Die Doppelsieger der Britischen Meisterschaften; Quelle: BCF
In Coventry bei Birmingham endeten am Sonntag die britischen Meisterschaften mit einer Sensation: ein 17-Jähriger wurde Meister vor Rekordmeister Micky Adams und Luke McShane. Und bei den Frauen trat genau das ein, was die meisten erwarteten: ein elfjähriges indisches Ausnahmetalent wurde Frauenmeisterin!
Pressemitteilung des Englischen Schachverbands
Bei den größten Britischen Schachmeisterschaften aller Zeiten purzelten die Rekorde. Zum Abschluss der neuntägigen Veranstaltung in Coventry gingen die beiden wichtigsten Titel an zwei junge Ausnahmetalente, die dabei jeweils neue Bestmarken aufstellten.
Der 17-jährige Shreyas Royal sicherte sich den britischen Meistertitel. Nach neun Runden stand er an der Spitze der Tabelle, einen halben Punkt vor den beiden erfahrenen englischen Großmeistern Luke McShane und dem neunmaligen britischen Meister Michael Adams. Für Royal war es der erste britische Meistertitel. Der Erfolg unterstrich seinen Aufstieg zu einem Spieler von internationalem Spitzenformat.
Unterdessen wurde das elfjährige englische Ausnahmetalent Bodhana Sivanandan zur jüngsten britischen Frauenmeisterin aller Zeiten. Ihre einzige Niederlage im Turnier erlitt sie in der sechsten Runde gegen Royal.
In einem spannenden Schnellschach-Stichkampf der beiden besten Spielerinnen setzte sich Sivanandan gegen die 14-jährige Irin Trisha Kanyamarala durch. Auch Kanyamarala gilt als großes Talent und ist die erste Irin, die den WGM-Titel trägt.
Die Erfolge von Royal und Sivanandan bildeten den bemerkenswerten Abschluss der größten Britischen Schachmeisterschaften in der 122-jährigen Geschichte des Turniers. Bei den verschiedenen Wettbewerben an der University of Warwick wurden insgesamt mehr als 2.600 Meldungen verzeichnet.
Für Royal ist der Titel ein weiterer Meilenstein in seiner rasanten Karriere. Der 17-Jährige aus dem Südosten Londons wurde 2024 zum jüngsten britischen Großmeister aller Zeiten und hat sich seitdem als einer der führenden Nachwuchsspieler des Landes etabliert.
Das die Briten sich bei diesem Event mit parallel ausgetragenen Turnieren nicht lumpen ließen, zeigt der Turnierkalender. Insofern kann man gewisse Vergleiche zum Schachgipfel im Dresden ziehen.

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