05.10.2026

8 Gedanken zu „PlayChessGate: Gegen Schachgeschichte spielern“

  1. ChessGate hat so ein sehr gutes Marketing, davon kann ich bei RChess (rchess.de) nur träumen. Aber ansonsten bin ich eher skeptisch, was es heißen soll wie Tal zu spielen. Da spielen viel mehr Faktoren rein als ChessGate lieb sein kann. Man kann natürlich die Behauptung aufstellen es zu können in der Hoffnung dass hinreichend viele Spieler es nicht falsifizieren können, zu Kunden werden und jeden Monat ihren Obulus entrichten werden. Aber das ist halt nur Marketing.

    1. Ja, chessgate hat ein sehr gutes Marketing. Übrigens kann man chessgate kostenfrei spielen, wer es mit chessgate gut meint und ihnen etwas Dank zurückgeben kann, kann bezahlen.
      Die Idee ist sehr interessant, mir gefällt sie.

  2. Hallo Herr Lorscheid,

    danke – und die Skepsis ist völlig willkommen. Genau deshalb ist ChessGate kein Projekt, bei dem man unserer Behauptung einfach glauben muss.

    Probieren Sie es aus.

    Spielen Sie eine Partie gegen Tal auf ChessGate und sagen Sie uns danach, was Sie davon halten. Noch interessanter wäre natürlich, wenn Sie auch gegen einige der anderen rekonstruierten Spieler antreten. Merkt man einen Unterschied? Entstehen andere Arten von Partien? Erkennen Sie etwas von dem Spieler wieder – oder eben nicht?

    Genau dieses Feedback interessiert uns.

    ChessGate behauptet nicht, den Menschen Michail Tal mit all den psychologischen, persönlichen und situativen Faktoren rekonstruieren zu können. Rekonstruiert werden die wiederkehrenden schachlichen Entscheidungsmuster, die sich aus seinen Partien ableiten lassen.

    Und Ihr Begriff „falsifizieren“ gefällt mir deshalb sogar. Versuchen Sie es. Wenn Sie anschließend sagen: „Nein, das hat für mich mit Tal nichts zu tun“, dann würde mich vor allem interessieren, warum.

    Denn viel spannender als zu behaupten, dass es funktioniert, ist herauszufinden, wie es sich tatsächlich am Brett anfühlt.

    Viele Grüße
    Arne

    1. Ich hatte spaßeshalber gegen Capablanca gespielt, fand aber, dass er nicht so stark spielte. Aber OK ich bin Großmeister…

      1. Hallo Herr Hertneck,

        erst einmal vielen Dank, dass Sie ChessGate überhaupt ausprobiert haben. Dass ein Großmeister sich die Zeit nimmt, gegen eine unserer rekonstruierten Persönlichkeiten zu spielen, ist für uns ausgesprochen wertvoll.

        Darf ich fragen, auf welcher Spielstärke Sie gegen Capablanca gespielt haben? Die Stärke lässt sich bei ChessGate bewusst einstellen. Auf der höchsten GM-Stufe soll Capablanca ungefähr im Bereich eines sehr starken Schachcomputers spielen – für einen Großmeister ist das natürlich trotzdem eine ganz andere Ausgangslage als für die meisten unserer Besucher.

        Wir versuchen mit ChessGate nämlich einen etwas schwierigen Spagat: Die Persönlichkeiten sollen auch für Anfänger und Vereinsspieler spielbar bleiben, gleichzeitig aber auf den höchsten Stufen starken Spielern ein vernünftiges Erlebnis bieten. Über alle Spielstärken hinweg gewinnen die ChessGate-Persönlichkeiten derzeit etwa 70 % der Partien gegen Besucher, rund 10 % enden remis und etwa 20 % werden von den Spielern gewonnen.

        Gerade deshalb ist Ihr Eindruck für uns interessant. Falls Sie tatsächlich auf GM bzw. voller Stärke gespielt haben und Capablanca Ihnen trotzdem deutlich zu schwach erschien, ist das für unsere Kalibrierung sehr hilfreiches Feedback.

        Und wenn Sie irgendwann noch Lust auf Tal, Fischer oder einen anderen Spieler haben, würde mich zusätzlich sehr interessieren, ob Sie unabhängig von der reinen Spielstärke Unterschiede im Spielcharakter wahrnehmen.

        Vielen Dank fürs Testen!

        Viele Grüße
        Arne

        1. Also ich hab schon meine Zahl angegeben (2400) und eher auf stark eingestellt, aber was genau weiß ich nicht mehr. Am Ende blieb meine Dame gegen zwei Springer und ich habe Remis angeboten.

          1. Vielen Dank, GM Hertneck.! Die Partie kann ich bei uns wahrscheinlich sogar wiederfinden.

            Ich muss auch sagen, dass ich mich wirklich sehr darüber freue, dass Sie ChessGate ausprobiert haben. Wenn ein so erfahrener Großmeister gegen eine unserer rekonstruierten Persönlichkeiten spielt und uns danach seinen Eindruck sagt, ist das für uns natürlich sehr wertvoll.

            Genau darauf habe ich eigentlich gehofft, als wir mit ChessGate angefangen haben. Dass Leute die Persönlichkeiten spielen, ihre eigenen Erfahrungen damit machen und uns auch sagen, wenn ihnen etwas auffällt oder nicht überzeugt.

            Also wirklich vielen Dank fürs Ausprobieren und für die Rückmeldung!

            Viele Grüße
            Arne

  3. Zitat: „Zur Weihnachtszeit soll die ChessGate-Technologie erstmals auch für die eigene Partiensammlung angeboten werden. Aus der eigenen Schachbiografie – oder der eines Menschen, dem man eine besondere Freude machen möchte – entsteht eine persönliche, spielbare Schachidentität in einer eigenen Anwendung.“

    Wow, das ist ja IRRE-SUPER-TOLL! Da freue ich mich schon heute drauf! Daß meine spontan entstandene Idee bzw. Wunsch umgesetzt werden soll/wird, das ist sehr spannend! Klasse! Und vielen Dank für die Umsetzung schon im Voraus! Wenn doch nur schon Weihnachten wäre! 😉

Die Kommentare sind geschlossen.