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Wie auf der Homepage des DSB zu lesen ist, will der Schachbund beim Mädchenprojekt ernst machen, und eine Talentfördergruppe von 20 Mädchen bilden, die dann intensiv gefördert werden.
Hier ein paar Auszüge aus dem Beitrag von Matthias Wolf:
Das Projekt wurde von Frauenschach-Referentin Nadja Jussupow und Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler ins Leben gerufen. Dieser Tage ist es gestartet, mit den ersten Sichtungsmaßnahmen, die Nadja Jussupow in Ruit durchgeführt hat. Die Internationale Offene Deutsche Frauen-Einzelmeisterschaft war mit einigen sehr jungen Talenten besetzt, „für uns war das das erste Sichtungsturnier“, so Jussupow, das zweite werden die Herbstopen der Schachfreunde Deizisau sein, wo sie und ihre Trainerkollegin Tatjana Melamed nach Schach-Perlen tauchen werden.
Beim DSB-Hauptausschuss im November hofft Nadja Jussupow dann darauf, Grünes Licht für eine intensivere Förderung zu erhalten, den Trainerstab um prominente Namen erweitern zu können. Es gehe um die Intensivierung des Leistungssport-Gedankens. „Wir wollen was tun, in welchem Umfang, das hängt von mehreren Faktoren ab“, sagt Paul Meyer-Dunker.
DSB Girls Next Generation setzt auf Leistungssport. Die DSB-Frauenschachreferentin will einen starken DSB-Mädchenkader (offizielle Bezeichnung DSB-NK2-Mädchenkader) aufbauen, der bei internationalen Meisterschaften Einzel-Medaillen sammeln kann – bei Welt- und Europameisterschaften im Bereich U8 bis U12. Ein Kader, der aber auch in den Mannschaftswettbewerben der U12 Erfolge weitere Erfolge feiern soll.
Nadja Jussupow möchte das Projekt vorerst auf drei Jahre anlegen, danach wird es eine Evaluierung geben. Aber, wie gesagt: Beim Hauptausschuss werden Details vorgestellt. Bernd Vökler sagt, er spüre unabhängig davon bereits Bewegung in dieser Altersklasse durch die ersten Maßnahmen von Jussupow und Melamed. So hätten sich für die Junioren-EM auf Kreta Anfang November bereits fünf Spielerinnen unter acht Jahre angemeldet, auch für die WM in Spanien ab dem 13. Oktober sei das Interesse an einer Teilnahme bei den jungen Mädchen groß. „Wer weiß“, sagt Bernd Vökler, „wen wir da noch alles entdecken.“