Teilnehmer*innen in Chemnitz. Photo: Anne Czäczine
Schwarz-weiß und bunt
von Anne Czäczine (und Norman)
Als Einstimmung auf diesen Bericht, die wunderbare Stimmung in unserem Turnier (Livemusik!) und allgemein zur Förderung der guten Laune, seht und hört euch vor dem Weiterlesen bitte zuerst dieses Musikvideo an.
„…bunter als du denkst, zeigt dir so viel Schönes, wenn du ihm Zeit schenkst.“ Schwer zu sagen, ob das auf Schach noch mehr zutrifft als auf Chemnitz. Aber es passt definitiv ideal zum Chemnitzer Schach Cup, zu dem, was wir unseren Gästen zeigen wollten, wie wir Schach und unsere Stadt präsentieren möchten.
Ein eindrucksvolles Wochenende liegt hinter uns (21.-23. August). Stadterkundung am Vormittag, buntes Kulturprogramm am Abend und dazwischen Schach. Acht Frauenteams traten gegen und miteinander an. Gemeinsames mitfiebern, gemeinsame Gespräche, gemeinsame Abendessen.
Alles wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Emanuel Lasker Gesellschaft Berlin und der Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz. Danke!
Hoffentlich ist dieser erste Chemnitzer Schach Cup ein Auftakt, ein erster von vielen. Denn Schach ist nicht nur schwarz-weiß, sondern auch bunt. Gleiches gilt für Chemnitz. Und beides lohnt es zu zeigen.
Ein Rückblick
Chemnitz ist Kulturhauptstadt 2025. Unsere Frauenmannschaft spielt in der 1. Frauenbundesliga. Da tritt Thomas Weischede von der ELG an mich heran und meint: „Da kann man doch was Tolles machen.“
Zuerst leichtes Zögern, doch dieses wich relativ schnell Begeisterung. Begeisterung für die Idee eines internationalen Frauen-Team-Schnellschachturniers. Nun, international ist es zwar leider nicht geworden. Dafür aber konnten wir die Teams aus Harksheide, Berlin, Leipzig, Erfurt, Bad Königshofen und München (von Nord nach Süd) als Gäste gewinnen.
Schon beim ersten gemeinsamen Abendessen im Italiener (Pizzagröße beachten!) merkte man: Alles sympathische Teams, eine super Stimmung und freundliche, beinahe familiäre Atmosphäre.
Auch kurzfristige, krankheitsbedingte Absagen wurden kompensiert. Kurzerhand sprang Kathrin bei Bayern München als Ersatzspielerin ein. Für den Rekordmeister gespielt zu haben, können nicht viele von sich behaupten. Am Ende kam dieses Team, welches auch noch die jüngste Spielerin im Feld aufbot (Annika Giss, 11 Jahre alt), auf einen sehr ordentlichen 5. Platz.
Ergebnisse
Souveräne Turniersieger wurden die Topspielerinnen aus Bad Königshofen. Häufig glänzte am Rundenende dort ein 4-0.
Dabei nochmal herausragend die Deutsche Meisterin WGM Jana Schneider, welche mit 7/7 an Brett 1 dominierte. Kritische Partiephasen (Runden 1 und 3) wurden mit beeindruckender Leichtigkeit gemeistert. Hoffentlich läuft es bei der Schacholympiade ganz genauso (15.-28.09.2026, Samarkand, Usbekistan => Daumen drücken!!).
Die anderen Spielerinnen dieser tollen Mannschaft gönnten der Konkurrenz alle einen vollen Brettpunkt: WGM Olga Babiy wurden von Sana Fock (SC Kreuzberg) bezwungen. WGM Tatjana Melamed trickste sich im Endspiel gegen Paula selbst aus. Und WFM Marianna Grineva musste sich Kristin Müller-Ludwig (Medizin Erfurt) in Folge einer missglückten Eröffnung geschlagen geben.
Der lange Bericht geht weiter auf der Homepage