05.10.2026

10 Gedanken zu „Xenia wird offizieller Partner des Deutschen Schachbundes“

  1. Langsam gewinne ich den Eindruck, dass man tatsächlich eine professionelle Agentur benötigt, um Marketingverträge abzuschließen.

  2. Mein Vater war eine Wirtschaftskoryphäe, er hätte geschäftlich nie mit Ehrenamtlern zusammengearbeitet, niemals. „Profis arbeiten mit Profis“, sagte er immer wieder, das war seine Devise.
    Leute, der DSB hat einen richtigen Lauf, danke an alle, die daran mitarbeiten, danke an alle, die das ermöglicht haben. Und glaubt mir, da kommt noch soviel hinterher. Das ist wie die Ketchupflasche, wenn sie mal losgeht, das hört nie mehr auf!

  3. „Der DSB hat einen richtigen Lauf“? Ich vermute, der Lauf hat auch ein Gesicht: Paul Meyer-Dunker. Bei seinem ersten Anlauf noch knapp gescheitert -ein äußerst verdienstvoller Macher einer uns allen bekannten Schachseite hatte seine erste Kandidatur noch heftig kritisiert🤔- gelingt es ihm jetzt offensichtlich, die verlorenen zwei Jahre mit seinem Team in Windeseile aufzuholen.

    1. Hallo Herr Kleinert, falls Sie mich damit meinen, so haben Sie formal recht. Diese Kritik habe ich vorgetragen, diese Kritik hatte aber auch ihren Grund. Es ging nämlich darum, ob die erfolgreiche Saniererin Ingrid Lauterbach nach nur zwei Jahren quasi weggemobbt wird. Dies hielt ich für unfair und undankbar und stehe auch heute noch dazu. Allerdings haben sich nach Paderborn die Dinge im DSB nicht gut entwickelt, und so war ich am Ende auch für die Abwahl von Ingrid. Paul trägt mir übrigens nichts nach, das muss man auch noch dazu sagen.

      1. Lieber Herr Hertneck,
        eine unterschiedliche Bewertung zweier Kandidaturen ist völlig normal. Unser grundlegender Dissens bestand und besteht jedoch in der Frage, ob eine Kandidatur auch legitim ist. Dies hatten Sie seinerzeit bestritten und tun es unverändert („quasi weggemobbt“). Dies ist für mich jedoch schlichtweg eine Frage des Demokratieverständnisses. Wenn eine Amtsinhaberin tolle Arbeit geleistet hat, dann freut sie sich auch über eine Gegenkandidatur, weil das Ergebnis dann gleich viel ehrlicher und aussagekräftiger ist, wenn sich der Gegenkandidat eine Klatsche abholt. Und sie sieht es nicht als Majestätsbeleidigung an. Wie viele Amtsinhaber werden denn trotz mäßiger Bilanz schlichtweg nur gewählt, weil es keine Gegenkandidaten gibt, sei es auf Vereins- oder Verbandsebene oder auch bei Bürgermeisterwahlen?? Jeder sollte froh sein, wenn er eine Auswahlmöglichkeit hat, sei es im Supermarkt, im Verein oder in der Politik. Aus diesem Grunde hoffe ich auch, dass sich auch bei der nächsten Wahl ein(e) Gegenkandidat(in) zu Paul findet, völlig unabhängig von seiner Bilanz und frei nach dem Motto: „Besser geht immer!“
        Apropos Politik: war Ihr seinerzeitiger Mobbingvorwurf nicht zumindest ein wenig auch vermeintlichen kulturellen Vorbehalten gegenüber einem grünen Politiker („Fraktionär“) aus dem bunten Berlin geschuldet?!

        1. Hallo Herr Kleinert, kennen Sie die Geschichte von Churchill? Er steuerte die Engländer durch den Zweiten Weltkrieg, und siehe da, als 1945 neu gewählt wurde, wählten die Engländer Mr. Attlee zum Ministerpräsidenten. Auch dies wirkte wie grober Undank! Und genau so habe ich die Kandidatur von Paul empfunden. Natürlich hat es in keinster Weise an seiner politischen Einstellung gelegen. Übrigens war ich als Referent auch nicht stimmberechtigt, weil bei Präsidiumswahlen nur die Landesverbände abstimmen dürfen. Aber wenn ich stimmberechtigt gewesen wäre, hätte ich in Paderborn für Ingrid gestimmt, das ist richtig. Es gab damals zwei Fraktionen, die nicht weit auseinander lagen. Genau so dann ein Jahr später: die Abstimmung zwischen Paul und Niklas war total knapp. Einige sind für Paul, andere sind gegen Paul. Heute würde ich für ihn abstimmen. Im übrigen bin ich dankbar dafür, auf dem Schachkicker frei meine Meinung vertreten zu dürfen. Und noch eins: diese Sponsoren kommen natürlich über die Marketing-Agentur.

      2. Lieber Jürgen, lieber Thomas, lieber Gerald,

        grundsätzlich: Ich bin kein Fan, groß nach hinten zu schauen, sondern möchte vor allem nach vorne gucken. Alle hatten ihre Gründe, warum sie dieses oder jenes Personal präferieren. Das hat auch alles seine Legitimität. Und jetzt arbeiten wir mit vielen daran, das Bestmögliche für den Schachsport herauszuholen.

        Ich kann natürlich keine zu großen Details und Geschäftsgeheimnisse verraten, aber es wird natürlich nicht nur Obst geben, sondern vor allem auch ein angemessener, signifikanter Geldbetrag fließen. Und das konstant über drei Jahre, wo wir gleichzeitig noch gesundes Obst auf unsere Veranstaltung und insbesondere zu unseren Kleinsten bringen!
        Dass das WR-Sponsoring das Größte in der jüngeren mir bekannten Geschichte des DSB ist und (damit natürlich auch sechsstellig), haben wir auch bereits verkündet.

        Dass wir unsere (alles andere als kleinen) Erfolge gerne laut präsentieren, ist glaube ich sehr im Interesse des Schachsports, sollen ja auch Leute mitbekommen was im Schachsport aktuell alles so passiert und sich gerne auch noch mehr Menschen und Partner dem anschließen.

        Und last but not least, seit heute ist auch unsere Aktionspartnerschaft mit Raisin öffentlich, wir drehen fröhlich weiter und haben demnächst auch noch mehr schöne Nachrichten zu verkünden. In diesem Sinne lasst uns gerne gemeinsam mit möglichst vielen weiter dran bauen. Im Schachsport tut sich insgesamt gerade richtig viel und ich bin mir sicher, dass es uns gelingt davon auch ein einiges in den deutschen Schachsport zu tragen!

        1. Zu WR steht, von mir bereits zitiert, auf https://www.schachbund.de/news/deutscher-schachbund-gewinnt-wr-events-mit-wadim-rosenstein-als-neuen-sponsor.html „mit einem der größten Sponsoringverträge in der Geschichte des DSB“. Ich weiß nicht, was andere Sponsoren zuvor spendiert hatten. Im Kontext (was Rosenstein sonst so für Schach ausgibt) ist „sechsstellig“ naheliegend, nur niedrig fünfstellig wäre fast „peinlich“. Was kostete sein Team bei der Schnellschach-WM (Carlsen, Vachier-Lagrave, Caruana, So, Duda, Goryachkina, Kosteniuk)? Vermutlich einen sechsstelligen Betrag, schon für das Spitzenbrett deutlich fünfstellig.

          Wie nachhaltig das eventuell ist könnte man den Düsseldorfer SK fragen. Vertrag über zwei Jahre ist dabei vielleicht üblich, hier bedeutet es de fakto auch „an die Person dieses DSB-Präsidenten gebunden“. Argument im nächsten Wahlkampf: „wenn ich abgewählt werde, versiegt der WR-Geldtopf“ = Einmischung einer schillernden Figur in die deutsche Schachpolitik.

          Genaue Zahlen für den Xenia-Deal müssen nicht veröffentlicht werden, aber womit können die bis zu 20 geförderten Mädchen individuell etwa rechnen? Insgesamt sechsstellig wäre „zu großzügig“, weniger als fünfstellig wäre rein symbolisch? Förderung „auf Verdacht“ auch unabhängig von bereits vorhandenen Erfolgen ist etwas kurios, Neid (eventuell auch vereinsintern) vorprogrammiert wenn einige gefördert werden und andere nicht, das auf Basis von irgendwelchen nicht transparenten Kriterien. Beziehungen (der Eltern oder das Vereins) könnten da, tatsächlich oder unterstellt, eine Rolle spielen.

          Zum neuesten Deal: bei offener Werbung (auch wenn das formal bestritten wird) für einen Finanzdienstleister kann man geteilter Meinung sein. Raisin hat sicher durchgerechnet, dass sie da jedenfalls keinen Verlust machen. Sie erwarten zusätzliche Kunden, bei Rosenstein nicht der Fall, bei Xenia wohl auch nicht – jedenfalls ich kaufe mein Obst im Supermarkt und weiß gar nicht, woher es stammt. Aus meiner Laiensicht könnte es auch Folgen für Gemeinnützigkeit haben – dabei wurde wohl (hoffentlich) geprüft dass dem nicht so ist.

  4. Dabei stellt sich mir die Frage, wie „groß“ dieser Sponsorvertrag tatsächlich ist. „Xenia Lounge“ bedeutet vielleicht nur, dass ein zuvor auch vorhandener Analyseraum nun so genannt wird und dass es da ein bisschen Obst gibt. „Girls Next Generation“ soll offenbar nach dem Gießkannenprinzip ablaufen, hier nicht übernommenes Zitat von Xenia-Geschäftsführer Andreas Berg: „Deshalb fangen wir nicht nur bei den Talenten an, die schon gewinnen, sondern auch bei den Mädchen, deren Schachpotenzial gerade erste Wurzeln schlägt und über Jahre heranwächst.“ Wie werden dann bis zu 20 Mädchen ausgewählt, was bedeutet es konkret, um welchen finanziellen Betrag geht es, wie erfolgversprechend ist es so?
    Es ist jedenfalls nicht so, dass es zuvor gar kein Sponsoring gab. Die DSB-Seite nennt derzeit als Partner//Sponsoren: UKA Der Energieparkentwickler (langjährige Zusammenarbeit), Krulich Immobilien (hat wohl auch deutsche Meisterschaften in München unterstützt und dadurch mit ermöglicht, Gerald weiß da vermutlich mehr), Chessbase (war das noch aktuell? welche Folgen hat da die eindeutige Positionierung des Schachbunds pro-Rosenstein und damit gegen Turlov?) und 11Teamsports (offenbar subventionierte Kleidung).
    Neu ist Zusammenarbeit mit der WR Events, das liegt wohl an Paul Meyer-Dunker. Dazu stand beim Schachbund „Wadim Rosenstein unterstützt den Verband über seine Organisation WR Events in den kommenden zwei Jahren mit einem der größten Sponsoringverträge in der Geschichte des DSB.“ – auch da wird keine Summe genannt, völlig neue Dimension offenbar nicht!?
    Generell habe ich auch den Eindruck, dass PMD auch kleine Erfolge gerne laut präsentiert.

    1. Roman Krulich unterstützt sowohl die deutsche Frauennationalmannschaft als auch einige Spieler privat. Zum Beispiel unterstützt er Dinara und Christian Glöckler.

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