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Schach-Geschichte-Cup 2026 – History with and along the Queens-Gambit
Anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums ruft die ELG den alljährlichen Schach-Geschichte-Cup ins Leben. Dabei handelt es sich nicht um die Durchführung eines Schach-Turniers, sondern einen bundesweiten Wettbewerb, der mit künstlerischen Mitteln Schach als Kultur- und Bildungsgut in Schachvereinen und Schul-Schach-AGs fördern soll. Der künstlerische Beitrag sollte darin bestehen, literarisch oder literarisch-graphisch ein gesellschaftliches, politisches oder geschichtliches Thema darzustellen. Inhaltlicher Aufhänger soll jährlich stets eine bestimmte Eröffnung sein. Für 2026 soll es das „Damengambit/Queens-Gambit“ sein, nicht nur weil Lasker diese Eröffnung mit einem eigenen Abspiel bereichert hat, sondern weil die erfolgreiche Netflix-Verfilmung des Romans „The Queens Gambit“ von Walter Tevis weltweit zur Verbreitung des Schachs und zur Förderung des Frauenschachs beigetragen hat. Die Verfilmung erfolgte überwiegend in Berlin.
Teilnahmeberechtigt sind jeder Schachverein und jede Schulschach-AG aus Deutschland. Die Beiträge sind in deutscher Sprache zu verfassen und dürfen eine Länge von zehn DIN-A 4 Seiten (einseitig beschrieben, Zeilenabstand 1,5) nicht überschreiten. Inhaltlich muss es einen losen Bezug zur Schachgeschichte anhand des Damengambits und dessen politischer, gesellschaftlicher und/oder zeitgeschichtlicher Bedeutung geben, der z.B. in einer wissenschaftlichen Abhandlung der Entwicklung dieser Eröffnung in einer bestimmten Zeit (Kaiserreich,NS-Diktatur, Kalter Krieg, BRD-DDR, Wiedervereinigung), einer fiktiven Kurzgeschichte (Crime, Humor, Phantasy) oder der Schilderung bedeutsamer politischer, gesellschaftlicher oder geschichtlicher Ereignisse im zeitlichen Zusammenhang mit Schachmomenten stehen, bei denen auch das Damengambit eine Rolle gespielt hat (z.B. 6. Partie WM 1972, 12. Partie WM 2010, WM 1927, Turnier von Cambridge Springs 1904, Kasparovs Qualifikation als WM- Herausforderer mit der Tarrasch-Verteidigung 1982 bis 1984). Ein Bezug zu Lasker ist nicht zwingend geboten, aber natürlich möglich (z.B. Wettkampf Lasker – Tarrasch von 1908 um den weltbesten Spieler).
Auch die literarische Darstellung einer Unterrichtsrunde zum Queens Gambit im Verein oder der AG mit Integration von Flüchtlingen usw. könnte diese Anforderung erfüllen Je kreativer und origineller die Beiträge sind, desto besser! Das Ziel des Wettbewerbs besteht darin, mit dem jeweiligen Beitrag das Schach als lebhaften Teil des gesellschaftlichen Lebens mit all seinen Facetten und Bezügen zu Kunst, Kultur, Sport, Wissenschaft und Spiel aufzugreifen und unterhaltsam abzubilden. Auch ein Kurz-Comic mit gezeichneten Bildern im Stile eines Asterix-Comics oder der Romanreihe Greg’s Tagebücher oder als Graphic-Novel sind als Stilmittel zulässig.
Der Einsendeschluss für alle Beiträge ist der 20. Juli 2026 (Tag des Schachs). Jeder Verein oder jede AG kann auch mehrere Einzelbeiträge ihrer ständigen Mitglieder einreichen. Interne Kooperationen von Vereinen und AGs mit Dritten (Künstler, Wissenschaftler, Lehrer, Eltern usw.) sind zulässig, solange diese Dritten nur unterstützend mitwirken. Der Beitrag sollte das Ergebnis einer internen Team-Arbeit sein.
Die Anzahl der Beiträge muss aus organisatorischen Gründen auf 64 Einzelbeiträge begrenzt werden. Jeder Teilnahmeinteressent kann sich bis zum 01. März einen Teilnahmeplatz reservieren lassen, muss sich dann aber auch verpflichten, einen Beitrag fristgerecht zu leisten. Ohne fristgerechte Reservierung ist keine weitere Teilnahme möglich. Pro Verein oder AG können maximal zwei Einzelbeiträge reserviert werden. Alle Reservierungen erhalten auf Kosten der ELG eine ChessMap zum Queens Gambit.
Die Korrespondenz ist allein per E-Mail unter in**@*****************ft.de zu führen. Beiträge, die nach Fristablauf eingereicht werden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Die besten 25 Beiträge sollen von der ELG publiziert werden. Diese Beiträge werden von einer Jury ausgewählt, die auch die besten drei Beiträge prämieren wird. Die Mitglieder der Jury wird auf drei Personen begrenzt, die die ELG auswählen wird.
Jeder von den prämierten 25 besten Beiträgen erhält von der ELG mindestens eine Spende von 100,-€ für seinen Verein oder seine AG. Bei den besten drei wird dies auf 500,-€ (1. Platz, 300,-€ (2. Platz) und 200,-€ (3. Platz) erhöht. Diese 25 Preisträger werden zum 01. September 2026 bekannt gegeben.
Mit der Einsendung ist die Erklärung abzugeben, dass der ELG alle Verwertungsrechte an der Publikation dauerhaft und unentgeltlich überlassen werden, damit die Möglichkeit der uneingeschränkten Publikation besteht. Ob und wie publiziert wird, entscheidet allein die ELG.
Beiträge, die den Werten des Schachs, den Zielen des Schach-Geschichts-Cups oder der Satzung der ELG widersprechen, sind unzulässig und können von der ELG von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Insofern muss jeder Beitrag auch dazu dienen, gemeinsam mit der ELG die Werte des Schachs zu teilen, namentlich Respekt, Toleranz, Chancengerechtigkeit und Zivilcourage, getreu dem Motto der ELG „Share-the-values-of-chess-with us“.
Der Rechtsweg ist überall ausgeschlossen.
Wer daher mitmachen und sich Chancen für einen Platz unter den besten 25 sichern möchte, sollte sich umgehend mit mindestens einem, besser zwei Einzelbeiträgen reservieren lassen. Spätestens mit Ablauf des 01. März 2026 sind keine Reservierungen mehr möglich. Ohne Reservierung keine Teilnahme. Die Reservierungen werden nach Eingang der Reservierungsmail vergeben, mithin gilt „First come first serve“. Eile ist daher ratsam. Dabei ist mit der Bitte um Reservierung (Reservierungsmail) zwingend anzugeben, ob ein oder zwei Einzelbeiträge geleistet werden sollen. Die Autoren und einzelnen Teammitglieder, die konkret den Einzelbeitrag gemeinsam erstellt haben, sind erst mit Einreichen des Beitrages (Deadline 20. Juli 2026) mitzuteilen.