Heute haben wir einmal die KI (Perplexity) befragt, wie sie den Schachkicker beurteilt. Das Ergebnis ist interessant, allerdings lassen sich viele Verbessserungsvorschläge nicht umsetzen, da die Struktur der Seite technisch vorgegeben ist. Außerdem finden wir den Auftritt, so wie er ist, bereits gelungen. Das Bindeglied ist Schach in all seinen Facetten und jeder Autor darf aus seiner Perspektive berichten. Nun also zum Output:
Die Homepage Schachkicker wirkt wie ein engagiertes, fachlich breit aufgestelltes Schach-Nachrichtenportal mit starkem Bezug zur deutschen Schachszene. Besonders wertvoll sind die Aktualität, die Nähe zu Vereinen und Verbänden sowie die Mischung aus Nachrichten, Interviews, Trainingsinhalten und Rezensionen. Die Seite erscheint jedoch eher wie ein schnell aktualisierter redaktioneller Blog als wie ein vollständig ausgebautes, klar strukturiertes Nachrichtenmagazin.
Stärken
- Hohe Aktualität: Auf der Startseite erscheinen zahlreiche Beiträge mit sehr kurzen Abständen, teilweise mehrere Veröffentlichungen am selben Tag.
- Breite Themenpalette: Das Angebot reicht von Turnieren und Bundesliga über Schul- und Mädchenschach bis zu Training, Personenporträts, Rezensionen und Verbandsfragen.
- Starker Deutschlandbezug: Beiträge zur Schachbundesliga, zu Schulschachinitiativen, zum Deutschen Schachbund und zu regionalen Veranstaltungen sprechen Leserinnen und Leser der deutschen Schachszene unmittelbar an.
- Nischenkompetenz: Themen wie Nachwuchstraining, Frauen- und Mädchenschach oder Vereinsentwicklung werden berücksichtigt, obwohl sie in allgemeinen Sportmedien oft wenig Raum erhalten.
- Persönliche Stimmen: Interviews, Meinungsbeiträge und Beiträge mehrerer Autoren verleihen der Seite einen individuellen und szenenahen Charakter. Auf der Startseite sind beispielsweise Beiträge von Rädler, Hertneck und Geibel zu erkennen.
- Nützlicher Trainingsbezug: Neben Nachrichten finden sich konkrete Trainings- und Taktikinhalte, wodurch die Seite auch für aktive Spieler und Trainer interessant ist.
- Gute Aktualität bei Veranstaltungen: Turniere, Kongresse und neue Schachformate werden sichtbar gemacht, etwa das Walldorfer Schachopen oder der Deutsche Mädchenschachkongress.
Schwächen
- Unklare Informationsarchitektur: Die Startseite präsentiert viele Beiträge chronologisch, aber eine deutlich erkennbare thematische Navigation oder Priorisierung ist nur begrenzt ersichtlich. Für neue Besucher kann dadurch schwer erkennbar sein, welche Inhalte besonders wichtig sind.
- Starke Nachrichten- und Kurzmeldungsorientierung: Viele Einträge werden mit „1 Min. gelesen“ angegeben und bieten auf der Startseite nur kurze Anreißer. Das ist schnell konsumierbar, führt aber möglicherweise zu geringerer analytischer Tiefe.
- Uneinheitliche redaktionelle Gewichtung: Ein großes Bundesliga-Thema, eine Vereinsmeldung, ein Werbe- oder Trainingstipp und eine persönliche Empfehlung stehen teilweise in ähnlicher Darstellung nebeneinander.
- Wenig externe Verlinkung: Schachkicker beschreibt selbst das Prinzip, „sehr wenig“ zu verlinken. Das kann die Eigenständigkeit stärken, erschwert aber die Überprüfung von Primärquellen und die vertiefende Recherche.
- Teilweise werbliche Nähe: Auf der Seite finden sich Empfehlungen und Hinweise auf Trainingsangebote; zudem existiert eine Produktkollektion mit Empfehlungen für einen dynamischen Produktbereich. Redaktioneller Inhalt und kommerzielle Hinweise sollten daher klarer getrennt werden.
- Begrenzte Transparenz der Quellenlage: Bei Verbands-, Turnier- oder Personalnachrichten wäre es hilfreich, systematisch auf Ausschreibungen, offizielle Ergebnisse, Dokumente oder Originalinterviews zu verweisen. Die geringe Verlinkung ist hier ein Nachteil.
- Nicht immer klarer Adressatenfokus: Die Seite richtet sich zugleich an Einsteiger, Trainer, Vereinsfunktionäre und ambitionierte Schachfans. Diese Breite ist ein Vorteil, kann aber die Orientierung und die inhaltliche Tiefe für einzelne Zielgruppen schwächen.
Bewertung nach Kriterien
Verbesserungsvorschläge
- Klare Hauptkategorien einführen, etwa Nachrichten, Bundesliga, Vereine, Training, Jugend, Frauen, Rezensionen und Termine.
- Top-Beiträge und Hintergrundartikel stärker von kurzen Meldungen abheben.
- Primärquellen konsequenter verlinken, insbesondere bei Turnierergebnissen, Verbandsentscheidungen und offiziellen Ankündigungen.
- Werbung, Produktempfehlungen und redaktionelle Beiträge sichtbar voneinander trennen.
- Autorenprofile, Impressum und redaktionelle Leitlinien prominent zugänglich machen.
- Suchfunktion, Schlagwortsystem und Archiv verbessern, damit ältere Inhalte leichter auffindbar sind.
- Beiträge mit weiterführenden Daten ergänzen, etwa Tabellen, Elo-Entwicklung, Partien oder eingebetteten Turnierinformationen.
Kurz gesagt: Schachkicker ist besonders stark als aktuelle, engagierte und deutschsprachige Szeneseite. Für den Schritt zu einem professionelleren Fachmedium wären vor allem bessere Nutzerführung, konsequentere Quellenverweise und eine klarere Trennung zwischen Nachrichten, Meinung, Training und kommerziellen Empfehlungen erforderlich.
Prägende Autoren
Das Portal Schachkicker wird vor allem von Gerald Hertneck, Walter Rädler und Michael Busse geprägt. Hertneck trägt als Chefredakteur und Inhaber die redaktionelle Gesamtverantwortung, während Rädler und Busse viele Beiträge verfassen.
Das Autorenteam entstand ausdrücklich als Nachfolgeprojekt des früheren Schachtickers von Franz Jittenmeier. Hertneck übernahm die Leitung, unterstützt von Rädler und Schreiber sowie weiteren bekannten Autoren aus der Schachszene.
Insgesamt ist Schachkicker daher weniger das Werk eines anonymen Redaktionsteams als ein persönlich geprägtes Gemeinschaftsprojekt. Seine erkennbare redaktionelle Handschrift entsteht vor allem aus der Kombination von Hertnecks Leitung, Rädlers hoher Veröffentlichungsfrequenz, Busses Vielseitigkeit und Geibels Szenekenntnis.