Usbekische Nationalmannschaft. Quelle: Chessbase Nepal
Usbekistan hat seine Meister nach ihrem historischen Sieg bei der 46. FIDE-Schacholympiade 2026 in Samarkand geehrt. Jedes Mitglied der mit der Goldmedaille ausgezeichneten Open-Mannschaft – Nodirbek Abdusattorov, Javokhir Sindarov, Nodirbek Yakubboev, Shamsiddin Vokhidov und Mukhiddin Madaminov – erhält
- 200.000 US-Dollar,
- ein Haus und
- einen Volkswagen Teramont Pro im Wert von ca. 35.000 Euro.
Der Staat hat die Spieler zudem mit nationalen Auszeichnungen geehrt. Javokhir Sindarov erhielt einen hohen Orden, während Nodirbek Abdusattorov, Nodirbek Yakubboev und Shamsiddin Vokhidov zu „Ehrensportlern der Republik Usbekistan“ ernannt wurden. Mukhiddin Madaminov erhielt den Titel „Stolz Usbekistans“.
Die Bronzemedaillengewinner im Paralympics-Schach – Kimsanboev, Shayusupov, Zaynidinov, Mamarajabov und Kakishova – erhalten jeweils
- 50.000 US-Dollar,
- ein Haus und
- ein Auto.
Alle fünf wurden zudem mit dem Orden „Mardlik“ (Mut) ausgezeichnet.
Die Trainer Rustam Kasimdzhanov und Samandar Shermuhammadov erhielten jeweils
- ein Auto und
- den Titel „Verdienter Sporttrainer der Republik Usbekistan“.
Eine bemerkenswerte Art, Usbekistans Schachmeister zu feiern!
Und nun spekulieren wir darüber, was die deutschen Helden für ihre Bronzemedaille vom Staat bekommen:
- Vermutlich 100.000 Euro pro Spieler
- Eine Wohnung mit 40 Quadratmetern
- Und einen VW Golf
Und nun Ironie off. Ihr habt glaube ich gemerkt, wo der Wurm liegt. Schach hat in Deutschland nicht den Stellenwert wir in Usbekistan!
Hängt wohl auch damit zusammen, dass Usbekistan nur auf diesem Felde Weltklassespieler aufbieten kann.
„Ehrung nach usbekischer Art“ trifft es recht gut. Die 2024 in Paris erfolgreichen Olympionik*innen erhielten ähnliche Prämien:
Gold: 200.000 US-Dollar + Chevrolet Tahoe + Haus
Silber: 100.000 US-Dollar + BYD Song Plus EV + Wohnung
Bronze: 50.000 US-Dollar + BYD Song Plus DM-i + Wohnung
Der BYD Song Plus ist ein SUV.
Die Prämien waren bereits vor den Olympischen Spielen bekannt. Und die Usbeken waren ausgesprochen erfolgreich: 8 Gold-, 2 Silber- und 3 Bronzemedaillen.
Die großzügige Belohnung der Schacholympiasieger ist also offenbar weniger eine Besonderheit des Schachs als Teil einer generell sehr großzügigen staatlichen Sportförderung.