Wieder mal ein Schmankerl aus dem Archiv des Schachklubs Halle. Vor knapp 40 Jahren fand in der 8. Runde der Regionalliga OWL ein Mannschaftskampf zwischen Minden und Halle statt, welcher an allen Brettern Remis ausging.
Daraufhin schrieb ein Haller Spieler einen Artikel in der örtlichen Zeitung. Er wurde zusammen mit dem Kommentar eines Lokalsportreporters der Zeitung veröffentlicht:
Dies brachte nun die Dinge ins Rollen, es gab wohl Unmut in der Schachszene und der Verbandsspielleiter begann eine Untersuchung der Geschehnisse. Er schrieb folgende Zeilen an die Mannschaftsführer der Vereine:
Die Stellungnahme des SK Halle fiel recht ausführlich aus, von Minden wird es sicherlich auch eine gegeben haben. Diese findet sich aber leider nicht in unseren Akten.


Im Ergebnis entschloss sich der Spielleiter die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen.
Ich finde es interessant, wie mit einer solchen Angelegenheiten damals umgegangen wurde. Es gab noch die Zeit, den Dingen in Ruhe auf den Grund zu gehen, um letztendlich zu einer möglichst ausgewogenen Entscheidung zu kommen, ohne dass das Dröhnen der sozialen Medien den Prozess des Erkenntnisgewinns übermäßig störte.
In der obersten tschechischen Schachliga gibt es eine 3-Punkte-Regel. Endet ein Kampf 4:4, bekommt jedes Team einen Punkt. Siegt ein Team (4,5 oder mehr Punkte), bekommt es drei Punkte und das Gegnerteam null Punkte. Grund dafür war, dass vor einigen Jahren 4:4-Absprachen häufig geworden waren.