TOP 10 der Schachgeschichte. Quelle Grok KI
Immer wieder taucht die Frage auf, wer waren eigentlich die besten Schachspieler aller Zeiten? Und immer wieder wird die Frage unterschiedlich beantwortet. Es wird natürlich auch nie eine endgültige Antwort auf die Frage geben. Aber wir wollen es trotzdem versuchen.
Aber wenn man eine solche Liste erstellt, muss natürlich einiges beachtet werden:
1. Es müssen mehrere Kriterien herangezogen und individuell bewertet werden. Oder anders formuliert: es genügt nicht, dass einer 10 Jahre lang die höchste Elo-Zahl hatte oder ebenso lange Weltmeister war. Wer war am längsten Weltmeister? Lasker! Ist er deshalb der stärkste Schachspieler aller Zeiten? Sicherlich nicht!
2. Die Dauer des Verbleibs im Amt und der Abstand zur Konkurrenz ist allerdings ein sehr wichtiges Kriterium. Aus diesem Grunde muss Robert Fischer, sicher einer der genialsten Spieler aller Zeiten hinter die Konkurrenz zurückfallen, denn er war nur drei Jahre lang Weltmeister.
3. Die historische Vergleichbarkeit der Elozahlen. Man darf die Elozahlen von vor 30 oder 40 Jahren nicht 1:1 gegen die heutigen vergleichen. Damals hatte der beste Spieler der Welt vielleicht 2750 Elo, heute 2830 Elo.
4. Und last but not least: die Weltkriege. Aljechin hat seinen Titel im zweiten Weltkrieg sechs Jahre lang nicht verteidigt, und Lasker mehr als fünf Jahre. In beiden Fällen führte dies zu einem überlangen Tragen des WM-Titels. Dazu kam noch, dass Lasker lange einen großen Bogen um Capablanca machte, und Aljechin genauso, nachdem er ihm den WM-Titel abnahm. „Capa“ hätte also deutlich länger Weltmeister sein können.
5. Schließlich müsste man auch noch das Niveau der Konkurrenz einließen lassen, das heutzutage wohl höher als jemals in der Geschichte des Schachs ist. Aus diesem Grunde ist für mich persönlich Carlsen der stärkste Spieler aller Zeiten, denn er dominiert die Weltspitze seit 15 Jahren.
Hier nun also „meine“ Liste, ermittelt durch Perplexity (neueste Version) aufgrund meiner Vorgaben:

Wie gesagt, ich würde Carlsen an eins und Kasparow an zwei setzen, aber der Abstand nach Punkten ist eh sehr gering, und es ist klar, dass die beiden in der Schachgeschichte konkurrenzlos sind. Carlsen stünde aber wohl auf Nummer 1, wenn er seinen Titel vor 3 Jahren nicht kampflos abgegeben hätte.
Mit einigem Abstand folgt Karpow, der dominierende Spieler von 1975 bis 1985. Für mich die klare Nummer 3 der Schachgeschichte!
Zu beachten ist, dass Aljechin, Anand und Botwinnik hier ex aequo geführt werden.
Capablanca ist meiner Meinung nach etwas zu niedrig bewertet und vielleicht auch Bobby Fischer, aber auch zu recht, weil er sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms vom Schach zurückzog.
Vor 30 Jahren reichte eine Elo von 2750 nicht mehr aus, um die Weltrangliste anzuführen (Juli 1996: Kasparow 2785, Karpow 2775, Kramnik 2765, und erst dann folgten Topalow und Anand mit je 2750)…
Ganz allgemein sollte nicht die Frage unter den Tisch fallen, wie schwer es Titelanwärtern gemacht wurden, den Weltmeister zu entthronen.
Bis zum zweiten Weltkrieg konnte sich der Weltmeister aussuchen, gegen wen er seinen Titel verteidigte, und auch die Privilegien des Titelverteidigers waren im Laufe der Zeit unterschiedlich stark ausgeprägt.
Besonders stark hat offensichtlich Botwinnik vom Titelträger-Bonus profitiert (1951 Titelverteidigung mit einem 12:12 gegen Bronstein, 1954 Titelverteidigung mit einem 12:12 gegen Smyslow, 1957 Titelverlust gegen Smyslow und Rückgewinn im Revanchekampf 1958, 1960 Titelverlust gegen Tal und Rückgewinn im Revanchekampf 1961; erst nach Abschaffung des Revanchekampfes wurde er 1963 von Petrosjan endgültig entthront).
Botwinnik war allerdings weder der einzige Weltmeister, der mit einem Unentschieden seinen Titel verteidigte (dies gelang außerdem 1910 Lasker gegen Schlechter, 1987 Kasparow gegen Karpow und 2004 Kramnik gegen Leko), noch der einzige, der nach seinem Titelverlust Anspruch auf ein Revanchematch hatte (dies gilt auch für Karpow, der 1985 den Titel an Kasparow verlor und 1986 auch in der Revanche unterlag).
Hallo Holger, solche Zahlenangaben sollten natürlich nicht wörtlich genommen werden, sondern dienen nur zur Veranschaulichung der Größenordnung.