Symbolbild Seniorenschach
Der Antrag des Seniorenreferenten Cleve-Prinz („BK_2026_12 – Einrichtung eines Etats für die Senioren‑Mannschaftswelt‑ und Europameisterschaften sowie Förderung der Teilnahme von Individualspielern“) an den Kongress in Frankfurt fordert aus unserer Sicht zu recht eine dauerhafte finanzielle Unterstützung des Deutschen Schachbundes (DSB) für die Teilnahme deutscher Senioren‑Teams und einzelner Aktiver an den Senioren‑Mannschafts‑Welt‑ und Europameisterschaften sowie an den Senioren‑Welt‑ und Europameisterschaften im Einzel.
Kernanliegen des Antrags
- Einrichtung eines gesonderten Senioren-Etats beim DSB, der die Kosten für Startgebühren für Senioren‑Mannschaften (50+, 65+) bei den Mannschafts‑WM/EM abdeckt.
- Zuschuss über ein Jahresbudget von 5.000 Euro zu den Turnierkosten für einzelne Senioren‑Spielerinnen und Spieler bei den Senioren‑Einzel‑Welt‑ und Europameisterschaften, um die Teilnahme zu fördern.
- Die Förderung soll an Kriterien (z. B. Elo‑Niveau) geknüpft sein, um gezielt diejenigen zu unterstützen, die realistische Chancen auf gute Ergebnisse haben.
Begründung aus Sport‑ und Verbandsinteresse
- Die Senioren‑Mannschafts‑WM/EM genießen in der FIDE‑Welt stark an Bedeutung; durch eine stabile Teilnahme deutscher Teams möchte der Seniorenbereich die Internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Sichtbarkeit des Seniorenschachs im DSB stärken.
- Außerdem wird argumentiert, dass eine finanzielle Förderung die Motivation und Bindung der älteren aktiven Spielerinnen und Spieler an den Verband erhöht und den Seniorenschachbereich langfristig attraktiver macht.
Umsetzungs‑ und Kostenaspekt
- Der Antrag schlägt vor, die Förderung aus dem allgemeinen DSB‑Etat zu finanzieren und diese als Dauerzusage im Bundeskongress zu verankern, statt nur punktuell aus Hilfs‑ oder Sondermitteln zu arbeiten.
- Es wird darauf hingewiesen, dass die Kosten im Vergleich zum Gesamtbudget des DSB moderat seien, aber sportlich und imagepolitisch einen hohen Stellenwert hätten. Konkret: Rund 30.000 Seniorinnen und Senioren sind im Deutschen Schachbund organisiert. Das entspricht einem jährlichen Beitragsaufkommen von etwa 420.000 €. Der beantragte Etat von 15.000 € jährlich entspricht lediglich 3,57 % dieses Aufkommens.
Zusammenfassung: über den Antrag soll der Seniorenschachbereich im DSB systematisch unterstützt wird, indem Teilnahmekosten für Senioren‑Mannschaften und Individualspieler an den wichtigsten internationalen Senioren‑Wettbewerben übernommen oder zumindest bezuschusst werden.
Man kann allerdings jetzt schon festhalten, dass die Übernahme des Startgelds keine große Entlastung für die Teilnehmer bringt, insofern erscheint uns dieser Antrag zwar ein erster guter Ansatz zu sein, aber so kann meine starke Nationalmannschaft zusammenstellen, dann dazu müssten auch noch die Unterkunfts- und Reisekosten übernommen werden.
Sehr geehrter Herr Hertneck,
ausnahmsweise möchte ich die Kommentarfunktion nutzen, um bestimmte Aussagen in ihrer Darstellung richtig zustellen, auch in Anbetracht des bevorstehenden a.o. Bundeskongresses, damit keine Unklarheiten kommuniziert werden.
– unter Punkt Kernanliegen schreiben Sie:
… um finanzielle Hürden zu senken und die Teilnahme mehrer deutscher Aktiver zu fördern.
Diese Aussage wird im Antrag nicht getroffen und auch nicht so begründet.
Sie schreiben weiter
… Die Förderung soll an Kriterien (z. B. Elo‑Niveau, Kontinuität der Teilnahme, sportliche Leistung) geknüpft sein, um gezielt diejenigen zu unterstützen, die realistische Chancen auf gute Ergebnisse haben.
Richtig wäre: Die Förderung durch den Deutschen Schachbund (DSB) ist an festgelegte
Mindest-Elo-Zahlen gebunden ….
Es werden keine weiteren Kriterien genannt.
Sie sehen folgerichtig, dass mein Antrag an den Bundeskongress ein erster Schritt in eine bessere finanzielle Ausstattung für oben angesprochene Meisterschaften ist. Inwieweit die finanziellen Mittel des DSB dafür vorhanden sind, müssen andere beurteilen. Aber als potentiell Betroffener kann ich Ihre Forderung durchaus nachvollziehen.
Im übrigen bitte ich darum, meinen Namen korrekt zu nennen.
Mit schachlichen Grüßen
Wolfgang Cleve-Prinz
Vielen Dank für die Anmerkungen, ich habe die drei Stellen berichtigt.