Blick auf Batumi. Photo: Veranstalter
Es ist so weit! Heute am Sonntag ist Anreisetag nach Batumi, Georgien, und morgen um 15 Uhr beginnt die erste Runde!
Gespielt wird im 5-star Euphoria Convention & Casino Hotel
Deutschland reist mit einer siebenköpfigen „Delegation“ an:
| No. | Name | FideID | FED | Rtg | |
|---|---|---|---|---|---|
| 9 | IM | Wagner Dinara | 24157570 | GER | 2408 |
| 23 | WGM | Klek Hanna Marie | 24670057 | GER | 2369 |
| 51 | WGM | Schneider Jana | 12924997 | GER | 2283 |
| 55 | WGM | Safarli Josefine | 12900460 | GER | 2253 |
| 59 | WFM | Peglau Charis | 16219996 | GER | 2238 |
| 70 | WGM | Sieber Fiona | 12902373 | GER | 2224 |
| 75 | WFM | Bashylina Luisa | 12983292 | GER | 2208 |
„Delegation“ ist hier natürlich symbolisch gemeint, denn es ist ja ein Einzelturnier und kein Mannschaftsturnier.
Dinara Wagner liegt auf Rang 9 der Startliste, und Hanna Maria Klek auf 23.
Jeder Verband kann beliebig viele Spielerinnen nominieren. Bei der 25. Frauen-Europameisterschaft werden Qualifikationsplätze für den FIDE-Frauen-Worldcup vergeben. Gemäß dem Beschluss der ECU qualifizieren sich mindestens 10 Spielerinnen.
Nach den geltenden Bestimmungen des FIDE-Frauen-Worldcups ist die FIDE für die Regeln bezüglich der Qualifikationsplätze für den FIDE-Frauen-Worldcup zuständig.
Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro wird wie folgt aufgeteilt: die ersten drei Plätze sind mit 10.000 Euro, 8000 Euro und 7000 Euro dotiert. Insgesamt gibt es Preisgelder für die ersten 20 Plätze.
Gespielt werden 11 Runden nach Schweizer System mitder Bedenkzeit Fischer kurz. Ab dem ersten Zug gibt es 30 Sekunden Inkrement. Für die Endplatzierungen gilt bei Punktgleichheit als erstes Kriterium der direkte Vergleich, dann die Buchholzwertungen 1 und 2, dann die Anzahl der Schwarzpartien und schließlich die höhere Zahl von Gewinnpartien.
Hat das Turner auch Einfluss auf die Nominierung der Nationalmannschaft? Während Dinara und Hanna Marie (sowie Elisabeth, die hier nicht teilnimmt) für die Olympiade im Oktober gesetzt sein dürften, dürfte der Bundestrainer bei Josefine (Safarli) und Jana (Schneider) sicher ganz genau hinschauen, ob sie in Form sind, und gut abschneiden!
Die Ergebnisse sind zu verfolgen unter Chess Results.
Und die Partien auf Lichess.
Müssen Spielerinnen eigentlich vom Verband „nominiert“ werden – im Sinne von der Verband kann auch „Du nicht“ sagen? Bei der offenen Europameisterschaft (generell Männer, Frauen auch spielberechtigt) waren aus Deutschland und anderen Ländern ja auch titellose dabei. Und auch in diesem Turnier gibt es unten Spielerinnen mit Elo unter 2000 – vor allem aus Georgien und Armenien, aber z.B. auch eine Spanierin mit Elo 1729, ganz unten auch zwei sehr junge elolose Spielerinnen aus der Türkei und der Ukraine.
Die _Registrierung_ erfolgte dabei über den jeweiligen Verband. Verbände können natürlich entscheiden, wer finanzielle Unterstützung bekommt (eventuell auch Unterstützung vor Ort durch Trainer) und wer als Selbstzahlerin mitspielt. Im Prinzip ist es für letztere dann ein Turnier wie andere Opens (abgesehen davon, dass es kaum Opens nur für Frauen gibt).
Ist eigentlich inzwischen gesichert, dass Elisabeth Pähtz bei der Olympiade dabei ist? Irgendwann-irgendwo hieß es, dass sie das bis 15. Juni entscheidet – wobei „Rahmenbedingungen“ (Ergebnis der DSB-Präsidentenwahl) nun bekannt sind.
Hallo Thomas, was den letzten Absatz betrifft, so kann ich dich beruhigen, da ich öfter mal mit Elisabeth chatte 🙂
Soweit ich weiß, kann eine Spielerin auf der EM oder auch ein Spieler auf der EM nicht gegen Willen des Verbands teilnehmen, da die Registrierung, wie du richtig schreibst, über den Verband erfolgt. Auf der anderen Seite kann man sich natürlich fragen, weshalb der Verband etwas dagegen haben sollte, wenn der oder die Spieler*in die Kosten selbst trägt.
Beunruhigt war ich nicht, offenbar hat sich Elisabeth Pähtz dann nach der DSB-Präsidentenwahl verbindlich entschieden?
Zum anderen Punkt: bei offenen Europameisterschaften war Deutschland 2025 und 2026 jeweils mit 20 Spielern vertreten (bzw. 2025 mit Luisa Bashylina auch eine Spielerin), einige bis viele waren sicher Selbstzahler. Bei den Frauen war die „Delegation“ offenbar immer kleiner, 2024 hat dabei auch Johanna Blübaum (Elo 1977) mitgespielt.
Verbände haben wohl allenfalls dann etwas gegen einzelne Spieler, wenn diese „auffällig wurden“. Ich erinnere mich dunkel, dass der französische Verband vor Jahren Sebastien Feller (Verfahren gegen ihn lief noch) nicht nur „nominieren“, sondern nach nationalem Regelwerk auch seine Kosten übernehmen musste [kann das aber nicht verifizieren, vielleicht hatte er dann doch verzichtet].