28.01.2026

4 Gedanken zu „Preisgelder wie im Schlaraffenland!

  1. Das freut mich für unseren deutschen Spitzenspieler, der nun sicherlich keiner finanziellen Förderung mehr durch den Deutschen Schachbund bedarf.

  2. Eine neue Turnierserie muss eben für Aufmerksamkeit mit Geld um sich werfen, offen darüber reden und vor allem reiche Spieler reicher machen. Wie nachhaltig das Ganze ist wird sich zeigen. Keymer, zu Jahresbeginn noch nicht „etabliert“ (noch im August auf Platz 21 der Weltrangliste), durfte ja nur mitspielen weil er Deutscher ist und hat dann vor allem beim ersten Turnier abgesahnt.

    Wenn man auf freestyle-chess.com auf „Show more“ klickt sieht man, dass neben den neun von Gerald erwähnten 30 weitere eher „Krümel“ bekamen: ganz unten Nguyen Ngoc Truong Son und Yu Yangyi je 500$ (wohl Trostpreise für „in einem Qualifikationsturnier knapp gescheitert“), oben Esipenko und Frederik Svane je 25.000$ für den geteilten dritten Platz in Karlsruhe – in diesem offenen Turnier gab es insgesamt 215.000 Euro über 15 Spieler verteilt.

    Ich habe mir mal Preisgelder für andere Turniere angeschaut, nach Gesamtsumme sortiert:

    Weltcup 2 Millionen $ über alle 206 verteilt. Sieger Sindarov 120.000$, aus deutscher Sicht: Donchenko (Viertelfinale) 35.000, Frederik Svane (Achtelfinale) 25.000, Keymer und Blübaum (Runde 4) 17.000, Rasmus Svane (Runde 3) 11.000, Huschenbeth und Kollars (Runde 2) 7.000.

    Grand Chess Tour gut 1,5 Millionen $ über 22 Spieler verteilt. Der Sieger Caruana bekam 289.000$, Keymer bekam … nichts da er auch keine Wildcard für ein Schnell- und Blitzturnier erhielt (2026 sollte er Stammspieler sein)

    ESports World Cup 1,5 Millionen $ für 16 Spieler (auch neu und daher $$$$$)

    Grand Swiss 625.000$ für 50 Spieler. Sieger Giri 90.000, Blübaum und Keymer je 62.000 (Preisgeld wurde bei Punktgleichheit geteilt, Platz im Kandidatenturnier natürlich nicht)

    Europameisterschaft bescheidene 100.000 Euro für (einschließlich Sonderpreise) 35 Spieler, das ist für Weltklassespieler nicht attraktiv. Nicht klar wie Preisgeld bei Punktgleichheit verteilt wurde, vielleicht 20.000 für Blübaum und 15.000 für Frederik Svane, vielleicht (dritter Preis 10.000, auch Rodshtein noch punktgleich) beide 15.000.

    Jedenfalls Blübaum, Frederik Svane und Donchenko waren wohl insgesamt auch „nicht unzufrieden“.

    1. Zum Thema „Preisverteilung bei Europameisterschaften“ liefert ECU Rulebook, D.4.5 die Antwort: „The money prizes will be equally shared among the players with the same score.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert