gegner offenbar schon mit 1.e4 c6!? überrascht – IM Kurmann verwendete für seine nächsten drei Züge bereits 10 Minuten Bedenkzeit. Im Chat auf Lichess schrieb „Wischel“ „normally gerald and french defense are synonyms“. Wischel erwähnt in seinem Lichess-Profil nur Rosenheim, Germany – aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe hatte er sich zuvor mal als Vereinskollege von Gerald geoutet.

    Sonntag war dann am Ende dramatisch: Vor der Zeitkontrolle war für Shengelia in beiderseitiger Zeitnot mehr drin als dieses Endspiel mit Mehrqualität, das offenbar anfangs objektiv Remis war (ich verfolgte die Partie mit Engine). Nach der Zeitkontrolle hatte er ja anfangs wieder 30 Minuten und verbrauchte viel Bedenkzeit. Die im Prinzip siegreiche Aufstellung mit Bauern auf g5 und h4 fand er dabei erst „nach mehrfacher gegnerischer Einladung“.
    Nach 57.Td1 (dieser Zug war es wirklich) verwendete Krivoborodov 14 der ihm verbliebenen 17 Minuten für 57.-Lxh4 – nun war es wieder Remis und dabei blieb es.

    „Selbst auf der Rückfahrt im Auto war den Großmeistern nicht klar, ob Weiß diese Stellung forciert gewinnt oder nicht.“ – d.h. niemand hatte zwischenzeitlich Engines befragt? Direkt nach der Partie wäre es sicher erlaubt, wohl auch während der noch laufenden Partie – bei beendeter eigener Partie und außerhalb des Turniersaals. Werden sie nun ihren/diesen Dvoretsky studieren und es bei nächster Gelegenheit besser machen? Dieses Endspiel kann ja jeder mal auf sein Brett bekommen – mit dem Turm oder auch mit dem Läufer. Vielleicht dauert es aber Wochen, Monate oder auch Jahre bis es der Fall ist. Wahrlich keine Kritik an den Spielern … .

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