Schachlexikon. Symbolbild Gemini KI.
Mit dem heutigen Sonntag, den 13. September 26, ist das wohl größte Schachlexikon der Welt (zumindest online) mit rund 1.111 Einträgen endlich fertig gestellt. In harter Arbeit wurde es in der laufenden Woche Zug für Zug ergänzt und überarbeitet.
Ziel war es eine möglichst vollständige Übersicht der Schachsprache zu schaffen. Das Ergebnis zeigt: es gibt mehr Schachbegriffe als man denkt, und die man kennen sollte, wenn man sich in Schachkreisen bewegt. Und die meisten werden mit größter Selbstverständlichkeit benutzt.
Drei Bereiche sind bewusst im Schachlexikon ausgenommen:
- Biographien berühmter Schachspieler
- Historische Schachturniere
- die Namen von Schacheröffnungen und Varianten (weitgehend, soweit sie nicht als Beispiel herhalten)
Der Grund ist in allen Fällen derselbe: dann würde man gar nicht mehr fertig werden. Und es ist eh schon mehr als genug Material zusammengekommen. Das Lexikon wuchs kontinuierlich an, von 400 über 500, 600, 700, 800, 900 und schließlich 1.000 Schachbegriffe. An dem Punkt dachte ich: das Werk ist vollbracht, aber dann habe ich noch mal hundert gefunden.
Fast alles ist übrigens von Hand geschrieben, und nur in ganz seltenen Fällen durch Einsatz von googeln oder der KI zustande gekommen. Zum Beispiel musste ich die KI fragen: woher kommt eigentlich der etwas seltsame Begriff der Qualität im Schach? Im normalen Leben ist das ja ganz was anderes. Nun die Auflösung steht im Lexikon, und es interessant dass der Erfinder des Begriffs im dunkeln bleibt. Aber den Begriff scheint es schon etwa 200 Jahre zu geben.
Die Einträge sind mal länger, mal kürzer, aber wie ich hoffe, immer prägnant. Viele Begriffe sind übrigens doppeldeutig oder sogar mehrdeutig. So kann ein Freilos sowohl eine freie Runde als auch im übertragenen Sinn ein schwacher Gegner sein.
Eines ist einzuräumen: da die Begriffe auf einer langen Seite untergebracht sind, lädt die Seite ziemlich lang. Vielleicht richte ich hier noch Unterseiten ein, um den Zugriff zu beschleunigen. Aber so wie es ist, hat es den Vorteil, dass es nur ein großes Inhaltsverzeichnis gibt (das automatisch erzeugt wird).
Natürlich freue ich mich, wenn von den Lesern weitere Begriffe vorgeschlagen werden, die fehlen. Ich nehme diese auch gerne auf, wenn sie relevant sind.
Was man in Zukunft noch ergänzen könnte, wären Illustrationen per Diagramm, das würde wirklich einiges bringen, aber da fehlt mir jetzt nach der mühseligen Arbeit gerade die Lust dazu.
Ebenso freue ich mich über Rückmeldungen aller Art zu diesem profunden Werk!