10.06.2026

6 Gedanken zu „Das Team von Dr. Richard Lutz zieht seine Kandidatur auf dem DSB-Kongress zurück!

  1. Tja, das sieht nicht gut aus.

    Könnte es eine Notlösung sein, dass am 16. Mai zuerst die „kritisch gesehenen“ Vorstandsmitglieder gewählt werden und Richard Lutz dann entscheidet, ob er doch für das Amt des Präsidenten kandidiert?

    Ingo Althöfer.

    1. Hallo Ingo, es lohnt sich leider nicht mehr, darüber zu spekulieren. Für Richard Lutz ist die Geschichte mit diesem Brief abgeschlossen!

  2. Kommentar von Bernd Schneider dazu (mit seinem Einverständnis übernommen):
    Eine traurige Nachricht, eine Leuchtturmkandidatur scheitert an der Engstirnigkeit von Provinzfürsten. Als Nordrhein-Westfale kann ich eigentlich nur über meinen Landesverband sprechen. Wir haben in NRW einen Präsidenten, der grundsätzlich alle positiven Entwicklungen im deutschen Schachbund, scheinbar aus Prinzip, untergräbt. Herr Chadt-Rausch ist nicht mein Präsident. Er verkörpert die Art eines Funktionärs, die ich verabscheue. Grundsätzlich sollte ein Funktionsträger zum Wohle der Allgemeinheit agieren. Dies kann ich hier wahrlich nicht erkennen. Ich schäme mich dafür, dass „mein“ Landesverband gegen die Kandidatur des „Team Lutz“ interveniert hat uund sich somit amScheitern schuldig gemacht hat. Letzte Woche spielte ich bei der NRW-Mannschaftsblitz. Als ich am Turnierort ankam, waren keine Bretter aufgebaut. Der Ausrichter vermutete kein Spielmaterial stellen zu müssen. Ein Kommunikationsproblrm mit dem Schachbund wurde mir erklärt. Verspätet wurde das Turnier dann gestartet, teils mit völlig untauglichen Miniaturuhren. Mein Fazit an diesem Tag gegenüber dem SB NRW: „Ihr seid nicht in der Lage ein offizielles Turnier zu organisieren, wollt aber auf Bundesebene eine grosse Chance boykottieren. Antwort des Spielleiters: „Er sei für die Kandidatur Lutz, würde aber seine 9 Stimmen an einen Ersatzdeligierten weiter geben“. So könnte ich noch viele Dinge aus der Vergangenheit erzählen, bei denen sich NRW-Funkionäre aus der Veranteortung gestohlen hsben. Ach, wisst Ihr NRW-Pappnasen. Eigentlich wollte ich mal freundlich nachfragen, wo meine Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft im SB NRW bleibt (Stichtag Oktober 2025). Jetzt aber könnt Ihr euch die Nadel an den Hut stecken.

    1. Als Vorsitzender des SV Münsterland (einer von sechs Verbänden in NRW) kann ich hier noch eine Anekdote beisteuern:

      Vor Jahren habe ich einmal ein Protokoll einer Sitzung des erweiterten Präsidiums auf der Webseite unseres Verbands veröffentlicht. Der Grund: ich wollte die für den Verband relevanten Informationen nicht noch einmal abschreiben müssen. Die Reaktionen seitens einzelner Mitglieder des Präsidiums deuteten darauf hin, dass wir eher ein Geheimbund und nicht vorrangig der Förderung des Schachsports verpflichtet seien.

      Daraufhin habe ich auf einem NRW-Kongress den Antrag gestellt, Protokolle der Sitzungen des erweiterten Präsidiums und des Spielausschuss (selbstverständlich datenschutzkonform und die Persönlichkeitsrechte beachtend) grundsätzlich zu veröffentlichen.

      Nach einer Telefonaktion des Präsidenten bei den anderen Verbands- und Bezirksvertretern kurz vor dem Kongress wurde der Antrag abgelehnt. In einer nachfolgenden Reaktion hieß es dann seitens der Führung, dass „alle für die Mitglieder des Schachbund NRW relevanten Informationen weiterhin in gewohnter Weise auf der Webseite des Schachbund veröffentlicht werden“ (paraphrasiert). Wer das entscheidet? Keine Ahnung!

      Für Mitglieder des Schachbund NRW – und in Teilen selbst für Mitglieder des erweiterten Präsidiums – bleiben Entscheidungsfindungen den Schachbund NRW und den DSB betreffend, sowie das Abstimmungsverhalten der „Delegierten“ auf DSB-Kongressen ziemlich intransparent. Das scheint jedoch viele nicht zu jucken. Und vorher gefragt wird eh kaum jemand.

      Diese Erfahrung plus ein, zwei weitere haben dazu geführt, dass ich mich aus der NRW-Ebene so gut es eben geht komplett herausgezogen habe und nur noch auf meinen Verband bzw. außerhalb der klassischen Funktionärstätigkeit auf die Jugendarbeit hier in der Region konzentriere. Und mich bemühe, nicht mehr darüber nachzudenken, wie viel Geld nutzlos auf den Bankkonten liegt, wie viele Ressourcen verschleudert und wie viele motivierte Funktionäre aufgrund der Engstirnigkeit einiger anderer ausgebremst werden.

      1. Inzwischen hat Ralf Chadt Rausch folgendes klargestellt: „Der Landesverband NRW wird beim Bundeskongress des Deutschen Schachbundes von vier Delegierten vertreten, die ihre eigene Meinung haben und am 16.05.2026 in Frankfurt ohne Zwang entscheiden können. Es ist wichtig, die Demokratie zu respektieren.“

  3. Meine Antwort auf bernd Schneider:
    Lieber Bernd vielen Dank für die Ausführungen. Darf ich den Kommentar auf den Schachkicker übernehmen?
    Übrigens, mir geht es leider genau so wie dir! Auch in Bayern ist mit Ingo Thorn ein Funktionär am Werk, der in keinster Weise die Interessen der Spitzenspieler vertritt, und der mehr für seine Formalismen als für seine positive Einstellung zur Förderung des Schachs bekannt ist. Das war bei Vorgänger Peter Eberl noch anders, der bei sich in Rosenheim GM- und IM-Normenturniere ausrichtet, und zwar selbst noch im Ruhestand (die letzten beiden endeten gerade vorgestern). Dort hat ein Spieler aus unserer Mannschaft jetzt seine dritte GM-Norm geholt, wofür ich Peter sehr dankbar bin.
    Manchmal hat man leider das Gefühl, dass sich das Funktionärswesen von der Basis abgekoppelt hat. Auf der anderen Seite weiß ich, dass die Referenten und das Präsidium im DSB viel Arbeit leisten. Und man kann es natürlich auch nicht jedem recht machen, das muss auch klar sein.
    Dieselben Landesfürsten kommen sich dann übrigens sehr großzügig vor, wenn sie nach zehn Jahren mal einer Beitragserhöhung für den DSB zustimmen, so war das vor 3 bis 4 Jahren zu erleben, als der DSB in finanzielle Schieflage geriet.
    Die Geschichte mit der Landesblitzmeisterschaft ist geradezu unglaublich.
    Von Chadt-Rausch ist auch bekannt, dass er (anders als andere Landesverbände) ja keine Frauen- und Seniorenreferenten braucht, denn die Senioren macht er als Präsident selbst mit, und Frauen sind anscheinend in NRW nicht so wichtig…

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