Ein Remis in der ersten Runde gegen Jan Döller, den Rest gewann Meinolf. Die letzte Runde gegen den Sieger des Aprilturniers Daniel Johnen war dabei eine besonders wilde Partie, in der Daniel nicht den Hebel von „Attacke!!!“ zu „Abwickeln in ein gewonnenes Endspiel“ umlegen konnte.

Daniel hätte hier die Dame tauschen und dann den Turm auf a1 schlagen müssen. Das Endspiel ist dann ein gewonnenes aufgrund der Mehrbauern. In hochgradiger Zeitnot spielte er aber Lxb3, was in der folgenden taktischen Abwicklung einfach eine Figur einstellt.

Verdienter Sieger des Maiturniers: Meinolf Kemper!
Ich hatte zuerst Zweifel, ob es klug wäre, das Turnier auf das Himmelfahrtswochenende zu legen. Einerseits laufen so viele andere Opens und Schnellschachturniere, andererseits sind viele vielleicht über das lange Wochenende verreist, aber der Mut wurde belohnt. Das Turnier an sich war eines der größeren Sorte. Einige Stammkräfte fehlten zwar feiertagsbedingt, dieses wurde aber mehr als kompensiert durch die Teilnahme von Spielern, die vielleicht gerade dies dazu ermutigte teilzunehmen. Der SV Quakenbrück schickte eine Delegation, zwei Schachfreunde kamen aus Bochum und auch unter den Schachspielern im näheren Umkreis waren einige das erste Mal dabei. Das freut mich umso mehr, denn, obwohl es auch reizvoll ist, öfter gegen dieselben Nasen ein paar Partien zu spielen, die man schon gut kennt, finde ich persönlich noch spannender gegen neue Gesichter anzutreten.
Von uns waren Lily, Viktor und Benjamin dabei und da Heval Kartal beim Start der ersten Runde noch nicht da war, spielte ich auch eine Partie, um das Feld zu begradigen. Lily hatte ein bisschen Lospech, da sie die ersten beiden Runden Schwarzpartien gegen starke Gegner bekam (u.a. gegen den späteren Turniersieger) und in der letzten Runde noch gegen Dhyanesh spielen musste, der mit seinen 1500 ELO komplett unterbewertet ist. 2,5 Punkte und ein Rang im Mittelfeld waren das Ergebnis. Benjamin spielte ein Klasseturnier, 3 Punkte gegen starke Gegner (ELO-Performance >2000). Ein Quäntchen Glück war sicher auch dabei, aber das muss man sich auch erstmal verdienen. Viktor erspielte einen Punkt.

Blick über das Gesamtfeld. 12x digital, 3x analog. Die Heizung in der Mensa war mal wieder defekt, im Sinne von „immer auf Maximum“. Daher waren zur Kompensation die Fenster die ganze Zeit auf.

Lily musste nach ihren zwei Auftaktniederlagen ganz nach hinten rutschen, gegen Viktor gewann sie aber sicher. Neben ihr sitzt Maja-Maria Becker, die zusammen mit Georg Brinkmann den langen Weg von Quakenbrück nach Halle auf sich genommen haben. Beeindruckend, Danke für euren Besuch!

Christian Vukadin, ein Österreicher in OWL, kam ganz spontan vorbei und konnte diese Partie gegen Henrik Siebeneck gewinnen. 3 Punkte wurden es am Ende, Henrik erspielte sich zwei.

Spitzenpaarung der dritten Runde. Dhyanesh Gopinath hatte sich mit zwei Siegen an Brett 1 gespielt. Daniel stoppte seine Siegesserie dann aber. Zwei Remis folgten, seine ELO-Performance von >1900 zeigt seine realistische Spielstärke aber mehr als seine aus Indien stammende ELO von 1532. Daniel spielte ein makelloses Turnier, bevor er in der letzten Runde dann (wie oben gezeigt) von Meinolf noch besiegt und überholt wurde.

Nico Glatt – Jeromin Rocklage. Nico erspielte sich 3,5 Punkte und landete im oberen Mittelfeld. Diese Partie gegen Jermonin sollte er gewinnen, Jermonin landete mit 2,5 Punkten im Mittelfeld.

Benjamin Jahn gegen Florian Schreiber. Florian hatte nicht seinen besten Tag und auch gegen Benjamin stellte er was ein und verlor die Partie.
Danke allen Teilnehmern, insbesondere denen, die mit geholten haben beim Auf- und Abbau. Die nächsten beiden Turniere der Serie (Juni und Juli) folgen direkt nacheinander am 26.06. und 03.07. Hier ein Vorgeschmack auf die dort zu gewinnenden Pokale.

Aufgrund des Erfolgs der Turnierserie werden wir sie sicherlich auch darüber hinaus fortsetzen, um die Termine kümmere ich mich dann in den Sommerferien. Bis dann!