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Absolute Sensation und Irritation in der zweiten Frauenbundesliga. Alle Ergebnisse des letzten Matches von FC Bayern gegen den SC Garching wurden annulliert!

Doch es geht noch weiter: die letzten drei Runden für Garching wurden komplett anulliert bzw. als nicht angetreten bezeichnet.

Doch was ist passiert? Die rot gekennzeichnete Spielerin Jamie Frowein die sich selbst auf ihrer Homepage als „Benutzerdefiniert, Divers“ bezeichnet, wurde genullt, da „sie“ offensichtlich nicht als Frau anerkannt wurde. Nun ja, man kann sagen, eine gewisse Logik ist erkennbar, denn im Frauenwettbewerb sollten nur Frauen spielen. Und wenn man sich nicht eindeutig als Frau bekennt, dann muss man auch die Folgen tragen. Aber wieso werden dann seit einem Jahr auch biologische Männer zugelassen, die als Transgender auftreten? Verquere Logik!
GM Elisabeth Pähtz schreibt dazu: „Ein aktuelles Beispiel aus der zweiten Frauenbundesliga Süd im Schach. Während eine Transfrau dort spielberechtigt ist, wurde eine biologische Frau aus der gleichen Mannschaft im Nachhinein bei allen ihren drei Einsätzen genullt. Sie identifiziert sich als divers, was in ihrem Personalausweis auch so ausgewiesen wird. Die Spielberechtigung im deutschen Schachsport beruht also neuerdings auf Dokumenten, nicht mehr auf biologischen Fakten. Darüber hinaus wurde auch das gesamte Team für all jene drei Spiele im Nachhinein genullt.“
Es ist wohl auch ein Unikum, dass gleich die ganze Mannschaft genullt wird, nur weil ein Spieler oder eine Spielerin möglicherweise falsch (entgegen ihrem Geschlecht) eingesetzt wird. Sieht nach einer klaren Überreaktion aus. Aber möglicherweise geht der Vorgang ja vor das Turniergericht, und ist damit noch nicht abgeschlossen. Und natürlich liegt Garching jetzt auf dem letzten Platz!
Wir meinen jedenfalls hierzu, dass die Angelegenheit im jetzigen Zustand keine gute Werbung für Schach ist. Der betroffene Verein SC Garching dürfte jedenfalls nicht begeistert sein!
Es wurde doch beschlossen, dass Männer keinen biologischen Vorteil haben. Dann sollte es konsequenterweise auch keine Frauenwettbewerbe geben.
Öffentlich nur soviel:
„Es ist wohl auch ein Unikum, dass gleich die ganze Mannschaft genullt wird, nur weil ein Spieler oder eine Spielerin möglicherweise falsch …. eingesetzt wird.“
Das gab es unter anderen Vorzeichen schon im Mai 2024 beim Stichkampf zwischen SF Augsburg (Meister der Oberliga Bayern) und Bayern München II (Sechster der Zweiten Bundesliga Ost) um einen Platz in der Zweiten Bundesliga https://ergebnisdienst.schachbund.de/saison2023-24/bede.php?liga=stich&runde=20 . Damals hatten SF Augsburg FM Thomas Brückner eingesetzt, der zuvor regelkonform sowohl für sie Oberliga Bayern als auch für Stuttgarter SF Oberliga Württemberg gespielt hatte. „Auf deutscher Ebene“ war er dann als passives Mitglied von SF Augsburg nicht spielberechtigt, aus 4-4 (bessere Berliner Wertung für Augsburg) wurde 0-8. Das hat damals wohl (zunächst) Ralph Alt entschieden, er war Schiedsrichter vor Ort und Staffelleiter der Zweiten Bundesliga Ost und für die Saison darauf der Zweiten Bundesliga Süd.
Nun macht es einerseits keinen großen Unterschied, da Garching die drei Matches gegen Bavaria Regensburg, Noris-Tarrasch Nürnberg und Bayern München auch am Brett verloren hatte (1-5, 2-4 und 1,5-4,5). Andererseits „überrascht“, dass es erst bei oder nach dem dritten Einsatz von Jamie Frowein aufgefallen ist. Hat Bayern München – eher Kenner der Münchner Schachszene als Regensburg und Nürnberg – protestiert? Schiedsrichter vor Ort war Hans Brugger (SK Marktoberdorf, Bayrisch-Südschwaben), Staffelleiter ist Klaus Deventer.
Und? Ist das von den Regeln gedeckt? Wer hat es veranlasst mit welcher Begründung? Wieso nach dem dritten Einsatz? Was sagt der DSB? Was sagt der Verein? Was die Spielerin? Gibt es einen Protest? Das würde mich interessieren und deine anderen Leser:innen wahrscheinlich auch.
Bitte selber recherchieren Herr Kollege!
Offenbar ist dir „Skandal“ drüberschreiben wichtiger als Erkenntnisgewinn. Dir mag das genügen. Im Sinne der Leser, die etwas Neues erfahren wollen, ist das gewiss nicht. Glückwunsch zu 1000 Beiträgen!
Also wenn das kein Skandal ist…
Inhaltlich kann ich beide „Kollegen“ verstehen. Es ist aber ein Unterschied beim Verfassen eines „Textes“, ob man als Interessierter seine Gedanken kundtut und sich an einer öffentlichen Diskussion beteiligt, oder ob man sich als Journalist versteht. Grundsätzlich kann man schreiben – und auch veröffentlichen – , was man will. Als Journalist sollte man aber sowohl recherchieren als auch Nachricht und Meinung voneinander trennen.
Als Nicht-Journalist finde ich den gesamten Vorgang oben als dumm, schädlich für viele, wenig nachvollziehbar und bedauerlich! Die Frage von Conrad Schormann bleibt aber absolut berechtigt, an welcher Stelle man den Vorgang als Skandal bewertet: Ist es ein Problem der Regeln, der Regelauslegung, einer Regelverletzung oder eines Machtmissbrauchs einer queerfeindlichen Person? Oder ist es ein Missverständnis – dann ist vielleicht auch die öffentliche Verbreitung als „Skandal“ nicht förderlich.
Ich in gespannt, was es ist – bestimmt wird nochmal jemand „recherchieren“ – es ist wohl nötig!
Hallo Herr Bock, ich bin kein ausgebildeter Journalist, und das trifft für alle Hauptautoren auf dem Schachkicker zu. Ich bin Projektleiter, Walter Rädler ist Grundschullehrer, Michael Busse ist Personalreferent und Thomas Richter ist… oh jetzt habe ich es gerade vergessen. Ich möchte mich ein bisschen dagegen wehren, dass ein so hoher journalistischer Anspruch an den Schachkicker herangetragen wird, denn wir sind keine professionelle Nachrichtenseite. Das ist das Eine. Und das Zweite: es wurde doch durchaus objektiv über den Sachverhalt berichtet, und dass sich zu diesem ungewöhnlichen Vorgang (ein Team bekommt drei Kämpfe annulliert, das ist für mich eine Sensation) eine persönliche Meinung anschließt, kann man wohl niemandem verdenken. Des weiteren wurde Elisabeth Pähtz sogar mit ihrer Meinung zitiert. Verstehe daher nicht, was es hier zu bemängeln gibt.
Ja was bin ich eigentlich? Ursprünglich Wissenschaftler (Meeresgeologe), mittlerweile seit Jahren im fachübergreifenden Forschungsdatenmanagement tätig.
Journalist ist dabei kein geschützter Beruf d.h. man muss nicht „ausgebildet“ sein. Laut Wikipedia in einigen Sprachen muss man es dabei offenbar beruflich machen um sich als Journalist bezeichnen zu können (niederländisch „beroepsbeoefenaar“, französisch „professionel“, spanisch – da heißt es „periodista“ – „se dedica profesionalmente“). Das war bei mir nie der Fall, aber ich betrachte(te) mich mitunter durchaus als „Reporter“ der auch recherchierte.
Generell muss man dabei den Schachkicker so nehmen wie er ist, die einzelnen Autor*innen (gendern muss sein da auch Lara Schulze Beiträge veröffentlicht hat) so wie sie sind, die einzelnen Artikel auch so wie sie sind.
P.S.: Auf wen bezieht sich eigentlich (von Rüdiger Bock) „Als Journalist sollte man aber sowohl recherchieren als auch Nachricht und Meinung voneinander trennen.“?
> „Hat Bayern München – eher Kenner der Münchner Schachszene als Regensburg und Nürnberg – protestiert?“
Ich stimme zu, dass es einen Hinweis gegeben haben muss. Wie sonst wäre es zu erklären, dass einem Staffelleiter sowas mitten in der Saison plötzlich auffällt und nicht beim Anlegen der Liga?
Aber Jamie/Katja ist in Bayern ja allseits bekannt: Eine unfassbar angenehme und sympathische Person und zusammen mit ihrem Vater vereinsübergreifend extrem engagiert in der Jugendarbeit. Mir fehlt irgendwie die Phantasie, dass einer der bayerischen Vereine sie hingehängt hat, zumal der Autor ja schon völlig korrekt bemerkt hat, dass sowohl München, als auch Regensburg und Nürnberg sowieso gewonnen haben. Wieso sollten sie dieses Fass aufmachen, wenn es letztendlich egal ist?
Aber abgesehen davon: Wenn jemand eine Frau sein möchte, kann ich es nachvollziehen, dass die Person auch bei den Frauen spielen will. Ich find’s nicht richtig, dass dafür ein simpler Eintrag im Pass genügen soll, aber ich kann zumindest den Gedankengang nachvollziehen. Hier jedoch haben wir es mit dem gegenteiligen Sachverhalt zu tun! Jemand, der keine Frau mehr sein möchte – und wie ist der Gang zum Amt sonst zu interpretieren? – meldet sich bei einer Frauenmeisterschaft an. Das ist der Punkt, wo meine Logik endet.
Das Problem beginnt ja schon in der Satzung, in der der die Begriffe Teilnehmerin oder Spielerin nicht definiert sind. Auch der Ausschreibung ist das nicht zu entnehmen.
Grundsätzlich sollte es ja wohl so sein, dass es gar nicht möglich sein sollte, nicht spielberechtigte Spielerinnen vor Saisonbeginn zu melden.
Die Entscheidung halte ich für falsch. Sie ist bürokratisch und nicht menschenfreundlich. Man könnte sich ja auch an anderen Sportarten orientieren. Zumeist soll die Regel so sein, dass eine diverse Person die Kategorie wählen kann, in der sie starten will. Diese Möglichkeit hätte dann aber auch eine diverse Person, deren biologisches Geschlecht männlich ist. Dann kann man aber auch Transfrauen nicht verwehren in Frauenwettbewerben zu starten.
Tatsächlich ist es die einzig praktikable Möglichkeit, den Eintrag im Personalausweis als verbindlich anzusehen, so weit es sich nicht um einen klar erkennbaren Missbrauch handelt. Sonst müsste ja gegebenenfalls eine Geburtsurkunde vorgelegt werden.
Sollte das biologische Geschlecht entscheidend für die Spielberechtigung in Frauenwettbewerben sein, dann dürften Transmänner in Frauenwettbewerben starten. Das hört sich nicht richtig an.
Wieso verquere Logik? Wie richtig beschrieben wurde, sind in Frauenwettbewerben Frauen zugelassen. Oder wie beschrieben alljene, die sich „als Frau bekennen“. Auf Transfrauen trifft dies zu, auf Jamie offensichrlich nicht. Ich finde die Entscheidung sehr logisch und kein Grund für Verwirrung.
Sich als Frau zu bekennen, kann und darf kein Grund sein, als Frau zum Wettbewerb zugelassen zu werden, wenn starke Indizien dagegen sprechen! Ansonsten ist es einfach nur unfairer Wettbewerb!
Wenn es solche klaren Hinweise gäbe, stimme ich die zu. Ob es „starke Indizien“ gibt, ist aber sehr umstritten. Ich habe diese bisher nicht gesehen.
Das Genderproblem ist seit einiger Zeit hinreichend bekannt und sollte inzwischen in allen Ausschreibungen zweifelsfrei berücksichtigt werden. Früher war es unausgesprochener und eigentlich auch unmissverständlicher Konsens,
in Frauenwettbewerben starten nur Frauen.
Im übrigen kenne ich: Bei Einsatz eines unberechtigten Spielers verliert das Brett die Partie, oder auch, verlieren auch alle nachfolgenden Bretter die Partie.
Aber doch nur weil jemand zu hoch eingesetzt war. Der Fall liegt hier doch anders.
Die Turnierordnung ist da eindeutig:
A-5.3.5 Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers hat den Verlust des Mannschaftswettkampfes unter Aberkennung aller Brettpunkte und Zuerkennung
aller Brettpunkte an die gegnerische Mannschaft zur Folge.
Es kann auch sein, dass eine Spielberechtigung während der Saison erlischt. Das ist z.B. der Fall, wenn man auch für einen anderen deutschen Verein Mannschaftskämpfe spielt und dies laut Turnierordnung (für eine oder beide der Ligen) nicht erlaubt ist. Wenn das auffällt (und es wird durch DWZ-Wertung auffallen) wird man wohl auch rückwirkend für die gesamte Saison genullt.
Zu Beginn meiner Zeit in Fulda war ich noch passives Mitglied von Tarrasch München (laut DWZ-Liste bin ich es immer noch, da ich zwar bei Tarrasch ausgetreten bin aber sie mich offenbar nicht abgemeldet haben). Laut bayrischer Turnierordnung durfte ich auch als passives Mitglied Mannschaftskämpfe spielen (auf Münchner oder auch bayrischer Ebene). Laut hessischer Turnierordnung war das aber verboten. Ich weiß, dass es auch laut badischer Turnierordnung verboten ist, in Württemberg war es dagegen (siehe mein erster Kommentar) erlaubt [was zukünftig in Baden-Württemberg gilt müssen sie untereinander klären?].
Und das ist vielleicht rein formal des Rätsels Lösung: jedenfalls laut FIDE-Auswertung spielte Ende November 2025 (Runde 3 und 4) noch Katja Frowein, Ende Dezember 2025 (ein Open) und Ende Januar 2026 (Runde 5) spielte dann Jamie Finn Frowein (für FIDE weiterhin female, divers kennen sie nicht). So betrachtet war Meldung vor Saisonbeginn und Einsatz in Runde 3 und 4 „regelkonform“, aber Einsatz in Runde 5 hatte dann Konsequenzen (für die gesamte Mannschaft und auch rückwirkend). Wie gesagt, rein formal aber das kann eventuell alles erklären.
Aber dann dürften doch die Mannschaftskämpfe im November nicht annulliert werden, denn damals war er/sie ja noch Frau!? Also ich muss sagen, ich finde die ganze Geschichte höchst verwirrend. Aber wenn das alles richtig ist, dann mussten wohl die Ergebnisse aus Runde 5 annulliert werden, unter der Prämisse, dass ‚divers‘ nicht als ‚Frau‘ qualifiziert ist.
Nun doch die von Conrad Schormann eingeforderte Detektivarbeit: Die fünfte Runde war am 25. Januar, https://web.archive.org/web/20260129225155/https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=fb23 ist ein Snapshot der DSB-Ergebnisseite vom 29. Januar mit den „ursprünglichen“ Ergebnissen der letzten drei Runden.
Demnach erschien dreimal 0-6 für Garching erst später, was ist passiert? Wann genau lässt sich so nicht rekonstruieren (die Wayback Machine hat keine weiteren Snapshots der Webseite), aber es war demnach keine Entscheidung des Schiedsrichters vor Ort (auch nicht für Runde 5). Womöglich hat das dann Staffelleiter Klaus Deventer später entschieden und sagte „keine Frau passiert nicht von heute auf morgen und war daher schon im November der Fall“. Oder eben die Analogie: „wenn eine Spielberechtigung während der Saison erlischt, dann auch rückwirkend“.
Da könnte man schon weiter recherchieren, willst Du es machen? Natürlich ist es „höchst verwirrend“ – Regelkunde und gesunder Menschenverstand nicht unbedingt miteinander kompatibel.
Es gibt mehrere Gründe, warum Spieler im Verlauf einer Saison nicht spielberechtigt sein können.
Der Normalfall ist, dass sich Spieler in einer höheren Mannschaft festgespielt haben.
Ein häufiger Fall ist dann noch, dass Spieler nicht mehr für den Verein spielberechtigt sind, Austritt oder Tod.
In keinem der beiden Fälle hat das Auswirkungen auf die vorher gespielten Wettkämpfe. Mir ist nicht klar, warum das hier anders sein soll.
Da die betroffenen Wettkämpfe allesamt verloren gegangen waren, macht ein Protest wenig Sinn.
Das Problem ist doch, wie schon gesagt, dass grundlegende Dinge nicht in der Satzung festgelegt sind.
Eine Anmerkung zu Pähtz und Böhm: Im Personalausweis ist das Geschlecht *nicht* eingetragen.
Ein Blick in den eigenen Personalausweis genügt oder in das Personalausweisgesetz – PAuswG.
Lieber Andreas, ich konnte es nicht glauben, habe es überprüft, und jetzt glaube ich es!
Ergebnis einer KI-Recherche hierzu: Das Fehlen des Geschlechtseintrags im Personalausweis beruht auf einer historisch gewachsenen Konstruktion des Ausweises als schlankes Inlandsdokument und auf der Entscheidung des Gesetzgebers, den sensiblen Geschlechtseintrag ans Personenstandsregister (und international an den Reisepass), nicht an den Personalausweis zu knüpfen. Wieso sensibel, frage ich mich…
Ich weiß nicht, wo der Autor ohne Kenntnis der Sachlage einen Skandal sieht.
Seltsam, denn selbst der betroffene Verein sieht keinen. Auch gegnerische Teams meines Wissens nach nicht. Es gab keine Proteste, die Spielleitung hat eine Entscheidung gefällt, alles ist in Ruhe und Gelassenheit über die Bühne gegangen. Gut für alle.
Aber ‚Skandal‘, ‚Sensation‘, ‚Irritation‘ und möglichst viele Ausrufezeichen, dazu ein wenig Stochern im Unklaren – Cllickbait at its best. Sich ohne Rücksicht auf die Betroffenen, hier wie dort, auf eine bedauernswerte Angelegenheit stürzen, nur um der Aufmerksameit willen – vielleicht ist das der Skandal.
Hallo Herr Frowein, danke für Ihre freundliche Stellungnahme!
Nun noch zur Frage: Was ist ein Skandal? Skandal bezeichnet ein Aufsehen erregendes Ärgernis und die damit zusammenhängenden Ereignisse oder Verhaltensweisen. Das Wort ist im Deutschen seit dem Ende des 16. Jahrhunderts belegt. Das abgeleitete Adjektiv skandalös mit der Bedeutung „ärgerniserregend, anstößig“ sowie „unerhört, unglaublich“ findet sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts. Quelle Wikipedia
Also gerade unerhört und unglaublich beschreiben den Sachverhalt ziemlich treffend.
ChatGPT sieht das offenbar anders. 😉
Die Überschrift „Ein Divers-Skandal in der zweiten Frauenbundesliga!“ ist rhetorisch zugespitzt – aber sie ist nicht neutral.
Ein paar Punkte zur Einordnung:
Wertung „Skandal“
Das Wort „Skandal“ impliziert bereits ein Fehlverhalten oder moralisches Versagen. Ob tatsächlich ein Regelverstoß, eine Fehlentscheidung oder schlicht eine formale Anwendung bestehender Regularien vorliegt, ist – deinem Text nach – offenbar noch nicht abschließend geklärt (mögliche Anrufung des Turniergerichts). Insofern ist „Skandal“ eher meinungsbetont als sachlich.
Fokus auf „Divers“
Die Überschrift legt den Schwerpunkt auf die Geschlechtsidentität der betroffenen Person. Tatsächlich scheint es aber primär um eine Regelauslegung im Frauenwettbewerb des Deutscher Schachbund bzw. der 2. Frauenbundesliga Süd zu gehen.
Dadurch wirkt die Überschrift personalisierend bzw. identitätspolitisch zugespitzt – stärker als der eigentliche sportrechtliche Kern des Falls.
Journalistische Wirkung
Die Headline erzeugt Aufmerksamkeit, klar. Sie ist emotionalisierend und konfliktorientiert – das funktioniert publizistisch.
Wenn dein Ziel jedoch sachliche Berichterstattung ist, wäre sie vermutlich zu wertend.
Ich glaube schon, dass bei einem möglichen Protest zum Bundesturniergericht die Klassifizierung „divers“ erörtert werden müsste, also wie dieses Merkmal im Spielbetrieb auszulegen ist. Was immer geht, ist die Teilnahme im offenen Feld, das ist klar. Aber man könnte auch argumentieren, dass divers sowohl männlich als auch weiblich beinhaltet.
Ein weiteres Argument dafür, Frauenpreise usw. einfach abzuschaffen. Damit würde sich dieser ganze Genderquatsch erledigt haben. Oder man führt einfach noch mehr Kategorien ein: „Bester Teilnehmer der sich als Einhorn identifiziert“ usw, da geht doch noch einiges…
Die gesetzliche Möglichkeit, seinen Geschlechtseintrag so leicht wechseln zu können wie die Unterbuchse, war so ziemlich die dümmste Idee der letzten Jahrzehnte. Und das will in diesem Land wirklich was heißen!
Ich finde es immer toll, wenn die Leute, die etwas machen, für Kleinigkeiten kritisiert werden, während deren Kritiker kaum oder nie einen Beitrag leisten!!! Ein Amateur-Projekt wie der Schachkicker kostet die Beteiligten – und ganz besonders Gerald – viel Zeit und Kraft und kann daher nicht mit der Elle eines professionellen Magazins gemessen werden. Wenn also eine Formulierung mal dem ein oder anderen nicht völlig korrekt erscheint, sollte das nicht so aufgebauscht werden.
Und, übrigens, bei anderer Gelegenheit sind die Kritiker auch nicht so penibel. Mir fiel z.B. die Schlagzeite auf: „Begleiterinnen-Turnier bei DSAM ein Riesenerfolg“. Ein Turnier mit 16 Spielerinnen, von denen einige wohl als Begleiterinnen bloß die Zeit totschlagen wollten, ist ein Riesenerfolg?
Zum aktuellen Fall: Man hat „divers“ ganz einfach vergessen in den entsprechenden Ordnungen zu bewerten. Insofern wäre es vielleicht eine sportliche Lösung gewesen, eine biologische Frau mitspielen zu lassen, auch wenn sie sich mit diesem Eintrag nicht mehr als Frau (aber auch nicht als Mann!) betrachtet. Da Spieler(in?) schwach ist und ihr Team ebenso würde das keinem schaden.
Immerhin ist es logischer, eine biologische Frau, die sich nicht mehr so recht als Frau betrachtet, mitspielen zu lassen als einen biologischen Mann, der Frau sein möchte. Da biologische Männer offenbar einen Vorteil im Schach haben – es sei dahingestellt, woher dies kommt, aber es ist ein Faktum – ist das problematisch, während es bei einer biologischen Frau in dieser Hinsicht keine Bedenken gibt.
Absolut beipflichten möchte ich Daniel:
Zitat: „Die gesetzliche Möglichkeit, seinen Geschlechtseintrag so leicht wechseln zu können wie die Unterbuchse, war so ziemlich die dümmste Idee der letzten Jahrzehnte. Und das will in diesem Land wirklich was heißen!“
Es ist toll, dass es den Schachkicker gibt, und ich möchte Gerald für seine Arbeit danken! Gleichzeitig sollte es aus meiner Sicht auch erlaubt sein, Kritik zu äußern, unabhängig davon, wie aktiv man hier ist. Ich kann mich dem Kommentar von Helge Frowein jedenfalls nur anschließen und hoffe, dass diese Kritik, selbst wenn sie keine Änderung bewirkt, zumindest wahrgenommen wird.
Hallo Herr Trunz, natürlich ist es erlaubt, Kritik auf dem Schachkicker zu äußern. Um Himmels Willen, wo kämen wir denn da hin, wenn alle immer nur einer Meinung wären?
Man muss aber auch bedenken, dass man beim Verfassen eines Artikels nicht jede Formulierung auf die Goldwaage legen kann. Und gerade ich versuche eigentlich immer eher vorsichtig zu formulieren, außer wenn mir etwas sehr gegen den Strich geht. Mag sein, dass es mir an der Stelle nicht gelungen ist, vielleicht auch aufgrund der Schockwirkung, die eingesetzt hat, als ich die annullierten Ergebnisse der Mannschaftskämpfe gesehen habe.
Ich habe gerade gesehen, dass das Thema „Status von Diversen“ in einem Antrag des Schachverbands Sachsen-Anhalt thematisiert wurde, mit dem Ziel
„Ziel dieses Antrags ist, auf dem Hauptausschuss im 2. Halbjahr 2025 über diese Thematik anhand konkreter Vorschläge zu beraten und entsprechende Bestimmungen zu erlassen.“
Quelle: https://www.schachbund.de/files/dsb/kongresse/2025/antraege/Antrag_LSVSA_DSBKongress_1.pdf
Der Beschluss dazu in Paderborn lautete: Nach einer längeren Diskussion wird das Präsidium mit 214 Ja-Stimmen, 21 Enthaltungen und 3 Nein-Stimmen beauftragt, hier eine Regelung zu erarbeiten und dem nächsten Hauptausschuss vorzulegen.Ob dies tatsächlich geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. In der Tagesordnung vom Hauptausschuss in Hofgeismar habe ich nichts dazu gefunden.
In Hofgeismar wurde im übrigen intensiv über das Thema „Transfrauen“ diskutiert und deren Zulassung zum Spielbetrieb entschieden – nachdem Sylvia Schenk, ehemalige Olympia-Teilnehmerin, Juristin, und Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK) und ein führender Kopf von Transparency International einen Vortrag dazu hielt. Auf dem Gebiet der Zulassungsregeln für Transmenschen im Leistungssport gilt sie als Expertin.
Tatsächlich hatte der Referent für Leistungssport Carlos Hauser auf dem Hauptausschuss in Hofgeismar folgende alternative Anträge zur Zulassung von Frauen in Wertungsklassen gestellt:
(NEU) A-6.5 Weibliche Wertungsklasse
Die Teilnahme an der weiblichen Wertungsklasse (w) steht allen Spielerinnen offen, deren genderunabhängiges, mithin biologisches Geburtsgeschlecht (Sex)1, weiblich ist.
Antrag 2b:
(NEU) A-6.5 Weibliche Wertungsklasse
Die Teilnahme an der weiblichen Wertungsklasse (w) steht allen Spielerinnen offen, deren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister mit weiblich gekennzeichnet ist.
Antrag 2c:
(NEU) A-6.5 Weibliche Wertungsklasse
Die Teilnahme an der weiblichen Wertungsklasse (w) steht allen Spielerinnen offen, deren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister mit weiblich gekennzeichnet ist.
Im Falle der Änderung des Geschlechtseintrags, gilt die Spielberechtigung ab der Folgesaison des Änderungsdatums.
Sehr geehrter Herr Brunthaler!
Vielen Dank für ihren Kommentar. Sie sprechen bzw, schreiben mir von der Seele.
Mit wachsender Irritation beobachte ich eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher abzeichnet: Wer in der Öffentlichkeit steht und es wagt, Gedanken, Analysen oder Meinungen in Form eines Artikels zu veröffentlichen, sieht sich nicht selten einer Welle pauschaler Kritik ausgesetzt. (Diese Erfahrung musste ich vor ein paar Jahren selbst machen. Nach dieser Lektion zog ich die Reißleine).
Dabei scheint es zunehmend leichter zu sein, ein Urteil zu fällen, als sich ernsthaft mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.
Es gehört zum Wesen einer offenen Gesellschaft, dass Beiträge diskutiert, hinterfragt und auch kritisiert werden. Kritik ist ein unverzichtbares Element demokratischer Kultur. Doch zwischen fundierter, argumentativer Auseinandersetzung und vorschneller Abwertung besteht ein erheblicher Unterschied. Allzu häufig gewinnt man den Eindruck, dass nicht das Argument geprüft, sondern die Person bewertet wird – nicht die These hinterfragt, sondern die öffentliche Stellung des Autors als Projektionsfläche genutzt wird.
Wer in der Öffentlichkeit steht, trägt zweifellos Verantwortung. Gerade deshalb sind viele Autorinnen und Autoren bemüht, differenziert zu formulieren, abzuwägen und ihre Position nachvollziehbar zu begründen. Dennoch genügt oft schon eine zugespitzte Formulierung oder eine unbequeme Perspektive, um reflexhafte Empörung hervorzurufen. In Zeiten digitaler Kommentarspalten und sozialer Medien scheint es besonders verführerisch, ein schnelles Verdikt zu sprechen. Ein „schlecht recherchiert“, „einseitig“ oder „völlig daneben“ ist rasch geschrieben – doch selten wird erläutert, worin die vermeintlichen Mängel konkret bestehen.
Diese Art der Kritik ist bequem. Sie verlangt weder sorgfältige Lektüre noch die Bereitschaft, sich argumentativ zu exponieren. Wer lediglich behauptet, ein Artikel sei „schlecht“, ohne seine Einschätzung zu begründen, entzieht sich der intellektuellen Verantwortung, die mit ernsthafter Kritik einhergeht. Damit wird nicht nur dem Autor Unrecht getan, sondern auch dem öffentlichen Diskurs geschadet. Denn eine Debatte lebt von Begründungen, nicht von Schlagworten.
Zudem darf nicht übersehen werden, dass Schreiben in der Öffentlichkeit Mut erfordert. Wer publiziert, macht sich angreifbar. Er legt seine Gedanken offen, bietet sie zur Prüfung an und akzeptiert damit das Risiko der Zurückweisung. Diese Offenheit sollte mit Respekt beantwortet werden – selbst dann, wenn man die vertretene Position entschieden ablehnt. Kritik darf scharf sein, ja sie soll es mitunter sogar. Aber sie sollte stets sachlich, nachvollziehbar und argumentativ fundiert erfolgen.
Es ist ungerecht, die öffentliche Sichtbarkeit eines Menschen als Freibrief für gedankenlose Herabsetzung zu begreifen. Sichtbarkeit bedeutet nicht Unfehlbarkeit, aber auch nicht Rechtlosigkeit gegenüber Fairness und Anstand. Wer von Autorinnen und Autoren Differenziertheit erwartet, sollte sie selbst im Urteil walten lassen.
Vielleicht wäre es an der Zeit, sich wieder stärker auf die Tugenden des aufgeklärten Diskurses zu besinnen: genaues Lesen, wohlwollendes Verstehen, präzises Widersprechen. Ein Artikel darf kritisiert werden – er soll es sogar. Doch die Qualität der Kritik sollte der Ernsthaftigkeit des geschriebenen Wortes entsprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Rieger, Saint John, New Brunswick, Kanada im Februar 2026
Lieber Schachfreund Martin Rieger!
Herzlichen Dank für diesen Kommentar; der ist Balsam für die wunde Seele!
Ich hatte mich eigentlich schon von Schachkicker und Schachfeld zurückgezogen. Warum soll ich mir die Mühe machen, einen Artikel oder Kommentar auszuarbeiten, wenn es weder eine interessante Diskussion gibt, aber dafür persönliche Angriffe? Warum sich Gedanken machen, wenn ideologisch verbrämte Typen und einfach nur Leute ohne Ahnung eh alles besser wissen und dann auch noch persönlich werden?
Ich habe mich zuletzt noch einmal aufgerafft, weil ich denke, dass Gerald, der soviel macht, was er als Großmeister gewiss nicht nötig hätte, immer wieder primitiv angegangen wird. Das war schon so in der Trans-„Frauen“ Debatte und nun wieder einmal zum vorliegenden Fall. Der Wert der Ehrenamtlichkeit wird beschworen, die Realität ist aber eher ernüchtend.
Natürlich finde ich es auch traurig, wenn ich z.B. persönlich angegriffen werde wie schon einige Male, dass es keine Unterstützung aus der Community gibt. Wie wäre es, wenn mal jemand postet „He, das ich doch ein bisschen übertrieben“ oder auch mal ein Sachargument zu meinen Gunsten bringt?
Ich habe den Eindruck, dass in dieser Hinsicht die Schachkicker User passiver sind als die Feldies und die Kommentare manchmal bösartiger sind als auf Schachfeld.
Schach ist ein Spiegel der Gesellschaft, was auf diese kein gutes Bild wirft. Sollten Schachspieler nicht intelligenter und intellektuell fitter sein als der Durchschnitt?
Schöne Grüße nach Kanada!
Lieber Heinz, du bist als Kommmentator natürlich jederzeit willkommen! Man muss aber auch darauf hinweisen: wer kräftig austeilt, muss auch Hiebe einstecken können. Manchmal sind deine Kommentare unnötig scharf, jedenfalls empfinde ich es so. Ich fand es auch nicht richtig, immer wieder Kritik am Frauen- und Mädchenprojekt zu lesen, denn es ist einfach nur ein neuer Versuch, Leben in das Thema zu bringen, auch wenn die Erwartungen sicher nicht zu hoch geschraubt werden dürfen. Also einfach machen lassen, und nicht dran rummäkeln. Zum Thena Transgender kann ich nur sagen, hier sehe ich uns eindeutig auf der richtigen Seite: die Teilnahme von ‚Mogelfrauen‘ an Frauenturnieren gehört verboten, und das wird sicher eines Tages auch so geregelt werden. Denn irgendwann muss auch in einem Land wie Deutschland wieder Vernunft einkehren.
Lieber Schachfreund Brunthaler,
herzlichen Dank für Ihre offenen Worte – sie lesen sich wie ein dringend benötigter Frischluftzug inmitten des üblichen Kommentardunstes. Ihre Reflexionen über die Community, die Diskussionskultur und die oft undankbare Ehrenamtlichkeit treffen den Nagel auf den Kopf und spiegeln so vieles wider, was uns allen manchmal den Atem raubt.
Es ist schade, dass Engagement und Expertise nicht immer auf die Wertschätzung stoßen, die sie verdienen. Aber gerade deshalb wirkt Ihre Stimme so kostbar: Sie erinnert daran, dass Schach – trotz aller Reibungen – mehr sein kann als bloßes Spiel. Ein Spiegel der Gesellschaft hin oder her: wenn wir den Spiegel mit Intelligenz, Humor und einem kleinen Funken Großmut betrachten, können wir doch noch ein paar schöne Bilder darin entdecken.
Ich bewundere Ihre Bereitschaft, sich trotz der Enttäuschungen noch einmal zu engagieren. Gerade die feinen Nuancen, die Sie immer wieder einbringen, die pointierten Kommentare und die sachlichen Anmerkungen – all das bereichert die Diskussionen auf eine Weise, die viele vielleicht gar nicht sofort sehen, aber die, wenn man genau hinschaut, unverzichtbar ist. Auch schätze ich Ihre Bücher und möchte sie nicht missen! Ein unverzichtbare Lektüre für jeden Schachfreund. Auch dafür einmal ein herzliches Dankeschön!
Vielleicht ist es ja gerade die kleine, stille Zustimmung, die Sie manchmal vermissen – ein leises „Danke, Sie haben Recht“ – die die Welt der Schachcommunity ein wenig freundlicher machen könnte.
Herrn Hertneck wünsche ich für diese Seite alles Gute und viel Erfolg, mehr aber noch gute Nerven und Durchhaltevermögen. Wir Schachspieler sind doch eh nur eine kleine Randgruppe und gerade deswegen sollten wir uns nicht gegenseitig zerfleischen sondern zusammenhalten.
Auch aus Kanada sende ich Ihnen daher noch einmal ein kräftiges „Danke und Respekt!“ – für Ihre Gedanken, Ihre Geduld und Ihren unermüdlichen Einsatz.
Mit den besten Grüßen und voller Bewunderung,
Martin Rieger
Lieber Schachfreund Martin Rieger!
Noch einmal ganz herzlichen Dank für Ihre netten Worte!
Lieber Gerald!
Als „Mr. Schachkicker“ bist du natürlich verpflichtet, dich zurückhaltend zu äußern. Das verstehe ich völlig, nicht aber (Zitat):
„Ich fand es auch nicht richtig, immer wieder Kritik am Frauen- und Mädchenprojekt zu lesen, denn es ist einfach nur ein neuer Versuch, Leben in das Thema zu bringen, auch wenn die Erwartungen sicher nicht zu hoch geschraubt werden dürfen. Also einfach machen lassen, und nicht dran rummäkeln.“
Das sehe ich als eine völlig falsche Einstellung. Und es scheint ja auch, dass die Ergebnisse des „Projekts“ mir recht geben.
In Deutschland wird schon zu viel „einfach machen lassen“ (wieder Schach als Spiegel der Gesellschaft!) und
a) als ehemaliger Kaufmann kann ich es nicht akzeptieren, dass derart Gelder verschwendet werden;
b) in meiner Zeit als Funktionär habe ich gesehen und versucht zu verhindern, das solches geschieht und mich entsprechend unbeliebt gemacht;
c) als jemand, der ein wenig von Soziologie und Psychologie versteht sah ich ganz klar, dass das Projekt völlig falsch aufgestellt wurde. Das kannst du mit deinem juristischem Hintergrund vermutlich nicht ganz nachvollziehen, aber jeder, der auf diesen Gebieten ein wenig Ahnung hat und unvoreingenommen ist, wird dem zustimmen.
Mit der aufwendigen Arbeit von drei Broschüren (150 S.; ca 250 Std. Arbeit) habe ich auch einen konkreten Beitrag zur Förderung des Mächenschachs geleistet, der aber totgeschwiegen wird.
Übrigens habe ich vor allem auf Schachfeld auch etliche Anregungen zum Projekt gegeben und diese aufzugreifen hätte vielleicht das Ergebnis verbessert. Ich hätte mir ehrlich gewünscht, man hätte mehr aus dieser Chance gemacht. Sie wird wohl so bald nicht wiederkommen.
Aber viele Andere finden die Initiative gut! Vielleicht sieht man danach wirklich klarer. Das Ergebnis kann auch lauten, dass das Potenzial weitgehend ausgeschöpft ist. Oder man findet tatsächlich noch einen Hebel, an den man bisher nicht gedacht. Man sollte nur aufpassen, nicht als Miesmacher dazustehen…
Die Masse machts nicht, viele, die vom Thema nichts verstehen, finden allesmögliche gut, was aber nicht heißt, das dem auch so ist. Ich bin gerne bereits, über das Projekt eine Analyse zu schreiben und Ansätze aufzuzeigen, wie man wirklich zu Ergebnissen kommen kann. Lies einfach mal auf Schachfeld, was ich bereits geschrieben habe.
Warum werden die Ergebnisse nicht veröffentlicht? Warum nur einem minimalem Kreis (13 – 0 – 16 – 6 Personen) zugänglich gemacht?
Wenn es „einen Hebel“ gibt, wäre der mit Einbeziehung der Öffentlichkeit leichter zu finden als im kleinen Kreis.
Du bist noch zu sehr DSB-Funktionär, noch zu sehr geneigt, etwas zumindest nicht kritisch zu sehen, vom dem allerdings die breite Öffentlichkeit eh annimmt, dass es nichts bringt. Sorry!
Lieber Heinz, Ich würde niemals Beiträge auf dem Schachfeld lesen, da ist mir die Grundhaltung vieler Teilnehmer zu toxisch, und das Interface ist Asbach Uralt. Absolutes Nogo!