Ja, der Schachkicker übernimmt sehr wenige Artikel. Hier mache ich eine Ausnahme, weil ich ihn einfach großartig finde, weil er von einem großartigen Menschen berichtet! Hier zeigt Matthias Wolf wieder einmal, dass er ein toller Journalist ist!
Hier ist der DSB-Link
„Mein großer Traum: Ich möchte ein Finale erreichen.“ – Deutscher Schachbund – Schach in Deutschland
Oliver Biermann leidet am Hämolytisch-Urämischen Syndrom. Er sitzt im Rollstuhl, kann nicht sprechen. Das hindert ihn nicht, bei der DSAM mitzuspielen: Sein Herz gehört dem Schachspiel – und Juve.
Sandra Schmidt, die Turnierchefin der DSAM, spricht von einem „ganz besonderen Teilnehmer“. Wenn er gemeinsam mit seinem Assistenten am Brett sitze, dann erinnere sie die Szenerie an den Film „Ziemlich beste Freunde“. Eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von einem Mann im Rollstuhl und seinem Helfer. Oliver Biermann sitzt auch im Rollstuhl. Der 36-Jährige aus Berlin erkrankte im Alter von drei Jahren am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). „Die Krankheit griff zunächst meine Nieren an, anschließend die Bauchspeicheldrüse und schließlich das Kleinhirn“, schreibt Oliver, der mit der DSB-Öffentlichkeitsarbeit über einen Chat kommuniziert. „Ich organisiere mein Leben mit einem 24/7-Assistenzteam“, also rund um die Uhr: „Trotz aller Herausforderungen bin ich ein lebensfroher Mensch.“ Das kann Dario Mulas nur bestätigen. Der 33-Jährige ist persönlicher Assistent für Menschen mit Behinderung. Oliver Biermann sei quasi sein Chef, sagt er mit einem Lächeln, „einer der besten Chefs, die ich bisher hatte“. Und: „Oli ist super unkompliziert, fröhlich, ein offener Typ. Ich bewundere ihn für seine Einstellung zum Leben. Er ist so aktiv – davon könnten sich wirklich viele Menschen eine Scheibe abschneiden.“
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„Mein großer Traum: Ich möchte ein Finale erreichen.“ – Deutscher Schachbund – Schach in Deutschland