Symbolbild Schachbundesliga. Photo KI.
Liebe Schachfreunde und -freundinnen!
Die Mannschafts-Aufstellungen für die kommende Saison sind heute veröffentlicht worden:
Daraus geht hervor, dass 10 der 16 Bundesliga-Mannschaften keinen einzigen deutschen Spieler unter ihren TOP 8 gemeldet haben.
Die übrigen 6 Teams haben insgesamt 13 deutsche Aktive unter den jeweiligen TOP 8, darunter der Hamburger SK mit sogar 5 einheimischen Großmeistern. Der HSK ist auch der einzige Klub, der mit Frederik Svane an Brett 1 und Rasmus Svane an Brett 2 deutsche Spieler an den Spitzenbrettern einsetzen will. Vincent Keymer ist für Baden-Baden an Brett 3 gemeldet, ebenso wie Leonardo Costa für die Münchner vom MSA Zugzwang.
In den Mannschaftslisten der 16 Vereine sind insgesamt 7 weibliche Spielerinnenn aufgeführt, darunter die Internationalen Meisterinnen Dinara Wagner (Viernheim), Klaudia Kulon (Kirchweyhe) und Eline Roebers (Hamburger SK) sowie FM Lara Schulze (Werder Bremen). Wer von ihnen tatsächlich zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten.
Mit den besten Grüßen
Euer Henning
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Walters Meinung: Das ist der Preis für die stärkste Liga der Welt!
Siehe dazu den Folgeartikel https://schachkicker.de/die-12-apostel/
Spannend ist die Aufstellung des freiwilligen BuLi-Absteigers Wolfhagen in der 2. BuLi-Nord.
Im wesentlichen Ukrainer (5) und Kasachen (8),
ergänzt durch 1x Schweiz, 1x Schweden, 1x Tschechien.
An Brett 17 ist ein für D spielberechtigter Ukrainer gemeldet.
Das ist fast wie Schwäbisch Hall, nur in der offenen Klasse.
Der Schweizer (Li Min Peng mit auch chinesischen Wurzeln), der Schwede und der Tscheche sind dabei auch ehemalige Ukrainer. Insgesamt sind es hintere Bretter der ehemaligen ersten Mannschaft, vordere Bretter der ehemaligen zweiten (sportlich in die Zweite Bundesliga aufgestiegen, durch Rückzug von Wolfhagen 1 weiterhin Oberliga) und kasachische Neuzugänge.
„Verjüngung“ hatten sie mir gegenüber angekündigt, das wurde nun umgesetzt auch oder vor allem mit den Kasachen Edgar Mamedov (*2010, nicht mit dem Azeri Rauf Mamedov verwechseln), Smirnov (*2012) und Kuandykuly (*2013). Die fünf anderen Kasachen sind Jahrgang 2000-2008, Jumabayev (*1989, noch die kasachische Nummer 1 aber vielleicht nicht mehr lange) haben sie nicht.
Andere junge Neuzugänge: bei Werder Bremen Faustino Oro und Ihor Samunuenkov (kam aus Wolfhagen), bei Mülheim in der Zweiten Bundesliga der Belgier Elias Ruzhansky (*2011 also „Generation Glöckler“, ebenfalls IM mit jedenfalls einer GM-Norm). Christian Glöckler und Hussain Besou spielen offenbar weiterhin Oberliga für Wiesbaden bzw. Lippstadt – Aufstellungen noch nicht bekannt aber laut DWZ-Liste kein Vereinswechsel. Entweder hatten sie keine Angebote (kann ich mir kaum vorstellen), oder sie selbst bzw. die Eltern/Trainer/Betreuer haben das so entschieden.
Gratulation an die beiden direkten Aufsteiger in die 1. Deutsche Bundesliga.
Eingesetzte deutsche Spieler in % bei 88 Partien:
Remag Sinzig 0%
Bad Mergetheim 2% (und der ist eingedeutscht)
Werden wie Deggendorf auch super in diese Liga passen.
Ich habe auch mit Freude in der 1. Liga gespielt, auch mit ausländischen Spielern, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe.
Aber ich war auch immer für eine 50%-Quote, die ja rechtlich leider nicht umsetzbar ist.
Achja, als 1860er werde ich nie vergessen, wie es beim entscheidenden Spiel gegen Cottbus damals in der 1. Liga war. Ok, Rene Geier auf der Bank. Aber sonst? Bei Cottbus stand kein einziger Deutscher am Feld. Und wer applaudierte für Cottbus? Bundeskanzlerin Merkl. Auf Stimmenfang im Osten. Ich werde jetzt aber nicht politisch.
Bei solchen Duellen in deutschen Ligen halte ich gerne zu dem Team, das mehr deutsche Spieler aufstellt.
Bei allem Verständnis für die grundsätzliche Kritik – aber gegenüber einem 41-jährigen, der seit gut 30 Jahren in Deutschland lebt, empfinde ich die herablassende Bemerkung „und der ist eingedeutscht“ unangebracht.
Ja und damit sollten wir die Diskussion über das Thema beenden. Ich finde es eh nicht richtig, wenn einzelne Namen in der Debatte genannt werden, denn es geht um das Thema an sich „Zu viele Ausländer spielen in der 1. Bundesliga“, und nicht darum, hier Einzelne an den Pranger zu stellen, wie lange sie schon in Deutschland leben oder nicht. Auf die juristische Debatte (Bosman-Urteil) haben wir diesmal verzichtet, aber es wäre auch noch darauf hinzuweisen, dass mein Antrag an den Deutschen Schachbund zur Begrenzung der Nicht-EU-Ausländer ohne triftige Gründe von der Bundesversammlung in Paderborn abgelehnt wurde. Auch wenn dieser Antrag nur für die 2. Bundesliga gestellt wurde, hätte er durchaus Strahlwirkung auch für die 1. Liga gehabt. Der Deutsche Schachbund hat also durchaus einen Anteil daran, dass immer weniger Deutsche in der Bundesliga spielen, der Hauptgrund ist aber natürlich die europäische Rechtsprechung.
Es ist ja nicht so, dass man nichts ändern kann. Wenn man wollte, hätte man leicht eine Regelung für EU-Bürger machen können. Das ist offenbar aber nicht gewünscht. Gut, es gäbe da eventuell einen Widerspruch zur Schachnationalität.
Man könnte sich ja auch anschauen, welche Vereine weniger als 4 EU-Bürger unter den ersten 8 Spielern aufgestellt haben. Da sehen dann Vereine, über die man sonst herzieht, gar nicht so schlecht aus.
Lübeck wurde Deutscher Schachmeister ohne deutsche Spieler. Energie Cottbus spielte in der Fußball-Bundesliga als erstes ohne deutsche Spieler.
=> gegen EU-Spieler kann man nichts machen, da ist kein Kraut gewachsen, da geht nur Freiwilligkeit. Der Ausschluss, die Begrenzung von Nicht-EU-Spielern ist auch nicht so einfach, befürchte ich.
Wir haben die stärkste Liga der Welt, da müssen wir die Nachteile (sind es überhaupt Nachteile??) in Kauf nehmen.
War nicht herablassend gemeint.
Ich finde, jetzt wird es erst spannend! Leider habe ich zu wenig Ahnung von der Thematik, also frage ich die KI und die antwortet mir folgendermaßen.
Könnte man theoretisch in der deutschen Schach-Bundesliga die Anzahl der Nicht-EU-Ausländer begrenzen oder auf ganz verbieten?
Ja – theoretisch könnte eine Schachliga eine Regel einführen, die den Einsatz von Nicht-EU-Spielern begrenzt. Ob eine solche Regel rechtlich Bestand hätte, ist allerdings eine andere Frage.
Die wichtigsten Punkte:
EU-Bürger dürfen aufgrund der Arbeitnehmerfreizügigkeit und der Dienstleistungsfreiheit grundsätzlich nicht gegenüber anderen EU-Bürgern benachteiligt werden. Eine Quote, die beispielsweise Franzosen, Polen oder Spanier ausschließt oder benachteiligt, wäre daher in der Regel nicht zulässig.
Nicht-EU-Bürger genießen diesen Schutz nicht automatisch. Deshalb haben oder hatten einige Sportverbände in Europa Regelungen, die die Zahl von Nicht-EU-Ausländern beschränken.
Allerdings gibt es dabei erhebliche Einschränkungen:
Assoziierungsabkommen und internationale Verträge können auch Staatsangehörigen bestimmter Nicht-EU-Staaten einen ähnlichen Schutz gewähren. Das bekannteste Beispiel ist das sogenannte Kolpak-Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das in einigen Sportarten weitreichende Folgen hatte.
Verbandsrecht und Kartellrecht: Eine Bundesliga ist zwar ein privater Wettbewerb, ihre Regeln müssen aber sachlich gerechtfertigt und verhältnismäßig sein. Eine pauschale Regel „Keine Nicht-EU-Spieler“ müsste gut begründet werden und könnte gerichtlich angegriffen werden.
Besonderheit im Schach: Die meisten Spitzenspieler sind keine Angestellten der Vereine im klassischen Sinn, sondern erhalten oft Start- oder Einsatzhonorare. Dadurch stellen sich zwar teilweise andere rechtliche Fragen als im Profifußball, dennoch müssen Ligaregeln grundsätzlich mit deutschem und europäischem Recht vereinbar sein.
Wäre ein komplettes Verbot möglich?
Ein generelles Verbot aller Nicht-EU-Spieler wäre rechtlich deutlich angreifbarer als eine moderate Begrenzung. Es müsste überzeugend begründet werden, warum ein solches Verbot für den Wettbewerb notwendig ist. Das dürfte schwierig sein.
Wäre eine Quote denkbar?
Eher ja. Beispielsweise könnte man theoretisch über Regeln wie diese diskutieren:
maximal zwei Nicht-EU-Spieler pro Mannschaft,
höchstens vier Einsätze von Nicht-EU-Spielern pro Wettkampf,
oder eine Mindestzahl von Spielern mit deutscher Spielberechtigung.
Ob eine solche Regel vor Gericht Bestand hätte, hinge von ihrer konkreten Ausgestaltung und Begründung ab.
Aus sportpolitischer Sicht
Befürworter einer Begrenzung argumentieren häufig:
– Förderung deutscher Nachwuchsspieler,
– stärkere Identifikation der Vereine,
– weniger reine „Einkaufsmannschaften“.
Gegner halten dagegen:
– die Bundesliga würde an Spielstärke verlieren,
– internationale Spitzenspieler machen die Liga attraktiver,
– Vereine sollten selbst entscheiden können, wen sie einsetzen.
Kurz gesagt: Eine Begrenzung von Nicht-EU-Spielern wäre theoretisch eher denkbar als eine Begrenzung von EU-Spielern. Ein vollständiges Verbot wäre jedoch rechtlich deutlich problematischer und müsste einer gerichtlichen Überprüfung standhalten.
Am Bodensee wird gejammert, dass die Top-Paarung (BB – 4H) schon am Samstag in Runde 14 sei und nicht erst in der 15. Runde. Zitat: „Und wie immer ist es nicht gelungen, im Sinne der Dramaturgie den Showdown der beiden Favoriten ans Ende der Saison zu verlegen.“ – Es war wohl volle Absicht, diese Paarung auf den Samstag zu legen: So ist die Chance größer, eine komplettes Teamfoto des Siegers zu bekommen, während am Sonntag viele Spieler direkt nach Ende ihrer Partien verschwinden werden (siehe z.B. Deggendorf-Finale in der Saison 2024/25).
Sehr gelungen ist die Dramaturgie, dass es in der Schluss-
Runde 15 potenzielle Abstiegs-Knaller geben wird:
Deggendorf − Neuwied
St. Pauli − Bad Mergentheim
Erkenschwick – MSA Zugzwang
Berlin − Remagen
Ich spekuliere mal, dass drei dieser acht Mannschaften absteigen werden.
Da Erkenschwick laut Eloschnitt das mit Abstand schwächste Team ist, rechne ich jetzt schon mit einem Sieg von Zugzwang. An dem Wochenende spielen wir auch gegen Remagen und gegen die Schachfreunde Berlin, gegen die wir auch gewinnen müssen. Mit anderen Worten: der Abstieg entscheidet sich für uns erst an dem Wochenende in Heimbach-Weis.
Lieber Gerald,
> Da Erkenschwick laut Eloschnitt das mit Abstand schwächste Team ist,
> rechne ich jetzt schon mit einem Sieg von Zugzwang.
schreibst Du Dich gerade um Kopf und Kragen?
Mit solchen Sätzen baut man Underdogs auf!
Erinnere Dich an Hannover vor zweieinhalb Jahren:
die kamen mit einem kaputten Taxi bei Euch an
und holten dann ihr einziges 4:4, auch, weil Du sie
vorher in bester Uli-Hoeness-Manier „aufgebaut“
hattest.
Allein wegen der Begegnung ZZ-Schwick müsste man
sich jetzt schon Eintrittskarten für den letzten Spieltag
besorgen.
https://www.youtube.com/watch?v=lh_h-KdbBrE (Du hinter der Theke?!)
Oder hier auf der Bühne?
https://www.youtube.com/watch?v=TG2JtdUEMJU
Am Bodensee wird immer gejammert, gemeckert und kritisiert. Showdown der Favoriten in der letzten Runde kann ja auch bedeuten „sportlich irrelevant, Meisterschaft bereits entschieden“.
Bei Eloschnitt der Teams muss man auch berücksichtigen, wer dann voraussichtlich tatsächlich am Brett sitzen wird (teils liefert die Vergangenheit mögliche Hinweise), und eventuell auch das „Potenzial“ der Spieler. Erkenschwick hat mit Liam Vrolijk, Arthur de Winter, Mykola Korchynskyi und Isaac Garner (Brett 9, wird wohl oft spielen) gleich vier relativ junge Spieler. Düsseldorf ist von der Aufstellung her auch Abstiegskandidat
Düsseldorf hat Jan Werner. Der weiß, wie man an Strohhalmen aus dem Schlamassel krabbelt.
Düsseldorf sollte am ersten und am vierten Wochenende so viele Punkte sammeln wie möglich.