02.04.2026

2 Gedanken zu „Arte: Rematch in der Videothek, das Match 1997 zwischen Weltmeister Garri Kasparow und Deep Blue

  1. Habe die Serie gesehen, fand sie aber nur so mittel. Eine wesentliche Korrektur: Deep Blue war keine KI, wie man sie heute definiert, sondern ein (für damalige Verhältnisse) extrem starker Schachcomputer.

  2. Danke für den Hinweis auf die Mediathek.
    Einen wichtigen Hinweis hat Markus Schirmbeck ja schon gegeben: DeepBlue war kein KI-Programm.

    Auch ich fand die Serie nur mittelgut. Es war eben viel künstlerische Freiheit, und einige wichtige Aspekte der wirklichen Geschichte fehlten. Hier ist einer davon:

    Im Februar 1996 gab es schon einen 6-Partien Wettkampf zwischen Kasparow und DeepBlue. Als es nach vier Partien 2:2 stand, ging Kasparow gehörig die Düse. Mitten in Partie 5 bot er Remis an, was abgelehnt wurde. Danach gewann er beide letzte Partien, zum Endstand von 4:2.

    Und jetzt ein spannender Punkt, der zumindest in Insiderkreisen bekannt war und ist. Wenige Wochen nach dem 1996er Match war Kasparow zu Verhandlungen für ein Rematch bei IBM (in Yorktown Heights). Er wollte im Rematch in den Partien ein kleines Notebook nutzen dürfen, mit Eröffnungsbuch, Endspiel-Datenbanken und einem kommerziellen Schachprogramm wie etwa Fritz. IBM lehnte rigoros ab – und wusste insbesondere seit dem Moment, dass Kasparow Angst hatte.

    Ich spekuliere: Das war wohl einer ihrer Gründe, warum sie im 1997er Match Psychospielchen mit Kasparow trieben.

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