Bereits kurz nach Erscheinen von Die Legenden des Schachs habe ich das ambitionierte Buchprojekt von Artur Jussupow und Carsten Hensel in einem ersten Artikel vorgestellt. Schachkicker-Chefredakteur Gerry Hertneck hat ebenfalls seine Eindrücke geschildert. Und Schachjournalist Hartmut Metz brachte sogar den Titel „Schachbuch des Jahres“ ins Spiel. Tatsächlich scheint das Interesse außergewöhnlich groß zu sein: Allein bei den Chess Tigers wurden bis zum 1. November bereits 38 Exemplare verkauft – eine bemerkenswert hohe Zahl für ein Schachbuch dieser Preisklasse.
Inzwischen liegt das 816 Seiten starke Werk auch vor mir. Die Lektüre hat mir zahlreiche neue Einblicke eröffnet, überraschende historische Zusammenhänge aufgezeigt und einige Fragen aufgeworfen, die durchaus zum Widerspruch anregen.
Doch wie nähert man sich eigentlich einem Schachbuch dieses Umfangs? Und wie verhindert man, dass es das Schicksal so vieler anderer Schachbücher teilt, die man voller Vorfreude kauft, ein wenig durchblättert und dann ungelesen im Bücherregal verschwinden lässt?
Natürlich könnte man ganz klassisch mit den Vorworten beginnen. Die Ehre der ersten Zeilen im Buch erhält der der amerikanische Ökonomieprofessor und GM Kenneth Rogoff, der die Gelegenheit allerdings vor allem dazu nutzt (oder missbraucht?), Werbung für sein eigenes Buch über den amerikanischen Dollar zu machen.
Deutlich unterhaltsamer gestaltet Großmeister Helmut Pfleger (ist er nicht selbst eine Schachlegende?) seinen Beitrag. Er plaudert aus seinem reichen Erfahrungsschatz: Bobby Fischer und Anatoli Karpow waren bei ihm zu Hause zu Gast, und mit fünf der 64 porträtierten Schachlegenden hat er sogar Tischtennis gespielt.
Eine hübsche Verbindung zu Mitautor Carsten Hensel, der selbst Tischtennisspieler war und bei der Tischtennis- Weltmeisterschaft 1989 in Dortmund organisatorische Erfahrungen sammelte. Später machte er sich im Schach als Turnierorganisator und Manager von Wladimir Kramnik und Peter Leko einen Namen.

Carsten Hensel, Bild: legends-of-chess.de
Ein anderer – vielleicht schönerer – Zugang zu dem Buch wäre, es zunächst einmal Seite 576 aufzuschlagen. Dort wartet auf 32 Seiten eine fotografische Zeitreise durch die Schachgeschichte: 64 Aufnahmen, von historischen Bildern aus längst vergangenen Epochen bis zu Fotografien aus jüngerer Zeit, teilweise aus Hensels persönlichem Archiv. Beim Betrachten dieser Bilder wird man unweigerlich neugierig auf die Geschichten hinter den Gesichtern. Wer waren diese Menschen? Was machte sie so außergewöhnlich? Und warum eigentlich ist die elegante Kleidung mit Anzug und Krawatte an den Schachbrettern aus der Mode gekommen?
64 Legenden aus drei Jahrhunderten
Von François-André Danican Philidor bis zum heutigen (Noch?)-Weltmeister Gukesh reicht das Spektrum, das Jussupow und Hensel auf 816 Seiten behandeln. 56 Männer und acht Frauen haben die Autoren ausgewählt, um anhand ihrer Lebensgeschichten die Entwicklung des modernen Schachs nachzuzeichnen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Aneinanderreihung von Biografien. Die Autoren wollen Zusammenhänge aufzeigen, Entwicklungen erklären und herausarbeiten, was die jeweiligen Persönlichkeiten zu etwas Besonderem machte.
Hensel erzählte mir in einem persönlichen Gespräch, wie überrascht die beiden Autoren während ihrer Arbeit selbst von manchen historischen Zusammenhängen gewesen seien. Je intensiver sie sich mit den einzelnen Persönlichkeiten beschäftigten, desto deutlicher sei geworden, wie eng deren Lebenswege und die großen Entwicklungen der Schachgeschichte miteinander verflochten sind.
Die Beschränkung auf 64 Persönlichkeiten dürfte Hensel und Jussupow einiges Kopfzerbrechen bereitet haben. Wie schwer muss es ihnen gefallen sein, einen einflussreichen Schachtheoretiker wie Richard Réti (vgl. das berühmte Réti-Manöver) oder einen langjährigen Weltklassespieler wie Lewon Aronjan, der mit 2830 die vierthöchste Elo aller Zeiten erzielte, außen vor zu lassen? Über solche Entscheidungen lässt sich trefflich streiten. Andererseits liegt gerade in dieser Begrenzung ein Reiz des Buches.
Historische Rätsel und menschliche Tragödien
Besonders reizvoll sind die zahlreichen Entdeckungen, auf die man beim Lesen und Durchblättern stößt.
Da ist beispielsweise der bis heute nicht zweifelsfrei geklärte Tod Alexander Aljechins im portugiesischen Exil 1946. Die Autoren berichten von Gesprächen mit dessen Sohn, der den bemerkenswerten Satz äußerte: „Der Arm Moskaus reichte bis nach Portugal.“ Ob politische Machenschaften tatsächlich eine Rolle spielten, bleibt ungeklärt. Aber die Geschichte zeigt, wie eng Schach und Weltpolitik miteinander verwoben sind.
Auch medizinische Schicksale ziehen sich durch die Schachgeschichte. Der Amerikaner Harry Nelson Pillsbury starb 1906 im Alter von nur 33 Jahren. Seine geistige Verwirrung und sein gesundheitlicher Verfall wurden damals den enormen Anstrengungen seiner spektakulären Blindsimultanvorstellungen zugeschrieben. Heute gilt eine progressive Paralyse infolge einer Syphilisinfektion als Ursache.
Oder nehmen wir Henrique Mecking. Der Brasilianer mit deutschen Wurzeln gehörte in den 1970er-Jahren zur absoluten Weltspitze. Bobby Fischer soll ihn einmal als seinen gefährlichsten Gegner bezeichnet haben. Doch eine schwere Autoimmunerkrankung unterbrach seine Karriere. Was wäre aus Mecking geworden, wenn ihn die Krankheit nicht zurückgeworfen hätte? Hätte er womöglich sogar Weltmeister werden können?
Mit besonderem Interesse habe ich das Porträt von Viswanathan Anand gelesen, den ich schon lange bewundere. Dabei bin ich auf manche überraschende Einzelheit gestoßen – etwa darauf, dass sogar ein Asteroid nach dem indischen Ex-Weltmeister benannt wurde. Diese besondere Ehre muss er sich allerdings mit Anatoli Karpow teilen, nach dem ebenfalls ein Himmelskörper benannt wurde.
Es sind solche kleinen Entdeckungen, die das Buch so lesenswert machen.
Schachliche Visitenkarten
Eine besonders gelungene Idee ist es, die 64 Persönlichkeiten auch anhand ausgewählter Partien vorzustellen, die gewissermaßen als ihre schachlichen Visitenkarten dienen.
Hier kommen vor allem Artur Jussupows Fähigkeiten zum Tragen. Der frühere WM-Kandidat, langjährige Weltklassespieler und renommierte Schachtrainer erläutert anhand von insgesamt 149 kommentierten Partien und Partiefragmenten die besonderen Fähigkeiten und charakteristischen Spielweisen der porträtierten Meister.

Artur Jussupow, Bild: legends-of-chess.de
Damit ergänzen sich die beiden Autoren hervorragend. Während Hensel seine historischen Kenntnisse, persönlichen Erfahrungen und Einsichten in das professionelle Schachmanagement einbringt, sorgt Jussupow für die schachliche Substanz.
Allerdings ist die Materialfülle gewaltig. Wer sämtliche Analysen gründlich am Brett nachspielen möchte, dürfte damit allein mehrere Monate (oder Jahre?) beschäftigt sein. Eine Beurteilung der Analysen wäre deshalb vermessen.
Überhaupt ist Die Legenden des Schachs kein Buch, das man unbedingt von der ersten bis zur letzten Seite durcharbeiten muss. Es lädt vielmehr dazu ein, sich einzelne Persönlichkeiten herauszugreifen, ihre Geschichten zu lesen und bei ausgewählten Partien tiefer einzusteigen.
Kramnik – Einblicke hinter die Kulissen
Besonders aufschlussreich sind naturgemäß jene Porträts, bei denen die Autoren aus eigener Erfahrung schöpfen können. Das gilt vor allem für Wladimir Kramnik, den Hensel über viele Jahre als Manager begleitete.
Artur Jussupow betrachtet Kramniks Sieg über Garri Kasparow im WM-Kampf 2000 als „die herausragendste strategische Leistung in der Historie unseres Denksports“. Hensel wiederum hält Kramnik rein spielerisch durchaus für einen Kandidaten, der mit Kasparow um den Titel des größten Spielers aller Zeiten hätte konkurrieren können. Was ihm dazu fehlte, waren nach Hensels Einschätzung der unbedingte Siegeswille, die Energie und die konsequente Ergebnisorientierung.
Eine besonders interessante These betrifft Kasparow selbst. Als dieser Kramnik 1995 in sein Vorbereitungsteam für den WM-Kampf gegen Viswanathan Anand holte, beging er möglicherweise einen folgenschweren strategischen Fehler. Zwar verteidigte Kasparow seinen Titel, doch sein junger Sekundant lernte dabei aus erster Hand, wie sich ein Weltmeister auf entscheidende Wettkämpfe vorbereitet. Fünf Jahre später war es ausgerechnet Kramnik, der Kasparows 15-jährige Regentschaft beendete.
Hatte sich der Weltmeister seinen späteren Bezwinger gewissermaßen selbst herangezogen?
Auch die Schattenseiten der Kramnik-Biografie werden nicht ausgespart. Hensel setzt sich mit Kramniks inzwischen kreuzzugartig geführtem Kampf gegen vermeintlichen Betrug durchaus kritisch auseinander. Zugleich verteidigt er seinen ehemaligen Schützling, indem er Institutionen wie der FIDE und Chess.com vorwirft, dessen Hinweise nicht ausreichend ernst genommen zu haben.
Der Legend Score – Eine streitbare Rangliste
Am Ende des Buches wagen sich Jussupow und Hensel auf interessantes, aber dünnes Eis. Mit ihrem sogenannten „Legend Score“ bewerten sie die 64 Persönlichkeiten anhand zahlreicher Kriterien und erstellen daraus eine Gesamtrangliste.
Bis zu 1.000 Punkte können vergeben werden. Berücksichtigt werden Spielstärke, sportliche Erfolge, Talent, kognitive Fähigkeiten, Charaktereigenschaften, Beiträge zur Entwicklung des Schachs und dessen Popularisierung. Sogar das sogenannte Handicap der frühen Geburt fließt in die Wertung ein.
Das Ergebnis: Garri Kasparow gewinnt knapp vor Emanuel Lasker. Magnus Carlsen folgt auf Platz drei.
Als Gedankenspiel ist eine solche Rangliste durchaus reizvoll. Doch bei genauerer Betrachtung sind manche Ergebnisse schwer nachvollziehbar.
Besonders auffällig ist das schlechte Abschneiden der Frauen. Die fünf letzten Plätze der Gesamtrangliste werden allesamt von Frauen belegt. Selbst Judit Polgar, die als einzige Frau dauerhaft mit der absoluten männlichen Weltspitze konkurrierte und damit Schachgeschichte schrieb, erreicht lediglich Platz 46. Angesichts ihrer historischen Ausnahmerolle hätte ich mir durchaus eine höhere Platzierung gewünscht.
Bei der Popularisierung des Schachs landet Polgar immerhin auf Rang acht. Doch offensichtlich wird dieses Kriterium bei der Gesamtwertung vergleichsweise gering gewichtet.
Für etwas Verwunderung sorgt zunächst die Kategorie „Charaktereigenschaften“. Wie kann es sein, dass der ausgesprochen sympathische Wassili Iwantschuk hier auf dem vorletzten Platz landet? Und warum erreicht der allseits beliebte, gebildete Gentleman Boris Spasski lediglich Rang 56?
Die Erklärung erschließt sich bei genauerem Hinsehen: Die Autoren bewerten offenbar weniger den menschlichen Charakter im klassischen Sinne als vielmehr Eigenschaften, die für den sportlichen Erfolg entscheidend sind – etwa Disziplin, Ehrgeiz, mentale Stärke und die Fähigkeit, das eigene Talent auszuschöpfen. Unter diesem Blickwinkel werden die Platzierungen verständlicher. Eine Bezeichnung wie „Leistungsmentalität“ hätte allerdings manches Missverständnis von vornherein vermieden.
Die Rangliste sorgt zweifellos für Gesprächsstoff. Man muss sie allerdings nicht allzu ernst nehmen. Immerhin bezeichnen die Autoren selbst ihren Legend Score als „fundierte Spielerei“. Und wer mit ihrer Rangliste nicht einverstanden ist, kann es sogar besser machen – oder es zumindest versuchen. Auf der eigens eingerichteten Webseite Legends-of-Chess.de dürfen Schachfreunde ihre persönlichen zwölf größten Spieler aller Zeiten auswählen und in eine Rangfolge bringen. So erhält die ohnehin unerschöpfliche Diskussion um den GOAT (Greatest of all times) noch eine weitere Facette.
Hier geht es zur GOAT-Abstimmung auf Legends-of-Chess.de
Muss Sport neutral sein?
Eine weitere Entscheidung der Autoren sehe ich kritisch: die Aufnahme von Sergej Karjakin in den Kreis der 64 Legenden.
Immerhin verschweigen Jussupow und Hensel nicht, dass der russische Großmeister den Angriffskrieg seines Landes gegen die Ukraine öffentlich unterstützt und dabei auch mit verhöhnender Rhetorik aufgefallen ist.
Aber musste Karjakin unbedingt einen der begehrten 64 Plätze erhalten? Neben den Genannten Réti und Aronian hätten zum Beispiel mit Taimanov, Polugajevski oder Jussupow selbst durchaus Alternativen zur Verfügung gestanden, deren historische Bedeutung mindestens ebenso überzeugend erscheint. Den Versuch, Jussupow in die Rangliste aufzunehmen, hat Hensel immerhin übernommen- und ist dabei am Veto seines Mitautoren gescheitert.
Ihre Entscheidung begründen die Autoren auch mit der Neutralität des Sports. Sport solle ein „sicherer Hafen“ sein, der Menschen unabhängig von politischen Verhältnissen zusammenbringt. Sportler sollten sich deshalb möglichst aus der Politik heraushalten, um nicht zusätzlich zu polarisieren.
Diesen Gedanken kann ich durchaus nachvollziehen, ziehe daraus aber genau den gegenteiligen Schluss. Gerade bekannte Sportler sollten ihre Vorbildfunktion nutzen, um für Frieden, Verständigung und Menschenrechte einzutreten. Das erscheint mir umso wichtiger, als der Sport selbst immer wieder für Propaganda und Sportswashing instrumentalisiert wird. Wer sich als Sportler für Frieden und Verständigung einsetzt, schwächt damit nicht den verbindenden Charakter des Schachs – im Gegenteil, er stärkt ihn.
Ein Geheimtipp auf Seite 760
Nicht genug betonen kann man, welcher ungeheure Fleiß in diesem Werk steckt. Schon ein Blick auf das umfangreiche Quellenverzeichnis mit seinen zahlreichen Büchern und Internetquellen vermittelt eine Vorstellung von der geleisteten Recherchearbeit.
Vier Jahre haben Jussupow und Hensel an ihrem Mammutprojekt gearbeitet. Angesichts der Fülle des Materials erscheint selbst das erstaunlich wenig. Unterstützt wurden sie unter anderem durch Harry Schaack, der das Werk Korrektur las.
Und selbst nach Hunderten von Seiten gibt es noch Überraschungen.
Ein kleiner Geheimtipp ist Seite 760, auf der bemerkenswerte Rekorde aus der Schachgeschichte zusammengestellt sind.
Wer etwa an außergewöhnliche Siegesserien denkt, dem fallen vielleicht Fabiano Caruanas sieben Siege zum Auftakt des Sinquefield Cups 2014, Bobby Fischers makellose 11 aus 11 bei der US-Meisterschaft 1963/64 oder Magnus Carlsens sensationelle 9 aus 9 beim grenke Freestyle Chess Open 2025 in Karlsruhe ein.
Doch wer kennt schon Gustav Neumann, der einst bei einem Turnier in Berlin unglaubliche 34 Punkte aus 34 Partien erzielt haben soll? Natürlich lassen sich solche Leistungen aus unterschiedlichen Epochen und bei unterschiedlicher Gegnerschaft kaum unmittelbar vergleichen. Aber gerade solche Fundstücke wecken die Neugier und machen Lust auf weitere Recherchen.
Fazit: Ein außergewöhnliches Buch für viele Jahre
Die Legenden des Schachs ist kein gewöhnliches Schachbuch. Es ist Biografiensammlung, Geschichtswerk, Partiesammlung und Diskussionsgrundlage zugleich.
Man kann darin schmökern, gezielt nach bestimmten Persönlichkeiten suchen, historische Zusammenhänge entdecken oder sich intensiv mit ausgewählten Partien beschäftigen. Vor allem aber spürt man auf nahezu jeder Seite die Leidenschaft, mit der sich Jussupow und Hensel ihrem Thema gewidmet haben.
Die besondere Stärke liegt in der Verbindung ihrer unterschiedlichen Erfahrungen: Hier der frühere Weltklassespieler und herausragende Trainer, dort der langjährige Manager und Organisator, der viele der porträtierten Persönlichkeiten persönlich erlebt hat. Daraus entsteht eine Perspektive auf die Schachgeschichte, die man in dieser Form nur selten findet.
Vor allem ist dies ein Buch, das man nicht nach einmaliger Lektüre wieder ins Regal stellt. Es dürfte seinen Besitzer über viele Jahre begleiten und bei jedem erneuten Aufschlagen neue Entdeckungen bereithalten.
Mit 95 Euro ist das Buch sicherlich keine Anschaffung für zwischendurch. Angesichts von 816 Seiten, der aufwendigen Gestaltung, der zahllosen historischen Informationen und der kommentierten Partien erscheint der Preis jedoch angemessen. Bis zum 15. November 2026 wird es zudem zum Subskriptionspreis von 77 Euro angeboten.
Dem Schachspiel werden rund 10¹²⁰ mögliche Partieverläufe zugeschrieben. Ganz so viele Geschichten dürfte es über seine großen Persönlichkeiten nicht geben. Aber auch ihre Lebenswege bilden einen schier unerschöpflichen Vorrat an Geschichten. Vielleicht ist das die größte Leistung von Jussupow und Hensel: Sie erzählen nicht nur Schachgeschichte, sondern machen Lust darauf, immer noch mehr von ihr zu entdecken.
Mehr über das Buch: Schachtalk am Sonntag mit beiden Autoren
Wer noch mehr über die Entstehung dieses außergewöhnlichen Mammutwerks und die Hintergründe der 64 ausgewählten Schachlegenden erfahren möchte, sollte am Sonntag, 8. November 2026, um 20:15 Uhr beim Schachtalk am Sonntag einschalten. Hier der Link zum Kanal: Chess Tigers – YouTube
Mit Artur Jussupow und Carsten Hensel sind gleich beide Autoren zu Gast. Sie berichten über ihre vierjährige Zusammenarbeit, die aufwendigen Recherchen, überraschende Entdeckungen und darüber, ob die Frage nach dem GOAT nun wirklich abschließend beantwortet ist.
Weitere Lektüre: Auch Schachjournalist Hartmut Metz hat sich ausführlich mit dem Werk beschäftigt. Auf ChessBase ist sein lesenswertes Interview mit Carsten Hensel erschienen, in dem es unter anderem um die Entstehungsgeschichte des Buches, die Bewertung der Legenden und persönliche Erfahrungen der Autoren geht.
Die Legenden des Schachs – Interview von Hartmut Metz mit Carsten Hensel auf ChessBase
Das Buch wird außerdem durch eine eigene Webseite ergänzt (www.legends-of-chess.de)
Bibliografische Angaben
Titel: Die Legenden des Schachs – Eine unendliche Geschichte
Autoren: Artur Jussupow und Carsten Hensel
Verlag: Jussupow Schachakademie
Erscheinungsjahr: 2026
Umfang: 816 Seiten, Hardcover
Preis: 95,00 € (Subskriptionspreis 77,00 € bis 15. November 2026)