Premiere beim Teutopokal: Erstmals fungierte der Brackweder SK als Gastgeber einer Etappe der beliebten Turnierserie. Im Pfarrgemeindehaus in Bielefeld-Brackwede fanden die Schachenthusiasten hervorragende Spielbedingungen vor. Mit 35 Spielerinnen und Spielern (darunter gleich 10 Vertretungen des ausrichtenden Vereins) war das Blitzturnier hervorragend besucht und bot bis zur letzten Runde spannenden Sport.
Den Tagessieg sicherte sich FM Fabian Schlottmann, dem wir an dieser Stelle auch noch ganz herzlich zum wohlverdienten FM-Titel gratulieren! Er startete das Turnier mit einem „Schweizer Gambit“. Aufgrund von Anreiseschwierigkeiten musste er die erste Runde aussetzen, dann rollte er aber das Feld von hinten auf. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd gab er im Anschluss kaum noch Punkte ab – lediglich gegen die FIDE-Meister Milan Kandic und Rafael Torres-Kuckel musste er sich mit einem Remis zufriedengeben.
Auch in der Gesamtwertung baut Schlottmann seine Führung damit weiter aus und sieht bereits wie der sichere Gesamtsieger aus. Er kann sich gedanklich schon einmal einen würdigen Platz für den Teutopokal aussuchen: Sollte er bei einem der beiden verbliebenen Turniere (im Oktober in Halle oder im November in Enger) an den Start gehen, ist ihm die Krone nur noch theoretisch zu nehmen. Auf den weiteren Preisrängen folgen derzeit FM Rafael Torres-Kuckel auf Platz 2 sowie FM Milan Kandic, Nico Glatt und WCM Lilian Schirmbeck auf Platz 5.
Die Gastgeber durften sich nicht nur über eine gelungene Ausrichtung, sondern auch über starke Ergebnisse auf dem Brett freuen:
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Florian Schreiber (Platz 2): Er spielte ein herausragendes Turnier, landete auf dem zweiten Rang und sicherte sich damit verdient den Geldpreis für den besten Teilnehmer des ausrichtenden Vereins.
- Ekkehard Neumann (Platz 4): Zeigte eine phänomenale Leistung. Mit einer erspielten ELO-Performance von 2036 ließ er zahlreiche nominell stärkere Akteure hinter sich.
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Simon Fobel: Ein echtes Ausrufezeichen setzte auch Simon Fobel, der mit einem bärenstarken Turnier satte 72 ELO-Punkte hinzugewinnen konnte!
Für uns verlief der Abend hingegen nicht ganz nach Wunsch. Sowohl WCM Lilian Schirmbeck (Platz 12) als auch Fabian Walter (Platz 33) sind unzufrieden mit ihren Platzierungen. Beim Heimspiel in Oktober wird Wiedergutmachung angestrebt. Schiedsrichter wird dort Christian Jackl sein.

Blick über das Gesamtfeld. Viel Platz, gute Lichtverhältnisse, bequeme Stühle und haptisch ansprechende Holzfiguren. Was wünscht sich ein Schachspieler mehr :-). Nach seinem Einstieg in der zweiten Runde war der Sieg gegen Horst Höcker der Auftakt zu FM Fabian Schlottmanns Aufholjagd, der ihn am Ende an die Spitze führen sollte (Rechts im Bild). Links spielt Lorenz Kowalzik gegen Hendrik Hündlings vom Soester Schachverein eine Partie, die Hendrik am Ende gewinnen sollte.

Lily besiegte Nora in der 4. Runde, sonst ging aber nicht besonders viel. 50 Elo Punkte warten darauf in den kommenden Turnieren zurückerobert zu werden.

Marcel Bünker von der SK Nordhorn-Blanke bezwang in dieser Partie gegen Berkan Arslan von Brackweder SK seinen nominell stärksten Gegner.

Gegen Lily in der zweiten Runde war eine der wenigen Partien, die Ekkehard Neumann gestern nicht gewann.

Gegen Jan Amir Schilling lief es dann besser, voller Punkt für Ekkehard!

Kilian Schramm durfte zwischenzeitlich am Spitzenbrett Platz nehmen. Sein Sieg gegen FM Milan Kandic war der Höhepunkt seiner Siegesserie zum Turnierbeginn, dann setzte es allerdings 4 Niederlagen in Serie. Am Ende wurde es der 7. Platz und ein ELO-Gewinn von 31 Punkten.

Die Gesamtwertung Stand September.
Der Teutopokal ist für die Schachszene in Ostwestfalen-Lippe ein Segen. Jeder Verein, der mal Ausrichter für eines der Blitzturniere ist, erlebt einen Aufschwung – auch durch die Option, dass die Mitglieder des ausrichtenden Vereins startgeldfrei sind und deshalb meist in grösserer Zahl teilnehmen.
Es steht zwar nicht im Text aber bei Chessresults.
3 min + 2 Sek/Zug
Warum?
Um auf 5 min zu kommen braucht man 60 Züge. Ich schätze die Zahl der Partien, die 60 Züge oder länger dauern liegt im unteren einstelligen Prozentbereich.
Warum nicht? 3+2 ist die meistgespielte Zeitkontrolle im Blitzschach.
Und die Gastgeber sind dankbar, weil 3+2 deutlich uhrenschonender ist als 5+0.
Angesichts der mehr als hundertjährigen Tradition des Spielens mit Schachuhr, halte ich das für übertrieben.