10.06.2026

4 Gedanken zu „Pokalsieg! Schachclub Viernheim schafft das Double

  1. Ich habe die Einzelpaarungen gesehen. Daraus geht ganz klar hervor, dass Viernheim deutlich stärker aufgestellt hat als die Gegner. Insofern ist dieser Erfolg kein Wunder und eigentlich auch nicht weiter berichtenswert.

    1. Hallo Gerry, danke dir – und ich freue mich, dass du den Bericht trotzdem stehen gelassen hast.

      Dass Viernheim in den Einzelpaarungen deutlich stärker aufgestellt war als die Gegner, sehe ich genauso. Trotzdem würde ich daraus nicht schließen, dass der Titel nicht berichtenswert ist. Der deutsche Mannschaftspokal ist nach der Meisterschaft einer der wichtigsten nationalen Titel im Mannschaftsschach. Dass der Favorit ihn gewinnt, macht den Erfolg vielleicht weniger überraschend, aber nicht automatisch uninteressant.

      Im Fußball würde man ja auch über einen Pokalsieg von Bayern München berichten, selbst wenn sie im Finale die nominell stärkere Mannschaft waren. Entscheidend ist aus meiner Sicht nicht nur, ob ein Ergebnis überraschend war, sondern auch, welche sportliche Bedeutung der Titel hat.

      Viele Grüße

  2. Tja, und welchen Stellenwert, welche sportliche Bedeutung hat der Pokal? Für Viernheim offenbar einen hohen, deshalb haben sie auch keine Kosten gescheut um stark anzutreten (selbst wenn die GMs – unwahrscheinlich – dafür kein Geld bekamen waren es noch erhebliche Reisekosten). Für andere Vereine?

    Mit Fußball kann man es wirklich nicht vergleichen. Da hat der DFB-Pokal einen hohen Stellenwert, der Sieger qualifiziert sich auch für einen internationalen Wettbewerb (im Schach darf jedenfalls in Deutschland beim Europacup für Vereinsteams jeder Verein mitspielen der will). Da würde kein Verein auf die Idee kommen, mit der zweiten Mannschaft oder (bei Baden-Baden nun der Fall) mit der A-Jugend anzutreten.

    Diesmal spielte in der Endrunde neben Viernheim nur Erkenschwick (annähernd) in Bestbesetzung, Baden-Baden und SF Berlin jeweils mit drei IMs und einem FM. Auf https://www.schachbund.de/dpmm2026.html findet man auch, mit welchen B- oder C-Mannschaften z.B. USV TU Dresden und Solingen zuvor antraten.

    Letztes Jahr – https://www.schachbund.de/dpmm2025.html – war das Finale Viernheim – Baden-Baden beiderseits nicht in Bestbesetzung aber immerhin acht GMs (Bacrot-Aravindh, Shirov-Wagner, Movsesian-Amin, Milov-Fedorchuk), Entscheidung zugunsten von Viernheim erst im dritten Blitz-Stichkampf. Nun legte Viernheim einige Schippen drauf, damals wären sie zuvor fast im Halbfinale gegen SF Augsburg ausgeschieden.

    Viernheim wollte das Double, andere „gönnten“ Viernheim das Double!?

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