These und Antithese bilden zusammen mit der Synthese den klassischen, oft Hegel zugeschriebenen dialektischen Dreischritt, um Erkenntnis durch Widerspruch zu entwickeln. Die These stellt eine Behauptung auf, die Antithese verneint diese, und die Synthese vereint beide in einem neuen, höheren Verständnis. Die Frage beim DSB lautet: Wann kommt die Synthese?
Ich bin froh, dass erstmals die Probleme des DSB öffentlich bekannt sind und hoffe, dass alle, zum Wohle unseres Schachlands Deutschland (den Name habe ich von meinem Mentor IM Roman Vidonyak) sich positiv einbringen.
Ich schreibe seit Jahren sehr gerne, erst beim Schachticker von Franz Jittenmeier, jetzt beim Schachkicker und bei meinem wöchentlichen Rundbrief, weil wir einfach eine unglaublich tolle Vereins- und Turnierlandschaft in Deutschland haben mit unglaublich vielen tollen Menschen, die viel Herzblut für das Spiel der Könige und Königinnen vergießen.
Ich bin mit meiner Dauerkarte beim TSV 1860 in der Westkurve bei den Stehplätzen und bin nicht bei den Ultras, sondern räumlich unter ihnen. Der Vorsänger schreit immer wieder: Zusammen, zusammen! und er hat Recht, egal was du anpackst, wenn du es zusammen machst und die Kräfte bündelst, ist unglaublich viel möglich.
Zwei Leute zusammen tragen so viel wie drei Leute einzeln!
Meine Bitte, mein Auftrag an alle Delegierten des Kongresses: Es geht um Schach, um nichts anderes. Handelt in diesem Sinne, ihr seid alle Diener des Schachs.
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Ich habe einmal eine Sendung über Quincy Jones gesehen, der Live Aid produziert hat. Er brachte die 45 größten Musikstars zusammen, darunter Eric Clapton, Tina Turner, Michael Jackson, Elton John und Lionel Ritchie. Sie alle hatten nur ganz wenig Text. Wie hat er es gemacht? An der Studiotür war eine Tafel angebracht, auf der stand: „Lass dein Ego draußen!“ BITTE SCHREIBT SO EIN SCHILD IN FRANKFURT AN DIE TÜRE!
Das gleiche gilt in der brasilianischen Nationalmannschaft. Hier gibt es nur einen Star, das brasilianische Trikot. Pelé, Garrincha, Vavá haben hier gespielt, aber das Trikot leuchtet noch immer. Lass das Ego vor der Tür und sei demütig, hier sind wir eine Gruppe. Das ist der beste Weg, sehr einfach, sehr direkt. Bis jetzt hat es
funktioniert und ich hoffe, es klappt auch bei der WM (Carlos Alberto Parreira, brasilianischer Nationaltrainer, 2014) DER DSB IST DER STAR!
Dem ist wenig hinzuzufügen. Es bleibt das Besinnen auf das Wesentliche, ein Miteinander statt Gegeneinander, keine juristischen Scharmützel und das Finden einer Lösung, die einen konstruktiven Neustart erreicht. Das alles ist sicherlich für den einen oder anderen mit Kompromissen verbunden, die das eigene Ego nicht verhindern dürfen. Hoffen wir das allerbeste!
Es bleibt allerdings das traurige Gefühl, dass der Schachsport in Deutschland eine sehr große Chance auf Jahre verpasst hat, weil exakt diese Grundhaltung anscheinend bei wesentlichen Personen – bei wem auch immer – in den letzten Wochen gefehlt hat und ebenso die Persönlichkeit leider anscheinend nicht da war, die Menschen zusammenführt, Kompromisse herbeiführt und die große Vision hat, den Schachsport in Deutschland zum Leuchten zu bringen. Aber dem ist jetzt so und die dringend notwendige Aufbauarbeit wird sehr intensiv werden, ehe sich wieder diese Tür öffnet.
Lieber Walter – Ausrufezeichen
VIELEN DANK – Punkt
Rüdiger