Paul Meyer-Dunker Landespräsident des Berliner Schachverbands
Wie der Homepage des DSB zu entnehmen ist, hat Paul Meyer-Dunker dem DSB-Präsidium mitgeteilt, das er mit Wirkung zum 27. April sein Amt als E-Sport-Beauftragter abgeben wird.
Und zwar zeitgleich mit seinem Abschied als Präsident des Berliner Schachverbandes, auf dem BSV-Verbandstag.
Am Wochenende zuvor wird Meyer-Dunker mit seinem Verband noch in Berlin die Endrunde der Bundesliga austragen – im Willy-Brandt-Haus. Es dürfte ein ereignisreicher Abschied werden für ihn.
Paul war ein sehr aktiver Landesvorsitender, sowohl im eigenen Verband, wo er viel bewegt hat, als auch im Deutschen Schachbund, wo er sich immer stark, man könnte auch sagen kämpferisch, in die Kongresse und Hauptausschüsse eingebracht hat.
Des weiteren war er eine Zeitlang in der Geschäftsstelle des DSB für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, und setzte die Nationalmannschaft mit seinen Interviews in ein sehr positives Licht.
Das Ganze kulminierte am 31. Mai 2025 in einer Gegenkandidatur gegen die amtierende Präsidentin Ingrid Lauterbach, die jedoch knapp scheiterte. Sein Verhältnis zur Präsidentin war demzufolge angespannt.
Um es in einem Satz zu sagen: Paul wird uns fehlen!
Ich mochte Paul immer, auch weil er nicht der klassische Funktionär war, sondern ein junger Mann mit viel Elan. Und immer im Dienste des Schachs! Was ich nicht ganz verstand, dass er sich trotz seines hohen Engagements aus dem Amt im Berliner Schachverband zurückziehen wollte, was er schon länger geplant hatte.
So bleibt seine Schach-Funktionärskarrie eine Episode in seinem Lebenslauf.
Ich hätte von ihm, auch nach der Wahlniederlage, mehr Durchhaltevermögen erwartet, entweder auf höchster Ebene oder im Berliner Schachverband.
Er hatte mir schon vor zwei oder drei Jahren erzählt, dass er es nicht ewig machen möchte.
Ist es wirklich sinnvoll, Schach als E-sport zu forcieren?
Meiner persönlichen Meinung nach ist das Unsinn.