GM Matthias Blübaum, Quelle: Wikipedia
Der Deutsche Schachbund berichtet heute über die sensationelle Unterstützung für unseren Kandidaten Mathias Blübaum. Zitat:
„Nur noch wenige Tage bis zum Start des Kandidatenturniers auf Zypern (ab Sonntag 29. März), wo er gegen sieben Kontrahenten um den Platz für das WM-Duell gegen den amtierenden Weltmeister Dommaraju Gukesh kämpfen wird. Der Deutsche Schachbund hat alles getan, um für seinen WM-Kandidaten gute Voraussetzungen zu schaffen. Auch finanziell.
DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach sagt: „Es war uns ein großes Anliegen, ihm die besten Rahmenbedingungen zu ermöglichen.“ Man habe, vor allem über das Crowdfunding, das der Präsident des Schachverbandes Württemberg, Carsten Karthaus, gemeinsam mit dem DSB angestoßen hat, „den Rahmen der Unterstützer deutlich vergrößert“, so Lauterbach: „Es haben viele Menschen jenseits unserer Mitgliederbasis gespendet. Das zeigt eindrucksvoll: Ganz Schach-Deutschland steht hinter Matthias Blübaum!“ Insgesamt rund 86.000 Euro kamen für das Projekt zusammen.“
DSB-Sportdirektor Kevin Högy schlüsselt den Betrag wie folgt auf:
- 36.000 Euro vom Bundeskanzleramt,
- 25.000 Euro vom Deutschen Schachbund,
- 21.000 Euro über das Crowdfunding,
- 2.500 Euro Förderung vom Spitzensportland Baden-Württemberg,
- plus ein vierstelliger Betrag vom Schachverband Württemberg.
Matthias Blübaum ist zwar Ostwestfale, aber über seinen Bundesligaverein SF Deizisau eng mit Baden-Württemberg verbunden.
Nun wünschen wir Matthias alles Gute im Turnier, und werden das Kandidatenturnier sicher mit großer Begeisterung verfolgen.
Entschuldigung für meine Pingeligkeit, aber Matthias Blübaum ist NICHT
Ostwestfale, sondern Lipper. Der Schachverband bei uns heisst auch nicht
Schachverband OW, sondern Schachverband OWL, wobei das L für „Lippe“
steht.
Eine Eselsbrücke ist das Landeswappen von NRW: Links oben der Rhein,
rechts oben der westfälische Gaul, und unten die 5-blättrige Lippische Rose.
In der Lippischen Landeszeitung, die es immer noch gibt, gab es in den
1980er Jahren eine Spalte „Blick über die Grenzen“. Damit war der Blick
nach Bielefeld, Herford und Paderborn gemeint.
Ein wenig Eigenwerbung: Vor Jahren habe ich mal ein Büchlein über eine
Flüchtlingsgeschichte aus dem Jahr 1945 geschrieben: „Am Ende wird es
Lippe sein“.
Hoffentlich riskiert er im Kandidatenturnier keine zu dicke Lippe!
Max Euwe war übrigens auch Mathematiker und ein eher unerwarteter Weltmeister. Ich sach‘ ja nur …