14.08.2026

1 Gedanken zu „Neues Qualifikationssystem der FIDE für das Kandidatenturnier

  1. „Völlig gleich“ sind die Qualifikationswege bei Frauen und Männern nicht. Zwar sind Weltcup und Grand Swiss vergleichbar. Aber die Grand Prix Serie sind Rundenturniere mit echt klassischer Bedenkzeit (gab es bei den Männern auch mal, dann wurde mit verschiedenen anderen Formaten experimentiert, dann wurde die Serie abgeschafft). Total Chess World Championship (neueste Idee von Norway Chess um Carlsen zu motivieren und FIDE macht da mit) ist dagegen fast classical (45+30), Schnell- und Blitzschach und am Ende KO-Format. Der Women’s Circuit (nur eine Handvoll Turniere) ist auch nicht vergleichbar mit dem FIDE Circuit im Prinzip für alle. Es gibt relativ wenige Frauenturniere – wer da Einladungen bekommt ist klar im Vorteil – und daneben offizielle FIDE events. In Opens (Teil des FIDE Circuit) werden Frauen sehr selten bis nie Circuit-Punkte erobern.

    „man müsste einfach nur die ersten acht der beiden Weltranglisten einladen“ – erstens kann es dann zwischen Platz 8 und Platz 9 (oder wo auch immer die Grenze wäre) sehr eng werden, ein zwei fünf Elopunkte können entscheiden. Zweitens würden nicht nur Underdogs (z.B. Blübaum) außen vor bleiben, sondern auch aufstrebende Spieler die das Niveau zum Stichtag noch nicht ganz haben – im vorletzten Zyklus Praggnanandhaa, im noch laufenden Zyklus Sindarov (Keymer wäre wohl gerade rechtzeitig in der top10 angekommen aber bei einem Mittelwert über das gesamte Jahr 2025 auch chancenlos), im nächsten Zyklus vielleicht Erdogmus. „Das ganze komplizierte Qualifikationssystem“ hat schon seine Berechtigung, so sehe ich es.

Die Kommentare sind geschlossen.