06.09.2026

2 Gedanken zu „Die zehn größten Schachspieler aller Zeiten!

  1. Vor 30 Jahren reichte eine Elo von 2750 nicht mehr aus, um die Weltrangliste anzuführen (Juli 1996: Kasparow 2785, Karpow 2775, Kramnik 2765, und erst dann folgten Topalow und Anand mit je 2750)…
    Ganz allgemein sollte nicht die Frage unter den Tisch fallen, wie schwer es Titelanwärtern gemacht wurden, den Weltmeister zu entthronen.
    Bis zum zweiten Weltkrieg konnte sich der Weltmeister aussuchen, gegen wen er seinen Titel verteidigte, und auch die Privilegien des Titelverteidigers waren im Laufe der Zeit unterschiedlich stark ausgeprägt.
    Besonders stark hat offensichtlich Botwinnik vom Titelträger-Bonus profitiert (1951 Titelverteidigung mit einem 12:12 gegen Bronstein, 1954 Titelverteidigung mit einem 12:12 gegen Smyslow, 1957 Titelverlust gegen Smyslow und Rückgewinn im Revanchekampf 1958, 1960 Titelverlust gegen Tal und Rückgewinn im Revanchekampf 1961; erst nach Abschaffung des Revanchekampfes wurde er 1963 von Petrosjan endgültig entthront).
    Botwinnik war allerdings weder der einzige Weltmeister, der mit einem Unentschieden seinen Titel verteidigte (dies gelang außerdem 1910 Lasker gegen Schlechter, 1987 Kasparow gegen Karpow und 2004 Kramnik gegen Leko), noch der einzige, der nach seinem Titelverlust Anspruch auf ein Revanchematch hatte (dies gilt auch für Karpow, der 1985 den Titel an Kasparow verlor und 1986 auch in der Revanche unterlag).

    1. Hallo Holger, solche Zahlenangaben sollten natürlich nicht wörtlich genommen werden, sondern dienen nur zur Veranschaulichung der Größenordnung.

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