Gottlieb Kutschera war Gymnasiallehrer, langjähriger bayerischer Schulschachreferent und auch langjähriger 2. Vorstand der bayerischen Schachjugend, die er mitgründete.
Er war unglaublich belesen, geistreich, empathisch, auch streitbar wenn es es brauchte. Bei der bayerischen Schachjugend, in Niederbayern hat er sehr viel bewirkt.
Wir haben oft miteinander gesprochen, ich habe viel von ihm gelernt.
Hans Brugger von der bayerischen BSJ, den ich auch sehr schätze, hat sein Wirken so beschrieben.
Gottlieb Kutschera im Alter von 90 Jahren gestorben

Ein Leben für das Schach
Nur wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag, den er in erstaunlich guter körperlicher, besonders aber geistiger Verfassung feiern durfte, hat sich der Lebenskreis des Gründungs- und Ehrenmitglieds sowie langjährigen Funktionärs der Bayerischen Schachjugend vollendet: Gottlieb Kutschera schloss am 27. April 2026 für immer seine Augen und folgte damit seiner Frau nach, die er nach ihrem plötzlichen Tod immer sehr vermisst hatte.
Als Mann der ersten Stunde war er ein wichtiger Baustein der Bayerischen Schachjugend – von Anfang an – seit dem Jahr 1971. Bis 2004 als deren zweiter Vorsitzender, lange Jahre auch zeitgleich als Schulschachreferent, Delegationsleiter bei Deutschen Jugendmeisterschaften und daneben besonders in seinem Heimatbezirk Niederbayern als eine tragende Säule. Als Schiedsrichter und bei verschiedenen Ausbildungen konnte man sich immer auf auf den auch als Gymnasiallehrer von seinen Schülern sehr geschätzten Gottlieb Kutschera verlassen. Er war zur Stelle, wann immer man ihn brauchte und das bis ins hohe Alter. Für sein Lebenswerk wurde er 2022 mit dem Jubiläums-Chessy der Deutschen Schachjugend ausgezeichnet.
Mit Gottlieb Kutschera verliert das bayerische Schach – und auch darüber hinaus – eine Persönlichkeit, an die man gerne und mit Dankbarkeit zurückdenkt.
Danke, Gottlieb, für Dein stets wertschätzendes Handeln allen Deinen Mitmenschen gegenüber und dass ich vor 22 Jahren in wenige Deiner zahlreichen Fußstapfen treten durfte!
Hans Brugger, 2. Vorsitzender der Bayerischen Schachjugend
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Klaus Kreuzer, Vorstand aus Niederbayern schrieb über den außergewöhnlichen Menschen
Gottlieb Kutschera verstorben
Der niederbayerische Schachverband trauert um seinen am 27.4.2026 im 91. Lebensjahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden Gottlieb Kutschera.
Wir verlieren nicht nur einen außergewöhnlichen Menschen, sondern einen Sportkameraden und Freund, dessen ehrenamtliches Engagement für den
Schachsport seinesgleichen sucht.
Für unseren Verband wirke er ab 1970 drei Jahrzehnte als Jugendleiter, von 1998 2005 war er als erster und bis 2011 als zweiter Vorsitzender aktiv. Seit 2011 bekleidete er bis zu seinem Tode das Amt des Seniorenreferenten.
Ganz besonders lag Gottlieb die Jugendarbeit am Herzen.
Neben seiner Arbeit als Niederbayerischer Jugendleiter war er 1971 Mitbegründer der Bayerischen Schachjugend, der er bis 2004 als zweiter Vorsitzender, bzw.
Schulschachreferent treu blieb und auch häufig als Referent für Übungsleiter-und Talentsichtungslehrgänge, sowie als Betreuer auf deutschen Jugendmeisterschaften im Einsatz war.
Einzigartig aber war sein 48 jähriges Engagement als Leiter und Koordinator des Niederbayerischen Schulschachs und auch nachdem er diese Aufgabe in andere
Hände gelegt hatte, war er immer bei den Schulschachmeisterschaften in Dingolfing vor Ort und ein gern gesehener Berater und Schiedsrichter.
Für die mehr als fünf Jahrzehnte Ehrenamt erhielt er neben den Ehrenvorsitzen seines Heimatvereines SK Dingolfing -Landau und des Niederbayerischen Schachverbandes die goldene Ehrennadel des Bayerischen Landessportverbandes und schließlich die Ehrenmitgliedschaft des Bayerischen Schachbundes.
Obwohl er nie auf Auszeichnungen Wert gelegt hatte, nahm er die Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2005 mit besonderer Freude an.
Bis in seine letzten Lebenstage war er mit ungebrochener Leidenschaft und Herzblut dem Schachspiel ergeben, welches ihm gerade nach dem Tode seiner geliebten Frau Klara als Lebenselixier diente.
Sein außergewöhnlicher Einsatz für den Schachsport soll uns Hinterbliebenen Beispiel und Ansporn sein, in seinem Sinne weiter im Ehrenamt zu wirken.
Lieber Gottlieb, wir danken Dir von Herzen für alles was Du für uns getan hast und werden Dein Andenken stets in unseren Herzen bewahren.
Klaus Kreuzer im Namen der Vorstandschaft
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Danke Gottlieb, es war mir eine Ehre!
Vielen Dank für diesen berührenden Nachruf!