IM Brüggemann; Photo Erfurter SK
Der Beitrag auf der Homepage des DSB zum Jubiläum von IM Brüggemann wäre uns beinahe durchgerutscht, aber wir holen es hiermit nach: am Tag der Deutschen Einheit vollendete er sein 75. Lebensjahr – wir gratulieren herzlich.
IM Joachim Brüggemann wurde am 3. Oktober 1951 in Erfurt geboren. 1972 gewann er mit der SG Leipzig die DDR-Mannschaftsmeisterschaft, kurz darauf schloss er sich der Erfurter Spielgemeinschaft EVB/Motor West an, die wenig später in die Oberliga aufstieg. Bei der DDR-Einzelmeisterschaft 1978 in Eggesin belegte er hinter Rainer Knaak und Lutz Espig den dritten Platz.
Mit Erfurt wurde er zweimal DDR-Mannschaftsmeister: 1988 mit der BSG Mikroelektronik und 1991 mit dem SV Erfurt-West 90. Den Titel Internationaler Meister trägt er seit 2007.
Nach der Wiedergründung des Thüringer Schachbundes 1990 stand er an dessen Spitze, bis ihm auf dem Landeskongress am 23. April 2005 Diana Skibbe als Präsidentin folgte. Heute ist er Präsident des Erfurter Schachklubs. Der Deutsche Schachbund zeichnete ihn 2000 mit der Silbernen Ehrennadel und 2018 für seine langjährige Vereinsarbeit mit der Lasker-Medaille aus, der Thüringer Schachbund 2005 mit der Goldenen Ehrennadel.
Auch als Senior ist er erfolgreich: Bei der 3. Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft 2015 in Dresden belegte er mit der Mannschaft Thüringens (u. a. mit GM Thomas Pähtz, IM Thomas Casper und FM Bernd Vökler) den vierten Platz in der Altersklasse 50+. 2026 wurde er zum dritten Mal in Folge Thüringer Seniorenmeister der Altersklasse 65+. Bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft 2026 in Dresden wurde er Zweiter der Altersklasse 65+ hinter GM Rainer Knaak und zugleich Deutscher Nestorenmeister (Ü75).
Mit Rainer Knaak verbindet Joachim Brüggemann ein Duell über fast sechs Jahrzehnte: Zwischen der ersten belegten Turnierpartie 1967 und der bislang letzten 2026 liegen 59 Jahre. Die beiden ersten Begegnungen bei den DDR-Jugendmeisterschaften 1967 in Glauchau und 1968 in Neukieritzsch gewann Brüggemann. In den Endrunden der DDR-Meisterschaft behielt später der fünfmalige DDR-Meister Knaak die Oberhand. Zuletzt saßen sich beide in der Schlussrunde der Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft 2026 in Dresden am Spitzenbrett gegenüber – die Partie endete remis.
Der volle Bericht ist nachlesbar unter https://www.schachbund.de/news/glueckwuensche-vom-angstgegner.html.