Meine erste Reaktion, Kopfschütteln, Überforderung! Mit neuen Sachen tut sich der Mensch traditionell sehr schwer. Meine zweite Reaktion: Ich finde es super, klingt nach einer großen Chance. Kein weiter so, sondern Professionalismus für die heutige Zeit. DSJ und DSB gemeinsam, das ist doch auch wunderbar! Ich sehe viele Chancen, das Risiko, das es scheitert, ist auch vorhanden wie bei allem. Ich predige immer, dass Schach so gut dasteht wie noch nie und dementsprechend hat der DSB gehandelt, Chapeau! Der Mann von chessmedia hat laut Homepage eine gute Vita, hat DZW 2100, ich glaube das passt super zusammen!
Lob an das Präsidium, das gestaltet und nicht verwaltet, das ist mein Wetter!
Hier ist der Link vom DSB:
Der DSB geht eine neue Partnerschaft ein: Chess Media Group übernimmt die Vermarktung – Deutscher Schachbund – Schach in Deutschland
Der DSB geht eine neue Partnerschaft ein: Chess Media Group übernimmt die Vermarktung
Deutschlands Schach bekommt einen starken Partner an der Seite. Der Deutsche Schachbund hat mit der Chess Media Group eine langfristige Vermarktungspartnerschaft geschlossen, die genau dort ansetzt, wo der Sport gerade wächst: bei Nachwuchs, Frauenschach und Sichtbarkeit.
Langfristige und exklusive Vermarktungspartnerschaft
Der Deutsche Schachbund (DSB) und die CMG Chess Media Group GmbH haben eine langfristige, exklusive Vermarktungspartnerschaft vereinbart. Die CMG übernimmt künftig die Vermarktung sämtlicher Sponsoring-, Werbe- und Medienrechte des Verbands – von den Nationalmannschaften über die Deutschen Meisterschaften und die Frauen-Bundesliga bis zu Schulschach und den digitalen Kanälen des DSB.
Für den DSB heißt das vor allem eines: professionelle Strukturen für die Vermarktung, damit sich der Verband auf das konzentrieren kann, was ihm wichtig ist. Jugendförderung. Frauenschach. Die Modernisierung des eigenen Auftritts. Und eine Finanzierung der Verbandsziele, die auf mehr als nur Mitgliedsbeiträgen steht.
Was die Partnerschaft umfasst

Die CMG vermarktet ab sofort das gesamte Rechteinventar des DSB. Dazu gehören:
- die Nationalmannschaften mit Vincent Keymer, der als erster deutscher Spitzensportler seit Jahrzehnten dauerhaft in der absoluten Weltspitze des Schachs mitspielt
- die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft, die größte Turnierserie des DSB mit sieben Stationen bundesweit
- die Frauen-Bundesliga
- Schulschach an über 4.000 Schulen
- die digitalen Kanäle des DSB mit rund 500.000 Besuchen im Monat auf schachbund.de
Ab der Saison 2026/27 kommen dazu erstmals professionelle Live-Broadcast-Produktionen mit Moderation für die Top-Wettbewerbe des Verbands – für alle, die nicht selbst am Brett sitzen, aber live dabei sein wollen.
„Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt“

Schach erlebt gerade einen Aufschwung, wie es ihn selten gab. Weltweit spielen rund 600 Millionen Menschen (FIDE), in Deutschland können es rund 40 Millionen, und fast zwei Drittel aller 18- bis 24-Jährigen kennen das Spiel. Der DSB selbst wächst auf knapp 100.000 Mitglieder, den höchsten Stand seit 2006 – mit einer besonders starken jungen Basis von über 33.000 Mitgliedern unter 20 Jahren.
Auch außerhalb des Verbands hat sich einiges getan: Im Juni 2026 ist CVC Capital Partners, der Investor hinter Formel 1 und LaLiga, bei Chess.com eingestiegen. Das zeigt, dass der Sport längst auch wirtschaftlich ernst genommen wird. Diese Entwicklung will der DSB aktiv mitgestalten, statt nur zuzusehen.
Vermarktung ist Vertrauenssache.

Tobias Eismann führt die Chess Media Group als Unternehmer mit 25 Jahren Erfahrung darin, Marken und Zielgruppen zusammenzubringen: Sportvermarktung für rund 200 Vereine und Verbände – vom FC St. Pauli über die Basketball- und Handball-Bundesliga bis Alba Berlin –, Datenstrategien für Konzernmarken bei Bertelsmann, Aufbau einer eigenen Markengruppe mit in der Spitze 52 Mio. € Jahresumsatz im Endkundengeschäft, Aufsichtsratsvorsitz im Profifußball. Budgetverantwortung, Vorstandsvorlagen, Wirkungsnachweis: Er kennt die Anforderungen großer Marken aus eigener Praxis.
Und er kennt die andere Seite des Bretts – als Turnierschachspieler mit einer Elo-Zahl von 2100. Wer mit der Chess Media Group spricht, hat beides am Tisch: Marketingpraxis und echte Nähe zum Schach.
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Paul Meyer-Dunker schreibt auf dem Schachfeld.de dieses:
Hallo zusammen, um Missverständnissen direkt vorzubeugen einmal folgende Klarstellung. Es gibt kein finanzielles Risiko für den DSB
Die Vereinbarung ist bewusst so strukturiert: Der DSB stellt die Vermarktungsrechte bereit. Die CMG übernimmt das unternehmerische Risiko und trägt die Kosten für Akquise, Entwicklung und Aktivierung von Partnerschaften. Wenn Sponsoren gewonnen werden, profitiert der DSB und die CMG wird beteiligt. Wenn nicht, entsteht dem DSB kein finanzieller Schaden. Das war uns bei der Gestaltung dieser Vereinbarung von Anfang an ein zentrales Anliegen, und es ist so umgesetzt.
Das Unternehmen wurde in direkter Abstimmung mit dem DSB und im Rahmen unserer Vermarktungsverhandlungen gegründet. Dass der Handelsregistereintrag auf den 22. Juli datiert, ist das Ergebnis eben dieses Prozesses
Die Vermarktung in professionelle Hände zu geben hat das Potential ein bisher weitgehend brach liegendes Feld zukünftig wirklich zu beackern. Ich finde es super, dass das Präsidium neue Dinge ausprobiert, um den Schachbund unabhängiger von den Mitgliedsbeiträgen und dadurch finanziell handlungsfähiger zu machen. Es gibt nichts zu verlieren, aber so viel zu gewinnen.