Hallo Adrian, könntest du dich kurz vorstellen?
mein Name ist Adrian Schoeneshoefer, ich bin 27 Jahre alt und habe einen Masterabschluss in Sustainable Business Transitions. Außerdem bin ich seit über 10 Jahren aktiver Turnierschachspieler.
Ich habe ChessConnect gemeinsam mit meinem Cousin Nathan gegründet. Innerhalb von ChessConnect bin ich hauptsächlich für schachbezogene Inhalte, Community-Management und unsere Social-Media-Präsenz verantwortlich, und trage dazu bei, unsere Vision sowohl auf als auch neben dem Brett zum Leben zu erwecken.
Und ich bin Nathan! Ich bin vor allem für die technische Entwicklung von ChessConnect zuständig, einschließlich der Entwicklung und Wartung unserer Website, iOS- und Android-App sowie der Backend-Systeme. Als Schachanfänger habe ich durch die Entwicklung der App selbst viel über das Spiel gelernt und wurde zunehmend von der lebendigen Over-the-Board-Schachszene inspiriert.
Was ist die App ChessConnect?
Während der COVID-19-Pandemie erlebte Schach – auch durch die Serie The Queen’s Gambit – einen enormen weltweiten Aufschwung. Ich selbst habe damals aktiv in Online-Quarantänen Ligen gespielt, doch als die Einschränkungen aufgehoben wurden, fehlten mir zunehmend das klassische Brettspiel und die persönlichen Begegnungen.
ChessConnect wurde genau entwickelt, um diese Lücke zu schließen, indem wir den Online-Boom mit der Offline-Schachwelt verbinden. Unser Ziel ist es, die globale Schachgemeinschaft zu stärken und weiter auszubauen, indem wir es einfacher denn je machen, sich zu treffen, zu spielen und Turniere zu organisieren.
Über die App können Spieler lokale Schachvereine, lockere Treffen und Turniere entdecken. Zusätzlich lassen sich Turniere einfach erstellen und verwalten – darunter Schweizer System, einfaches Rundenturnier und doppeltes Rundenturnier. Spieler können optional ihre Chess.com- oder Lichess-Accounts verknüpfen, um eine transparente Einschätzung der Spielstärke zu ermöglichen.
Wir glauben fest daran, Schach durch Zugänglichkeit zu fördern – indem wir es jedem ermöglichen, eigene Turniere zu organisieren oder eine lokale Community aufzubauen. Nutzer können Clubs erstellen, andere einladen und sich über eine interaktive Karte vernetzen.
Aktuell arbeiten wir unter anderem mit Schachtreff Hamburg sowie weiteren Vereinen in der Region zusammen, die ihre Events über ChessConnect organisieren. Neben Events bietet die App auch soziale Funktionen: Spieler können Freunde hinzufügen, direkt kommunizieren und ihr Netzwerk erweitern.
ChessConnect ist auf iOS, Android sowie über unsere Webplattform unter ChessConnect.eu verfügbar.
Was sind die Vorteile – und woran arbeitet ihr noch?
Einer der größten Vorteile von ChessConnect ist, wie einfach es insbesondere für Einsteiger oder Wiedereinsteiger ist, lokale Schachangebote zu finden. Die App bietet eine zentrale und übersichtliche Darstellung von Vereinen, Turnieren und Treffen – etwas, das bisher oft unübersichtlich und schwer zugänglich war.
Auch Vereine nutzen ChessConnect zunehmend zur Organisation interner Turniere, Blitzabende und Community-Events. Unsere Nutzerbasis wächst stetig, und wir sind bereits in 43 Ländern verfügbar.
Gleichzeitig entwickeln wir die Plattform kontinuierlich weiter. Aktuell arbeiten wir an vier großen Features:
- Integriertes Bezahlsystem: Viele Turniere haben Startgebühren – diese sollen künftig direkt in der App abgewickelt werden können.
- ChessConnect-Rating: Ein eigenes Bewertungssystem für ChessConnect-Turniere, mit dem Spieler ihre Leistung und Entwicklung verfolgen können.
- QR-Code-Check-in: Zur Vereinfachung der Turnierorganisation führen wir ein QR-basiertes Check-in-System ein. So können sich Spieler, auch spontan vor Ort – schnell registrieren, was den organisatorischen Aufwand reduziert.
- Chess Travel: Ein Feature, auf das ich mich besonders freue. Nutzer können damit weltweit Schachangebote entdecken. Wenn man zum Beispiel nach Portugal reist und ein Blitzturnier spielen möchte, hilft ChessConnect dabei, passende Events zu finden.
Ergänzt wird das durch ein intelligentes Tagging-System, bei dem Nutzer bis zu fünf Interessen aus über 20 Schachkategorien auswählen können. Dadurch entstehen personalisierte Empfehlungen und eine bessere Vernetzung.
Zusätzlich entwickeln wir ein Badge- und Achievement-System, inklusive Integration von Titeln aus Chess.com und Lichess. Spieler werden für Erfolge wie Siege gegen Titelträger oder den Aufbau eines Netzwerks belohnt – was dem Ganzen eine spielerische Komponente verleiht.
Ist die App wirklich kostenlos?
Ja, ChessConnect ist aktuell für alle Nutzer und Vereine kostenlos.
Für Organisatoren und Gruppen, die regelmäßig Turniere veranstalten, bieten wir ein Abonnement an. Diese umfasst erweiterten Funktionen wie das Verwalten von Turnierserien, mehrere Administratoren, bessere Sichtbarkeit auf der Karte sowie zusätzliche Turnier-Features wie automatische Starts.
Das klingt nach großem Engagement – habt ihr weitere Pläne zur Förderung des Schachs?
Absolut. Unsere langfristige Vision ist es, die globale Schachgemeinschaft weiter zu stärken, indem wir eine nahtlose Verbindung zwischen Online- und Offline-Schach schaffen.
Weltweit finden bereits unzählige Schachveranstaltungen statt – unser Ziel ist es, die zentrale Plattform zu werden, auf der diese entdeckt, organisiert und erlebt werden.
Derzeit entwickeln wir eine Lösung, um bestehende Spielerpässe nahtlos in unsere App zu integrieren. Diese würden es Gelegenheitsspielern ermöglichen, als passive Mitglieder einem Verein beizutreten und dennoch an offiziellen DWZ- oder FIDE-Turnieren teilzunehmen. Die Lizenz würde direkt im Profil des Spielers in der App integriert sein.
Unser Ziel ist es letztlich, Schach zugänglicher, besser organisiert und global stärker vernetzt zu machen – und gleichzeitig Menschen zu motivieren, zu reisen, zu spielen und Teil der Schach Community zu werden.