Bei den Schachfreunden Deizisau herrscht nach dem Doppelspieltag in Hamburg Ernüchterung. Am 5. und 6. Spieltag der Schachbundesliga kassierte unsere Mannschaft zwei knappe 3,5:4,5-Niederlagen – zunächst gegen den FC St. Pauli, anschließend gegen den Hamburger SK.

Ausgetragen wurden die Begegnungen im exklusiven Ambiente der Bucerius Law School (Foto: Anna-Blume Giede).

FC St. Pauli – Schachfreunde Deizisau 4,5:3,5

Gegen die mit drei dänischen Spielern antretenden Hanseaten war Deizisau insbesondere an den hinteren Brettern favorisiert. Doch Alexander Graf und Zdenko Kozul konnten ihre Elo-Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen.

Bitter verlief die Partie von Dmitrij Kollars, der gegen Jonas Bjerre verlor. Der entscheidende Fehler unterlief ihm mit 17. …c5. Nach 18. dxc5 konnte Schwarz zwar mit …d4 eine Bauerngabel ansetzen, doch verfügte Weiß über die starke Ressource 19. Sa2, was Schwarz letztlich einen wertvollen Bauern kostete.

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Die übrigen Begegnungen endeten remis und besiegelten damit die Niederlage. Einige der Endstellungen waren aus Deizisauer Sicht unangenehm, andere schienen jedoch noch nicht vollständig ausgekämpft.

Schachfreunde Deizisau – Hamburger SK 3,5 : 4,5

Ebenso unglücklich verlief die Begegnung einen Tag später gegen den Hamburger SK. Auch gegen den größten Schachverein Deutschlands war Deizisau im Vorfeld leicht favorisiert. Positiv hervorzuheben ist der Sieg unseres Ungarn Tamasz Banusz gegen den deutschen Nationaltrainer Jan Gustafsson

Schwarz griff hier mit 15. …g6 fehl und hätte stattdessen mittels … exf4 die f-Linie besetzen müssen. Nach 16. Sxc6 dxc6 17. fxe5 besaß Schwarz mit b7 und f7 zwei nicht mehr zu verteidigende Schwächen.

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Doch erneut schlugen zwei Niederlagen zu Buche: Sowohl Benjamin Gledura als auch Alexander Graf mussten ihren Gegnern gratulieren. Die Duelle der Nationalspieler Matthias Blübaum und Dmitrij Kollars gegen die Svane-Brüder endeten jeweils nach hartem Kampf remis, sodass am Ende erneut eine knappe 3,5:4,5-Niederlage stand.

 

 

Tabelle und nächste Spieltage:

Mit 6 Punkten aus 8 Spielen befinden sich die Schachfreunde Deizisau derzeit im hinteren Mittelfeld der Tabelle auf Rang 11. Am nächsten Doppelspieltag (28.2./1.3.) trifft die Mannschaft zunächst auf den Tabellennachbarn Heimbach-Weis-Neuwied – hier sollte mindestens ein Punkt angestrebt werden. Am Folgetag wartet mit der OSG Baden-Baden eine besonders große Herausforderung. Der deutsche Serienmeister bot an diesem Spieltag sogar Fabiano Caruana auf.

An der Tabellenspitze führt weiterhin der SC Viernheim, mit einem Punkt Vorsprung vor Baden-Baden.