10.06.2026

6 Gedanken zu „Anastasia und das Schachspiel

  1. Ich stelle mir vor, wie hart das für andere Jungstars ist, z.B. für Eline Roebers. Wenn Anastasiia Hnatyshyn sich weiter so positiv entwickelt – mir fehlt die Fantasie, obere Grenzen zu erkennen.

  2. Dabei profitiert Anastasia Hnatyshyn noch von K-Faktor 40 (nach dem Turnier dann nicht mehr), wobei sie natürlich auf Niveau 2450 bzw. darüber spielte. TPR aktuell 2609 ist dabei keine GM-Norm, da sie gegen keine der fünf GMs spielte – und für die Europameisterin gibt es inzwischen nur noch den direkten WGM-Titel. Mit K-Faktor 10 wäre es Elo +50, also 5 Punkte über der Erwartung (statt 8,5/10 wäre 3,5/10 gegen dieselben Gegnerinnen das zu ihrer bisherigen Elo „passende“ Ergebnis). Sie hat sich auch um 212 Plätze in der Damen-Weltrangliste verbessert.

    Übrigens ist das in diesem Turnier nicht einmal der Rekord: Elo +206 für Hnatyshyn, derzeit Elo +214 für die Armenierin Polina Kobak (*2008) – zuvor bescheidene Elo 1986, nun auch eine IM-Norm. Sie trifft in der heutigen letzten Runde auf Dinara Wagner, die für Weltcup-Qualifikation noch einen Sieg braucht (auch dann wird es nach Buchholz-Wertung knapp, könnte reichen oder nicht). Polina Kobak braucht _dafür_ auch einen Sieg, aber das war wohl nicht ihr Ziel im Turnier … .

  3. Man darf auch ruhig mal das (bis vor der letzten Runde) starke Abschneiden von Fiona Sieber hervorheben:
    Aktuell +55 Elo gegen starke Gegnerinnen, nur 1 Verlust und hoffentlich noch ein gutes Abschneiden im Finale!

    1. Tatsächlich habe ich einen Sonderbeitrag über sie geplant. Stand heute hat sie eine Performance von über 2400!

  4. Anastasia ist tatsächlich Frauen-Europameisterin geworden. Bei uns in der Kirchgemeinde hat eine ukrainische Familie eine neue Heimat gefunden und freut sich mit!

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