Vor Jahren habe ich Schulschachpatentkurse von Frauen für Frauen mitorganisiert, und es war ein sehr hartes Brot. Leonid Löw von der DSJ meinte damals mit weisen Worten: „Die Randgruppe einer Randgruppe zu erreichen ist sehr, sehr schwierig!“ Dieselben Erfahrungen machen die wackeren Kämpfer der DSB und des DSB auch bei den Regionalkonferenzen für Mädchen und Frauen. Ob man die Konferenzen nicht besser in Großstädte verlegt hätte, ist nicht nur mein Gedanke. Ich hoffe, die Abschlusskonferenz in Dresden wird ein Erfolg, da sind viele Rahmenbedingungen schon einmal richtig gut!
Jetzt kommt die DSJ zur Sprache!
Fortsetzung der Reihe der Regionalkonferenzen in Thüringen
Bei der dritten Regionalkonferenz Ost des Projekts Frauen- und Mädchenschach trafen sich Engagierte aus Brandenburg, Sachsen und Thüringen beim SC Nordhausen. Intensive Diskussionen und neue Daten machten deutlich: Leistungsangebote gibt es genug – doch breitensportliche Formate und starke Netzwerke für Mädchen und Frauen fehlen vielerorts. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Teilhabe – mit Blick auf die Abschlusskonferenz in Dresden.
Die dritte Regionalkonferenz des gemeinsamen DSB/DSJ Projektes Frauen und Mädchenschach, die Konferenz Ost, fand in den Vereinsräumen des SC Nordhausen am Rande des Harzes in Thüringen statt. Der SC Nordhausen hatte in seine Vereinsgaststätte Brandenburg eingeladen, immerhin ein Verein mit einer weiblichen Trainerin, Varvara Anisheva, die in Schulen und im Verein Jugendarbeit betreibt: Insgesamt nahmen an der Konferenz Teilnehmende aus 3 Bundesländern teil, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.
War die Teilnehmerzahl so peinlich gering, dass sie verschwiegen wird? Bisher 13, ausgefallen, 16 Teilnehmer/innen, nun bicg weniger?
Und warum gibt es noch eine Abschlusskonferenz, wenn offensichtlich kaum Interesse am Thema besteht?
Warum werden Kosten verursacht, wenn eine Online Konferenz billiger gewesen wäre und einen weitaus größeren Kreis einbezogen hätte?
Wann endlich werden die Daten der Umfrage etc. veröffemtlich?
Zitat: „…breitensportliche Formate und starke Netzwerke für Mädchen und Frauen fehlen vielerorts.“
Das kann bedeuten, dass es keine Angebote gibt – aber auch, dass keine Nachfrage danach besteht!
Auf dem Bild sind doch ganz viele Frauen zu sehen 🙂
Hallo Heinz,
Das macht ja keinen Sinn, jetzt mittendrin das Projekt mit den Regionalkonferenzen abzubrechen, ich vermute, das würde auch Lilly Hahn, die die wissenschaftliche Eminenz hinter diesem Projekt ist, nicht wollen.
Ich finde es schon gut, dass Interessierte im persönlichen Kontakt miteinander über die Thematiken, wie man Frauen und Mädchen im Schach mehr fördern könnte, diskutieren. Das halte ich für besser, als Online-Gespräche.
Ich selber vertrete eine Abweichende Meinung in der Form, dass man nicht ins Gegenteil verkehren soll, indem man – überall – die wenigen weiblichen Spielerinnen von den männlichen Spielern absondert.
Natürlich sollte auch die geplante Abschlusskonferenz stattfinden, aber diesmal in der Großstadt Dresden zusammen mit einem anderen Schach-Event, und da wird sich zeigen, ob das mehr Konferenzteilnehmer/innen hervorbringt. Das bietet die große Chance, dass das passieren wird.
Wenn auch die Abschlusskonferenz stattgefunden hat, macht es Sinn, die Frage nach den Fragebögen nochmal zu stellen.