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Am vergangenen Wochenende wurden in den zweiten Ligen bereits die letzte beiden Rundes gespielt, sodass nun die Sieger und Verlierer feststehen.
In der Nordliga setzte sich der ehemalige Bundesligist SC Remagen-Sinzig gegen den SV Erkenschwick mit 3 Mannschaftspunkten Vorsprung durch. Leider auch ein Verein, der fast komplett ohne Deutsche auskommt (GM Romuald Mainka steht zwar im Kader, wurde aber nicht eingesetzt).

Die Absteiger kommen aus Aachen, Hannover und Magdeburg.
In der Südliga gab es ein dramatisches Finale zwischen den SF Bad Mergentheim und dem Münchener Schachclub 1836, das ersterer für sich entscheiden konnte. Somit kam es zu folgendem Endstand:

Die Absteiger kommen aus Schönaich, Aue und Heidesheim.
Der MSC 1836 ist nun berechtigt, gegen den SV Erkenschwick ein Match um den dritten Aufsteiger in die deutsche Spitzenliga zu spielen. Ob er dieses Recht wahrnimmt, wird sich zeigen. Die erste Bundesliga ist ja oft auch ein finanzielles Abenteuer.
Traurigerweise muss man feststellen, dass auch in der zweiten Liga bei den Spitzenteams immer weniger Deutsche im Einsatz sind. Bei den SF Bad Mergentheim kam mit IM Alexander Gasthofer nur ein Deutscher mit gerade mal 2 Partien zum Einsatz. Doch der SC Remagen konnte diesen „Negativrekord“ mit null Deutschen noch locker übertrumpfen.
Die Untätigkeit des Deutschen Schachbunds bei diesem sensiblen Thema ist wirklich frappierend. Deutsche Meisterschaften ohne Deutsche.