In Herford ging es eng zu, 32 Turnierteilnehmer füllten die ehemalige Hausmeisterwohnung des Königin Mathilde Gymnasiums gut aus. Im Vergleich zu Gütersloh im letzten Monat war das schon kuschelig, aber noch erträglich. Ebenfalls eng war es am Ende an der Spitze des Feldes. Gewonnen hat das Turnier FM Holger Hebbinghaus. Er verlor nur eine Partie gegen den stark aufspielenden Berkin Sekerci und hatte am Ende einen halben Punkt Vorsprung vor Fabian Schlottmann und FM Rafael Torres-Kuckel. Vierter wurde FM Milan Kandic und herauszuheben ist mal wieder die Performance von Nico Glatt, der einige nominell stärkere Spieler besiegte und am Ende den 5. Platz belegte. Aus Haller Sicht die Zusammenfassung: Lily begann stark und besiegte u.a. den Führenden der Gesamtwertung Fabian Schlottmann, gegen den sie bisher in einigen Versuchen noch nie etwas Zählbares hatte ausrichten können, hatte aber in der Mitte einen Durchhänger und landete am Ende auf dem 10. Platz. Viktor holte 5 Punkte, Platz 27. Danke für die Fotos an dieser Stelle, ohne diese wäre der Bericht deutlich textlastiger geworden, denn ich war mal wieder zu beschäftigt, um selbst in nennenswertem Umfang tätig zu werden.

CM Frank Bellers gegen IM Gerd-Peter Grün am Spitzenbrett

Die untere Turnierhälfte. Im Vordergrund Domenic Nidenz gegen Noah Köhn. Daneben die Duelle Jay Winter gegen Lotta-Sophie Kowalzik und Nareg-Niko Boyagian gegen Waldemar Neb.

Berkin Sekerci gegen Nico Glatt und WCM Lily Schirmbeck gegen FM Milan Kandic. Im Hintergrund verdeckt schaut Stascha Milivojevic zu, die von Ulrich Woestmann in ihrer Siegesserie gestoppt wurde. Sie gewann fünf Mal in Folge und stieß damit ins obere Mittelfeld vor. Am Ende landete sie mit einer ELO-Performance von 1685 auf dem 24. Rang. Starke Leistung angesichts ihrer DWZ, die nur knapp über 1000 liegt.

Das Mittelfeld der Runde 12: Das Duell der Doktoren: Dr. Volker König vom gastgebenden Verein gewinnt gerade gegen Dr. Ekkehard Neumann, dahinter Dr. Bernhard Nußbaumer gegen Peter Berger. Peter ist lustigerweise der einzige Spieler auf dem Bild ohne Doktortitel, er spielte aber ein sehr gutes Turnier. Mit seiner ELO von 1641 erspielte er eine Performance von 1822, und das in seinem Alter, wo die Fähigkeiten im Blitzschach eher etwas nachlassen. Beeindruckend, herzlichen Glückwunsch dazu!

Am Brett 15 hatte Lorenz seinen Stammplatz, den er nur einmal verlassen musste, um gegen den anderen Stammplatzinhaber Frank an Brett 1 zu spielen. Brett 17 und 18 im Hintergrund blieben leider unbesetzt, da 4 angemeldete Teilnehmer nicht kamen. Das ist normalerweise kein Problem, dieses Mal hatten wir aber die Obergrenze von 36 Spieler, weswegen ich spielwilligen Schachfreunden absagen musste. Hätten sich die Leute abgemeldet, hätten diese zum Zuge kommen können. Schade.

Die Gesamtwertung Stand April
Im Mai macht der Teutopokal Pause. Das nächste Turnier findet am 19.06.2026 in Lage statt.
Dankeschön, Markus Schirmbeck, für die tollen Turnierfotos, die einen guten optischen Eindruck von den Räumlichkeiten und den völlig unterschiedlichen Generationen von „ganz jung“ bis „ganz alt“, männlich und weiblich gut gemischt, das finde ich toll!
Die Spieler benutzen keine Notationszettel zum Mitschreiben, daher meine Nachfrage:
War das jetzt ein Schnellschachturnier oder ein Blitzturnier? Wieviel Zeit auf der Uhr hatten die Spieler zur Verfügung?
Danke für das Lob. Beim Teutopokal spielen wirklich regelmäßig die unterschiedlichsten Menschen mit. Jung oder alt, stark oder schwach, Vereinsmitglieder oder Internetspieler bei ihrem ersten OTB-Turnier. Wir haben für alle einen Platz, nur Schach spielen müssen sie gerne ;-). Beim Teutopokal wird Blitzschachturnier mit ELO-Auswertung gespielt (3 Minunten + 2 Sekunden Inkrement / Zug). Das ist die Standardbedenkzeit im modernen Blitzschach.
Hallo Markus Schirmbeck, ich sehe auf den Turnierfotos auch einen Jungen im Rollstuhl, also Inklusion von Behinderten findet bei eurem Turnier auch statt.
Blitzschacherfahrung habe ich selbst nur Online auf Lichess. Ich spiele da in einem französischsprachigen Frauenteam. Unser Zeitmodus ist dort aber 5 Minuten + 4 Sek Inkrement pro Zug! Einen noch knapperen Zeitmodus würde ich wohl nicht schaffen.
Aber interessant für mich zu wissen, was bei Fide-Elo gewerten Blitzturnieren so gängig und üblich ist.
Ja, der „Junge“ ist Lorenz Kowalzik, eigentlich eher ein junger Mann. Der ist jedes Mal mit viel Enthusiasmus dabei. Dieses Mal war er sogar sehr gut drauf, Platz 9 :-).
Lorenz ist bei uns in Lage Mitglied im Schachklub „Turm“, ebenso seine jüngere Schwester Lotta. Das Tolle ist, dass der Vater die beiden ganz oft zu den Turnieren des Teutopokals hinfährt. Der Vater hatte vor vielen Jahren Schach in einem Schulkurs erlernt, den ein inzwischen altersbedingt nicht mehr aktives Mitglied unseres Vereins organisiert und durchgeführt hatte.