Liebe Schachfreunde, fast mein ganzes Leben lang spiele ich mit großer Begeisterung Schach, und ich kann echt sagen, es hat sich gelohnt! Man denkt dann unwillkürlich, dass es anderen Menschen auch so gehen müsste, doch dem ist nicht so. Wenn ich mir die neueste Mitgliederstatistik der Landesverbände anschaue, dann kommen mir im Grunde die Tränen:
Bremen: nur 985 Mitglieder. OK ein eher kleiner Stadtstaat, das kann man wohl noch verstehen.
Saarland: 990 Mitglieder. Wie bitte? Ein ganzes Bundesland unter 1000 Schachfreunden?
Meck-Pomm: gerade mal 1.128 Mitglieder. Sieht auf der Karte größer aus, da gingen noch mehr rein!
Brandenburg: 1.709 Schachfreunde. Auch nicht gerade viel für ein Flächenbundesland!
Thüringen: 2.093 Schachjünger. Ziemlich wenig. Ein Bundesland im Herzen von Deutschland!
Hamburg: 2.723 Mitglieder. OK so eine große und bedeutenden Stadt, mit dem berühmten Hamburger Schachklub. und trotzdem keine 3.000 registrierten Mitglieder.
Schleswig-Holstein: 2796. Ein bisschen mehr Hamburg, aber durchaus steigerungsfähig.
Sachsen-Anhalt: 3.084 Schachfreaks. Auch nicht gerade viel.
Berlin. Unsere Hauptstadt: Immerhin 3.259 Mitglieder. Viel? Keineswegs für eine Stadt, die das Schachzentrum Deutschlands sein könnte.
Und so geht es weiter und weiter. Ja die Mitgliederzahlen steigen in den größeren Ländern Zug um Zug, aber ist das nicht etwas traurig, dass sich so wenig Menschen wirklich für Schach interessieren? Also nicht nur hobbymäßig?
Es ist mir schon klar: man muss die Mitgliedszahlen in Relation zu den Einwohnerzahlen setzen, aber mir war jetzt einfach mal danach, nur die absoluten Zahlen zu betrachten…. Im allgemeinen ist es so: etwa jeder tausendste Bürger ist Mitglied im Schachverein.
Nun ja – nicht jeder interessiert sich eben für Könige, Damen, Türme, Läufer, Springer und Bauern!