11.01.2026

13 Gedanken zu “Twitch-Reichweite ausgewählter Schachseiten

  1. Es gibt so viele streamende Titelträger, dass man den Überblick verliert. Rasmus Svane streamed, Frederik Svane manchmal auch, Dmitrij Kollars seltener.

    Ich finde den 73 jährigen Australier FM John Curtis unterhaltsam und insbesondere wenn man nicht schlafen kann, spät nachts. https://www.twitch.tv/fmjohncurtischess

    In der Aufzählung habt ihr natürlich alle Frauen vergessen. Von den Botez-Schwestern über Nemo, Dina Belankaya, Anna Cramling, WCM Katharina, Blumanda (WIM Sonja Maria Blum)…

    Magnus Carlssen hat einen „undercover“ Account, GM Benjamin Bok aus NL und GM Markus Ragger aus AT sind auch regelmäßig live auf twitch.

    1. Hallo Roland, vielen Dank für den Hinweis, ich habe einen Absatz zu den Twitcherinnen ergänzt. Dieser Teil sollte natürlich nicht vergessen werden.

      1. Die Aussage „Gutes Aussehen“ ist wirklich sexistisch. Kann man einmal auf solche Aussagen verzichten und sich auf schachliche und mediale Qualitäten konzentrieren?

        Schach hat ein riesen Problem abseits des Online-Schachs und der Streamer, wie man bei der DM in München sehen konnte, kamen fast keine Zuschauer. Ihr wart da beim Krulich Cup mehr Spieler, als Zuschauer.

        1. Hallo Roland, wenn du mir sagen würdest, dass ich gut aussehe, würde ich das nicht als sexistisch empfinden!

          1. 1. würde ich das nie behaupten.
            2. kannst Du von Deiner Haltung nicht auf andere schließen. Das Problem ist, dass Du mit solchen Äußerungen insbesondere die Menschen triffst, die (noch) nicht aktiv sind oder nicht „deiner“ Definition von „schön“ entsprechen wollen. All das hat weder was mit Schach zu tun, noch mit qualitativem Content.

            Sieh es doch von der Spielstärke her, da ist es auch irrelevant (außer vielleicht bei den Top 100), wie stark jemand am Brett ist, wenn es um die Künste der Vermittlung/des Coachings geht, besonders für die sehr vielen Amateur- und Hobbyspielenden.

            Magnus oder Hikaru sind faktisch oft die Elo-stärksten Spieler im Streaming, aber beim Titled Tuesday und anderen Turnieren gibt es regelmäßig unterhaltsamere Streamer, die fesselnder und freundlicher den Schachsport präsentieren und eine besondere Zielgruppe erschließen.

            Beim Streamen zählt die Vermittlung von Gedanken, also das „laut Denken“ um Züge und Stellungen zu analysieren bzw. zu wählen. Und natürlich auch das regelmäßige Drama von „Ich bin heute so verdammt gut“ vs. „ich bin der größte Idiot, der jemals Schach gespielt hat“ in wenigen Minuten. Viele, die sich der harten Wahrheit nicht stellen, haben es natürlich sehr einfach, zu kommentieren.

          2. Hallo Roland, ich habe leider immer noch das Gefühl, dass du nicht verstanden hast, dass meine Bemerkung nicht sexistisch war, sondern nur eine Zustandsbeschreibung. Im Rahmen der Bewertung von Streamerinnen habe ich geschrieben. „Allen ist übrigens gemein, dass sie gutes Aussehen in die Waagschale werfen.“ Das ist eine durchaus korrekte Beschreibung des Istzustands, und nicht mal eine subjektive Wertung. Du meinst, dass dass Andere dies anders bewerten würden? Ich denke nicht!
            Ziehen wir nun die Definition von Sexismus heran: Sexistisch beschreibt die Diskriminierung und Abwertung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Dies äußert sich in Vorurteilen und Stereotypen, die ein Geschlecht als dem anderen überlegen ansehen und oft zu Benachteiligung, Abwertung und Unterdrückung führen. Sexismus kann sich sowohl in einzelnen Verhaltensweisen und Äußerungen als auch in festen gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen zeigen.
            Offensichtlich ist hier weder eine Abwertung noch eine Diskriminierung durch meinen Kommentar erfolgt. Auch kommt kein Vorurteil zum Ausdruck, da eben der vorhandene Zustand beschrieben wird. Ein Vorurteil wäre zum Beispiel wenn ich schreiben würde: Frauen sind dümmer als Männer. Das würde ich aber nie tun. Mein Kommentar führt auch nicht zur Abwertung, sondern war ganz im Gegenteil anerkennend gemeint. Wieso werden werden zum Beispiel Nachrichtensprecherinnen auch im Hinblick auf gutes Aussehen eingesetzt? Weil die Zuschauer das gerne sehen, ganz einfach!
            Somit kommen wir zu folgendem Schluss: mein Kommentar hat in dir einen Reflex ausgelöst, der näherer Überprüfung nicht standhält. Eher ist genau das Gegenteil der Fall, nämlich eine Aufwertung.

  2. Kugelbuch 38T Follower, Katharina 19T, und euch ist klar, dass ein Follow und ein Abo bei Twitch unterschiedliche Dinge sind? Und wo ist der Kommentar zum Aussehen bei den Männern? Aber sich dann in anderen Artikeln wundern, warum weniger Frauen im Schach unterwegs sind… 🤦‍♂️

    1. Hallo vielen Dank für die Anmerkungen, zu denen ich gerne Stellung nehme:
      1. Im Artikel steht ja dass die Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit erstellt wurde. Aber trotzdem danke für die Ergänzung.
      2. Nein, der Unterschied zwischen Follower und Abo bei Twitch ist mir nicht bekannt, die Begriffe wurden in dem Beitrag inhaltsgleich verwendet, um nicht immer Follower zu schreiben
      3. Zum „sexistischen“ Kommentar: Also wenn mir eines aufgefallen ist bei den Streamerinnen, dann definitiv deren gutes Aussehen! Natürlich ist es nicht das Aussehen alleine, ein Streamer muss sein Publikum immer auch gut unterhalten, und das ist die Hauptsache! Aber trotzdem schadet gutes Aussehen definitiv nicht, gerade in der Schachwelt, die ja nicht gerade optisch besonders ansprechend ist!!! Wetten dass das Aussehen bei Streamerinnnen mindestens doppelt so viele Follower bringt? Insofern wird diese Beschreibung hier als rein sachliche Aussage verstanden. Was ist falsch daran zu sagen, dass jemand gut aussieht? Und dass dieses Kompliment eher Frauen als Männern gemacht wird, ist auch bekannt. Insofern braucht man an der Stelle keine unnötige Debatte führen, das ist zumindest meine Meinung….

      1. Zeitgenossen, die politisch korrekt sein wollen und dann auch noch aus der Anonymität heraus schreiben, können anstrengend sein. Wäre ich Betreiber einer Website mit Kommentar-Funktion, würde ich nur Beiträge von Personen freischalten, deren Identität ich kenne. Ingo Althöfer.

        1. Hallo Ingo, leider gibt es heutzutage extrem viele Zeitgenossen, die als anstrengend empfunden werden, vor allem in den Sozialen Medien. Ich habe nur grundsätzlich ein Problem damit, Meinungsäußerungen zu unterdrücken, es sei denn sie sind wirklich total daneben! Ich denke auch, dass ich ganz gut Paroli bieten kann, denn ich bin durchaus belesen und eloquent, und nach 50 Jahren in der Schachszene auch vom Fach. Übrigens hinterlässt jeder Kommentator intern seine Mailadresse, die aber nur für mich als Admin der Seite sichtbar ist. Ehrlich gesagt, ich nehme diese Kommentare in der Regel auch gar nicht übel, es wäre ja schlimm, wenn alle einer Meinung wären. Also gebe ich etwa 99 Prozent der Kommentare frei. Im übrigen habe ich festgestellt, dass Schachspieler in der Regel auf einem hohen Niveau kommunizieren.

  3. Nun der Unterschied zwischen Follower und Abonnent (subscriber) ist wohl erheblich: laut https://www.twitch.tv/gmhikaru/about hat er gut 2 Millionen Follower und derzeit 607 Abonnenten, die offenbar jeweils 6$ monatlich zahlen. Davon könnte er seinen Lebensunterhalt kaum bestreiten (ein Teil des Gelds geht vielleicht auch an Twitch), Anzahl Follower beeinflusst wohl mögliche Einnahmen durch Werbung. Auch Fußballvereine haben wohl deutlich mehr Einnahmen durch Fernsehgelder als durch Verkauf von Tickets.
    Bemerkungen zum Aussehen von Streamerinnen empfinde ich persönlich als „sowohl zutreffend als auch grenzwertig“. Bei männlichen Streamern mag gutes (oder auch interessant-kurioses) Aussehen auch eine Rolle spielen – natürlich sind auch andere Qualitäten erforderlich, schachliche Spielstärke nicht unbedingt bzw. das ist sekundär.
    Eingangs im Artikel: Schachvideos und Live-Kommentare interessieren mich durchaus, Streams eher nicht – oft ja Selbstdarstellung/Eigenwerbung dieser Personen, nebenbei mehr oder weniger schachliche Inhalte. Schachdeutschland TV sollte man nicht mit Produkten einzelner Personen vergleichen oder in einen Topf werfen. Gerald und ich sind dabei wohl auch nicht die Zielgruppe, eher ein jüngeres Publikum.
    Natürlich erreicht man ein internationales (und damit größeres) Publikum eher auf Englisch als auf Deutsch.

  4. Hikaru hat einen Exklusive-Deal mit kick.com einer neuen E-Sports-Streaming-Plattform geschlossen, die deutlich weniger % einbehält, als Amazon-Twitch. Chessbrah und Dina Belenkaya verlegen auch einen Großteil ihres Livecontents dorthin.

    Im Übrigen sollten ALLE Vereinsspielenden und Titelträger stolz darauf sein, dass Schach nach Corona und auch heute online so populär wurde und geblieben ist, selbst wenn für manchen GM die Qualitätsansprüche des eigenen Egos hierbei nicht erfüllt werden.

    1. Hallo Roland, viele Dank für die ergänzende Info! Wirklich interessant, ich wusste nicht einmal, dass Twitch über Amazon bereitgestellt wird. Und man weiß ja, dass Amazon genau darauf achtet, dass die Kasse stimmt, um es mal so zu formulieren. Oder anders ausgedrückt: man nimmt Geld von anderen, damit sie auf der Plattform „publizieren“ dürfen.

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