05.10.2026

7 Gedanken zu „Deutsche Frauen-Schachbundesliga beginnt: SC Peglau gewinnt erste Runde“

    1. „Sie“ bei „sie haben gewonnen“ bezieht sich wohl auf die Mannschaft. Weitere Peglaus waren auch in der letzten Aufstiegssaison nur „Ergänzungsspielerinnen“ – die Zeiten als mehr als zwei regelmäßig eingesetzt wurden sind anscheinend vorbei.

      Geholfen hat dabei, dass Deizisau bei weitem nicht in Bestbesetzung antrat. Vorne fehlten das Spitzenbrett Lilit Mkrtchian (dabei auch die letzten beiden Saisons nur „Papiertigerin“) und Neuzugang Lara Schulze, hinten auch nur die zweite Garnitur der Reservistinnen. Das galt tendenziell auch für einige andere Teams, aber Baden-Baden (Pähtz da nur an Brett 6 gemeldet, Dinara Wagner an Brett 2) hat eine starke Ersatzbank und Hamburg auch nicht in Bestbesetzung. Bei Bayern München reichte es auch so gegen die Seniorinnen von Rotation Pankow, bei Deizisau reicht es nun wieder nicht.

      Auf den ersten Blick war etwa die Hälfte der denkbaren Spielerinnen (aus Deutschland und anderen Ländern) bereit, so kurz nach der Olympiade wieder Schach zu spielen. Von den potentiellen deutschen Nationalspielerinnen (aktuell oder vielleicht in einigen Jahren) dagegen nahezu alle.

      1. Hi Thomas
        Was meinst Du denn bei Lara mit „Papiertigerin“? Sie war ja 3 Jahre bei TuRa und hat da 15 von 33 Partien gespielt, trotz anderer Verpflichtungen. LG

        1. Hallo Eberhard Schabel, ich glaube, Thomas Richter meinte zu Lilit Mkrtchian „Papiertigerin“, da sie nur im Kader stand, aber nicht spielte und nicht zu Lara Schulze. Das haben Sie meiner Meinung nach missverstanden.

        2. Ja genau, Lilit und nicht Lara. Mkrtchian hatte 2024/25 und 2025/26 gar nicht gespielt, 2023/24 waren es vier Partien und eine kampflose Niederlage. Das war vermutlich Personalnot und nicht Reiseprobleme, da sie auch tags darauf nicht spielte (da verlor dann Jovana Rapport kampflos).
          Derlei gibt es auch bei anderen Teams, z.B. hat Divya Deshmukh für Baden-Baden weiterhin null Partien in drei Saisons. Werden derlei Spielerinnen (oder Spieler) eigentlich dafür bezahlt, dass sie aufgestellt werden und dann nicht spielen? Schließlich müssen gegnerische Mannschaften immer mit ihnen rechnen, und sie können für keinen anderen deutschen Verein spielen (oder aufgestellt werden).

          Mitunter gibt es das auch im Amateurbereich – starke Spieler werden aufgestellt und spielen dann selten (nur im Notfall, „Ersatzspieler an Brett 1“?) oder gar nicht. In den Niederlanden gibt es am Saisonende Punktabzug, wenn gemeldete Stammspieler nicht mindestens zwei Partien gespielt haben. Oder man muss sich auf höhere Gewalt berufen können. In meinem Fall – Umzug ins Ausland während der Saison, zu Saisonbeginn noch nicht bekannt – hätte das wohl funktioniert, aber ich konnte 2018 zu Saisonbeginn noch zwei Partien für meinen ehemaligen niederländischen Verein spielen.

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