100 Tage im Amt: Der DSB-Präsident im Schachtalk
Ich freue mich auf die Folge, beim Schachbund ist im Augenblick viel los, aber icih würde sagen, es gibt viele positive Nachrichten
- 100 000 Mitglieder
- 150.000 Sponsoring
- professionelle Vermarktung ohne Fixausgaben
- verbessertes Klima auf der Geschäftsstelle
- Junioren-WM-Bewerbung
- Zwischen DSJ und DSB läuft es immer besser. Paul ist umtriebig, das ist sehr positiv sehe, er hat dem Berliner Schachverband sehr gut getan, ich hoffe und denke, das gleiche wird er beim DSB auch tun.
Ich werde auf jeden Fall dabei sein und lauschen.
Nächste Woche ist Tobias Eismann vom neuen Marketing dran, sehr interessanter Mensch, werde ich wieder lauschen!
Schon wieder 100 Tage? Wie schnell die Zeit vergeht!
Nur, dass er seine internationalen Repräsentanzen und Verpflichtungen an WR abgetreten hat.
Wenn Herr Rosenstein der erste deutsche FIDE-Präsident wird, wäre dies die hervorragende Begründung dafür.
Begründung für was? Man ernennt einen Deligierten doch wohl nach Kompetenzen und nicht nach dessen Ambitionen.
Dass ein Kandidat für die FIDE-Präsidentschaft Deutscher ist, macht ihn noch lange nicht zu einem geeigneten Kandidaten.
Wer von der Mitgliederversammlung eines Vereins in ein Amt gewählt wird, geniesst damit persönlich das Vertrauen der Versammlung und hat das Amt daher „höchstpersönlich“ auszuführen. Die Übertragung der Vertretung gegenüber der FIDE auf eine Person, die der Bundeskongress nicht gewählt hat, ist damit unvereinbar und daher unzulässig. Ich vermag in der Satzung des DSB keine Rechtsgrundlage für den entsprechenden Präsidiumsbeschluss zu erkennen. Das Vereinsrecht kennt mit § 30 BGB die Möglichkeit, für einen klar abgegrenzten Geschäftskreis einen sogen. „besonderen Vertreter“ zu bestellen. Die Satzung des DSB enthält eine solche Vorschrift jedoch nicht. Für eine dazu erforderliche Satzungsänderung wäre der Kongress zuständig.
Es gibt bereits ein Interview von Chessbase India https://www.youtube.com/watch?v=2mVMBvY8hbw – auf Englisch, PMD zeigt sich also durchaus auch einem internationalen Publikum.
Da präsentiert er sich nonchalant-selbstbewusst quasi als neuer König von Schach-Deutschland. „Mit sehr knapper Mehrheit gewählt“ wird da nicht thematisiert, wäre hier nicht zielführend und der Interviewer hat es womöglich gar nicht auf dem Zettel. Wird das, und was aus der Ankündigung, auf die andere Hälfte zuzugehen, wurde, beim Schachtalk eine Rolle spielen?
Ich finde das Interview gut. Neuer König von Schach-Deutschland ist von dir dick aufgetragen. Der große Franz Josef Strauß hat einmal gesagt: „Demokratie ist 50 Prozent und eine Stimme!“, deswegen ist eine Thematisierung meiner Meinung nach nicht notwendig, wir hatten zwei gute Kandidaten.
Wir hatten im Vorfeld einen richtig guten Kandidaten, der durch seine Ausbildung und Berufsweg, bis in in eine Manager-Spitzenposition bewiesen hat, dass er das Amt hätte sehr gut ausfüllen können.
Nun hat er durch im Vorfeld aufgetretenes unannehmbares Verhalten und Bedingungen seine Kandidatur zurück ziehen müssen .
So kam es zu der denkbar knappen Wahl, (die wohl durch tagesaktuelle Stimmungsschwankungen zu erklären sind) des im Vorfeld eigentlich schon zurück gezogenen eSportlers. (Erinnert mit mich das an einen ehemaligen Torwart?)