29.11.2025

13 Gedanken zu “Der historische Moment im Schach, den kaum jemand bemerkt hat!

  1. Ich verstehe, offen gestanden, die Balkengrafik nicht: Was wird da gezeigt? Annähernd 20000 indische Spieler im „Spitzenschach“? Und was bedeutet die rote Linie, ist das ein Anstieg (wovon?) über einen Zeitverlauf? Ist das ein selbst erstelltes Diagramm oder übernommen? Eine Legende (Achsenbeschriftung) wäre jedenfalls hilfreich….

    1. Hallo Michael, auf der linken Skala ist die Summe der Elozahlen der Spieler aus der jeweiligen Föderation abgebildet. Und die rote Linie ist die Verlaufslinie, bis 100 Prozent erreicht sind. Ja ich verstehe, dass die Grafik erläuterungsbedürftig ist, aber die ist Marke Eigenproduktion, und da habe ich es nicht so genausgenommen.

  2. Noch hat Russland meines Wissens nach mit Abstand die meisten Großmeister. Und mit Roman Shogdzhiev wieder ein Riesen Talent, auch wenn er noch sehr jung ist. Aber es stimmt schon, die frühere Dominanz im Spitzenschach ist vorüber.

    1. Ja das ist richtig, in der Breite ist Russland führend mit etwa 180 Großmeistern, aber nicht mehr in der Spitze!

  3. Hallo, interessant wäre auch eine Statistik, die verbildlichen könnte wieviele GM, Elo, Schachspieler es … pro „1000“ Einwohner gibt.
    Bei kleinen Nationen könnte das verwirrend sein aber bei den großen könnte man überblicken was ein Land „liefert“.

    1. Hallo Martin, gute Frage! Also, der DSB hat inzwischen knapp 100.000 organisierte Mitglieder, ganz grob käme man auf ein Verhältnis von 1:900 bei 84 Mio Einwohnern (wenn man die völlig Inaktiven rausrechnet). Großmeister gibt es in Deutschland ziemlich genau 100 (inkl. der Zugewanderten, etwa 30), d.h. jeder 840.000 ist Großmeister, daher kann man grob sagen, nur ein einziger unter einer Million Menschen! Das Elo-Verhältnis kann ich nicht genau beziffern.

      1. Hallo Gerald, danke. Das war die Statistik für Deutschland. Ländererhebung wäre hier, in dieser Hinsicht, transparenter. Wenn man betrachtet, daß Indien 78 GM hat, scheint das viel zu sein, aber auf 1,5 Milliarden Bevölkerung ist das wenig.

        Ähnliche Probleme ergeben sich such im Fußball. Der Klose hat 71 Tore geschossen, aber pro Spiel (also effektiv) ist der Gerd Müller, mit 68, viel besser.
        Was auch der Klose angemerkt hat.

    2. Jedenfalls zu GMs kann man auch Google befragen. Neueste Antwort auf „chess grandmasters by country“ ist https://x.com/stats_feed/status/1878878857660354613 von „World of Statistics“, Stand 15. Januar 2025:
      Russland 256 (deutlich mehr als die Schätzung von Gerald, vielleicht einschließlich derjenigen, die nun unter FIDE-Flagge antreten)
      USA 101 (relativ viele „importiert“)
      Deutschland 96
      Ukraine 93
      Indien 64 (da haben sie angesichts der Bevölkerungszahl noch „Nachholbedarf“?)

      Deutschland ist vielleicht noch einschließlich dem kurz zuvor verstorbenen Robert Hübner und wohl einschließlich Vlastimil Hort (im Mai verstorben). Andererseits wurden Leonardo Costa, Julian Kramer und Christopher Noe zwischenzeitlich GM, 100 sind es wohl immer noch nicht.

      Aktueller ist wohl https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_chess_grandmasters. Aber das müsste man erst in Excel hineinkopieren, dann nach Land sortieren und auch spätere Verbandswechsel berücksichtigen.

      Länder mit im Vergleich zur Bevölkerung vielen GMs sind wohl vor allem Armenien (44 bei etwa 3 Millionen Einwohnern, Aserbaidschan hat 26 GMs und etwa 10 Millionen Einwohner) und Island (14 GMs bei etwa 400.000 Einwohnern).

  4. Am aktuellsten sind die Daten offensichtlich bei der FIDE, und mit der Option „Advanced Search“ lässt sich das gewünschte Ergebnis übersichtlich darstellen.
    Für Russland werden 183 GM aufgelistet – ohne Spieler unter FIDE-Flagge, aber inklusive aller inaktiven Spieler, und mit Oleg Nikolenko steht mindestens ein bereits Verstorbener in der Liste. Wenn nur die aktiven GM berücksichtigt werden, sind es 63.
    Bei den USA sind es 112 (alle) bzw. 75 GM (nur Aktive), bei Deutschland 101 (alle) bzw. 76 (nur aktive) GM (die FIDE gibt mit dem im Februar verstorbenen Peter Enders jeweils einen Spieler mehr an).
    Die Ukraine hat 86 (alle) bzw. 52 GM (nur Aktive), Indien 87 (alle) bzw. 66 (nur aktive) GM.
    Die höchste GM-Quote je Einwohner dürfte wohl Monaco mit 3 (zugewanderten) GM (davon 2 aktiv) bei gut 40.000 Einwohnern haben.

    1. Hallo Thomas, mir persönlich ist nicht die pure Menge der GMs wichtig, sondern der prozentuale Anteil an der Bevölkerung. Daher halte ich Island, Aserbaidschan oder Armenien für mächtige Schachnationen. Wobei interessant sind auch stets die Hintergründe solch einer Entwicklung.

      Ein anderer Punkt hier ist, was man mit der Menge der GMs anfangen kann – ein Blick auf die Eloliste zeigt, wer wirklich das „Sagen“ in der Schachwelt hat. 😉

      1. Beide Einwände sind richtig, und als dritter Einwand käme noch hinzu, dass viele Großmeister eingewandert sind, vor allem in Deutschland und in den USA. Prozentual dürfte immer noch Island führend sein. Ja, und viele Großmeister haben ihre besten Tage hinter sich.

  5. Prozentual ist sicherlich Monaco mit drei GM (Bagheri, Efimov, Marciano) auf knapp 40.000 Einwohnern führend, da kann Island mit 14 GM bei ungefähr zehnfacher Einwohnerzahl nicht mithalten.
    Wenn es um die Eigengewächse geht, sieht es natürlich anders aus – Island hat nur einen eingewanderten GM (Danielsen), während offensichtlich alle monegassischen GM zugezogen sind (nicht nur die aktuellen GM, sondern auch die bereits verstorbenen Butnorius und Sulava sowie Fontaine, der mittlerweile für die Schweiz gemeldet ist).

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