Zehn Teilnehmer am A-Trainerlehrgang 2026 in Gladenbach und Erfurt
Von Mai bis September 2026 absolvierten zehn Schachtrainer aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen den kombinierten A-Trainerlehrgang für Leistungs- und Breitensport des Deutschen Schachbundes (DSB). Die Ausbildung führte die Teilnehmer an drei Lehrgangswochenenden nach Gladenbach und Erfurt.
Unter der Leitung von Joachim Gries, Referent für Ausbildung im Hessischen Schachverband (HSV), sowie Jürgen Haakert (langjähriger Kadertrainer und Trainerausbilder im HSV) und Kevin Högy (DSB-Sportdirektor und Präsident des Berliner Schachverbands) erhielten die angehenden A-Trainer Einblicke in zahlreiche Facetten des modernen Schachtrainings. Gemäß Rahmentrainingsplan umfasste die Ausbildung insgesamt 90 Lehreinheiten.
Am ersten Lehrgangswochenende vom 14. bis 17. Mai in Gladenbach standen unter anderem gleich- und ungleichfarbige Läuferendspiele, pädagogische Prinzipien im Spannungsfeld von Leistungs- und Breitensport sowie psychologische Aspekte auf dem Programm. Im Juni folgten Themen wie Partievorbereitung, Mitgliedergewinnung und -bindung sowie die neue Leistungssportkonzeption des DSB.
Eine besondere Überraschung erwartete die Teilnehmer am Ende des zweiten Wochenendes (11. – 14. Juni): Sie durften selbst in die Rolle von Prüfern schlüpfen und den parallel stattfindenden hessischen C-Trainerlehrgang begleiten.
Den Abschluss des Lehrgangs bildete das Wochenende vom 3. bis 6. September in Erfurt. Neben der mündlichen Prüfung präsentierten und verteidigten die Teilnehmer ihre Trainerarbeiten in jeweils 45-minütigen Vorträgen vor der Prüfungskommission bestehend aus Bernd Kelemen (Referent für Ausbildung im DSB) sowie den beiden A-Trainern und ebenfalls Mitgliedern der Ausbildungskommission Norbert Reichel und Jochen Terhorst. Damit fand eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Ausbildung zur dritten und zugleich höchsten Lizenzstufe ihren erfolgreichen Abschluss.
Besonders hervorzuheben ist auch der Abschied dreier langjähriger Ausbilder: Jürgen Haakert, Joachim Gries und Jochen Terhorst kündigten an, dass der Lehrgang für sie nach vielen Jahren der Tätigkeit auf deutscher Ebene der letzte sein werde. Ihnen gilt ebenso wie allen weiteren Referenten und Beteiligten ein herzlicher Dank für ihr langjähriges Engagement in der Trainerausbildung.
Neben Ketino Kachiani-Gersinska (Fortbildung) nahmen teil:
|
Nr. |
Name |
Vorname |
Thema der Trainerarbeit |
|
|
Baskin |
Robert |
Der frühzeitige Vorstoß des Randbauern in diversen Eröffnungen |
|
|
Rippin |
Gerd |
Das Endspiel Dame gegen Turm – Zielgruppe NK1 (DWZ 1800 – 2200) |
|
|
Herwig |
Carsten |
Komplexe Bauernendspiele aus der Praxis für Training im Nachwuchskader NK1 (DWZ 1800 – 2200) |
|
|
Junker |
Reiner |
Ursache für einen erfolgreichen Figurenangriff bei beiderseitiger kurzer Rochade |
|
|
Kalinski |
Frank |
Studien im Kadertrainingseinsatz – Schwerpunkt Taktik |
|
|
Nerz |
Lenard |
Endspielstudien mit Bauernumwandlung – Zielgruppe NK1 (DWZ 1800 – 2200) |
|
|
Overbeck |
Christopher |
Wie der Fianchettoaufbau die Strategie bestimmt, dargestellt an mehreren Partiebeispielen |
|
|
Philipp |
Mathias |
Der Übergang vom Mittelspiel zu (einem theoretisch besseren) Endspiel Zielgruppe NK2 (DWZ 1400 – 1800) |
|
|
Scheftlein |
Richard |
Der Umgang mit Remisangeboten in diversen Partien |
|
|
Tuschen |
Frank Peter |
Zugzwangerzeugung in Endspielen als taktisches Motiv – Zielgruppe NK2 (DWZ 1400 – 1800) |

Joachim Gries (hinten links) und Jürgen Haakert (hinten rechts) stellen typische Methoden im Endspiel vor.
Wehmut zum Ende des zweiten Wochenendes: Joachim Gries (zweiter von rechts neben Kevin Högy) leitete seinen letzten Lehrgang auf deutscher Ebene.
A-Trainerlehrgang 2026: Hintere Reihe v.l.n.r.: Dr. Gerd Rippin, Norbert Reichel, Richard Scheftlein, Robert Baskin, Lenard Nerz. Vordere Reihe: Bernd Kelemen, Jochen Terhorst, Carsten Herwig, Christopher Overbeck, Mathias Philipp, Frank Peter Tuschen, Reiner Junker, Frank Kalinski.

Christopher Overbeck